Bayerns erster Punktverlust Kölner Oktoberfest

Bayern München verliert gegen den 1. FC Köln zwei Punkte. Dies liegt nicht nur an drei Aluminiumtreffern, sondern auch am starken Gegner. Alles Wichtige zum Spiel.

Jubelnde Kölner
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Jubelnde Kölner


Ausgangslage: Erster gegen Vierter! Die Partie zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FC Köln war neben Dortmunds Auftritt in Leverkusen das zweite Spitzenspiel des sechsten Spieltags. Bayerns Trainer Carlo Ancelotti hatte nach der 0:1-Niederlage in der Champions League gegen Atlético Madrid angekündigt, dass er gegen Köln eine frische Mannschaft aufbieten wolle. Insgesamt änderte der Italiener die Startelf auf sieben (!) Positionen. Kölns Trainer Peter Stöger hatte nach dem gelungenen Saisonstart gar keinen Grund, Veränderungen vorzunehmen. Im Vergleich zum 1:1 gegen RB Leipzig rotierte lediglich Marco Höger für Simon Zoller ins Team.

Die Startaufstellungen:

FC Bayern München: Neuer - Rafinha, Martínez, Hummels, Bernat - Kimmich, Alonso, Sanches - Robben, Coman - Lewandowski

1. FC Köln: Horn - Sörensen, Mavraj, Heintz, Hector - Risse, Höger, Lehmann, Rausch - Osako, Modeste

Ergebnis: 1:1 (1:0)-Unentschieden. Hier geht es zum Spielbericht.

Ein besonderes Spiel: ...war es in zweierlei Hinsicht. Einerseits absolvierte Robert Lewandowski seine 200. Bundesligapartie. In den vorherigen 199 Partien traf der polnische Nationalspieler 126 Mal. Gegen Köln machte sich der 28-Jährige allerdings kein Jubiläumgeschenk. Andererseits stand Arjen Robben erstmals seit dem 25. Spieltag der vergangenen Saison wieder in der Startelf. Der Niederländer blieb jedoch nach der Halbzeit angeschlagen in der Kabine.

Die erste Hälfte: Begann mit druckvollen Bayern. Allerdings dauerte es bis zur 19. Minute, als die Münchner durch Rafinhas Distanzschuss die erste ernst zu nehmende Chance hatten. Der Ball landete knapp über dem Tor von Timo Horn. Köln hatte vor der Partie erst zwei Gegentore kassiert und stand gewohnt kompakt. Kurz vor der Halbzeit düpierte Juan Bernat auf der linken Seite Marcel Risse und flankte auf Joshua Kimmich, der per Flugkopfball zum 1:0 traf (40. Minute).

Schon wieder Kimmich? Drei Tore in der Bundesliga, zwei Treffer in der Champions League. Beim 21 Jahre alten Mittelfeldspieler läuft es derzeit. Teamintern traf in dieser Saison nur Lewandowski häufiger als Kimmich.

Joshua Kimmich
AFP

Joshua Kimmich

Die zweite Hälfte: In der 55. Minute hätte Javi Martínez nach einer Ecke von Xabi Alonso das 2:0 erzielen können, allerdings landete sein Kopfball am Pfosten. Köln wurde fortan stärker und kam durch Anthony Modeste zum 1:1-Ausgleich (63.). Wenige Minuten später hatte Thomas Müller die erneute Münchner Führung auf dem Fuß, doch Horn lenkte den Schuss aus wenigen Metern ans Lattenkreuz (77.). Kurz darauf traf Juan Bernat aus 20 Metern den Pfosten (87.). In der Nachspielzeit lief der eingewechselte Zoller nach einem Pass von Artjoms Rudnevs allein auf Manuel Neuer zu, verzog jedoch knapp (90.+2).

O'zapft war einmal! Bayern München gewann die zehn letzten Bundesliga-Heimspiele während des Oktoberfests mit einer beeindruckenden Bilanz von 33:3 Toren. Umso beachtlicher, dass Köln dem Rekordmeister gerade während dieses Zeitraums Paroli bieten konnte. Am Sonntagmittag geht es für die Bayern auf die Wiesn - vermutlich wird die Maß diesmal etwas bitterer schmecken.

Anti-Terminator des Spiels: Nicht klobig und stark, sondern leichtfüßig und artistisch: Unter den Augen von Arnold Schwarzenegger erzielte Kölns Modeste den Ausgleich im Stile eines Superhelden. Es war bereits der fünfte Saisontreffer des Franzosen, der in der Torschützenliste nun mit Lewandowski und Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang gleichgezogen ist.



insgesamt 24 Beiträge
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Seite 1
senta1958 01.10.2016
1.
Leider wieder mal ein ziemlich nichtssagender Beitrag. Ich hatte in der Überschrift gelesen, die Punkteteilung hätte auch an den starken Kölner gelegen. Das sollten Sie dann in Ihrer Analyse auch begründen und anhand von Beispielen aufzeigen. Zumal Köln nicht stärker wurde und daraus Modeste's Tor fiel, sondern dieses eher dem Zufall geschuldet war, und Köln danach etwas stärker wurde.
halverhahn 01.10.2016
2. Viel viel Glück und zum Schluß etwas Pech für den FC
So richtig stark waren die Kölner gar nicht. Und das sage ich als Geißbock-Fan. In der 1. HZ waren sie sogar grottenschlecht. Das 1:0 für Bayern war da auch nur ne Frage der Zeit. Dass München nicht nachlegte, war Pech und leichtes Unvermögen. Köln war in der 2. HZ etwas besser im Spiel. Auch bedingt durch die zwei guten Auswechslungen (Zoller, Özcan) durch Stöger, lief es dann marginal besser. Nach dem 1:1 wäre für den FC Köln gar noch mehr drin gewesen... Zoller in der 92. Minute... Fazit aber bleibt... Bayern war insgesamt eher schwach, Köln war nicht stark sondern eher glücklich!!!
spadoni 01.10.2016
3. Die Geissböcke sind wieder da
Ich gönne dem 1, FC Köln so sehr, dass sie dem "grossen FC Bayern" einen Punkt abgeluchst haben. Nach langer, schwieriger Durststrecke mischen die Kölner momentan wieder richtig gut in der Oberliga mit. Weiter so!!
cutti 01.10.2016
4.
Zitat von senta1958Leider wieder mal ein ziemlich nichtssagender Beitrag. Ich hatte in der Überschrift gelesen, die Punkteteilung hätte auch an den starken Kölner gelegen. Das sollten Sie dann in Ihrer Analyse auch begründen und anhand von Beispielen aufzeigen. Zumal Köln nicht stärker wurde und daraus Modeste's Tor fiel, sondern dieses eher dem Zufall geschuldet war, und Köln danach etwas stärker wurde.
Das Tor war zu diesen Zeitpunkt überraschend, aber schon heraus gespielt und kein Zufall. Sie sollten nicht einfach die Wortwahl des Sky Kommentators übernehmen, besonders da er seinen Fehlgriff mit Wort dem Zufall direkt klargestellt hat.
skeptikerjörg 01.10.2016
5. Nichts passiert
So gleichen sich Glück und Pech aus, Müllers Direktabnahme von Horn an den Pfosten gelenkt, Zollers Riesenchance in der Schlussminute leicht verzogen. Unentschieden gerecht, auch, weil Köln keinen Angsthasenfußball ablieferte. Da Dortmund die Vorlage nicht nutzt, ist nichts passiert.
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