Bayern-Schock Van Bommel für beide Milan-Spiele gesperrt

Der FC Bayern München muss in beiden Partien des Champions-League-Viertelfinals gegen den AC Mailand auf Mark van Bommel verzichten. Der Niederländer spielte auf Bewährung und verstieß mit seiner Gelb-Roten Karte im Spiel gegen Madrid gegen die Auflagen - der Club legte Berufung ein.


Hamburg - Van Bommel hatte beim Hinspiel in Madrid in der 88. Minute das Anschlusstor der Bayern zum 2:3 erzielt und seinen Treffer mit einer obszönen Geste in Richtung Real-Fanblock gefeiert. Der Niederländer erhielt dafür eine Spiel-Sperre auf Bewährung, die erst bei einem weiteren Vergehen in Kraft treten sollte. Dies sah die Uefa nun in der Gelb-Roten Karte beim Rückspiel als erwiesen hatte. Von Bommel hatte sich vor dem Elfmeter zum 1:2 mit seinem Gegenspieler Mahamadou Diarra eine Rangelei um die beste Position an der Strafraumgrenze geliefert.

Rotsünder van Bommel (r.): Strafe von der Uefa verdoppelt
REUTERS

Rotsünder van Bommel (r.): Strafe von der Uefa verdoppelt

Der FC Bayern legte umgehend Berufung ein. "Wir sind mehr als verwundert und entsetzt über dieses Urteil", sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Bei dem Vergehen des Mittelfeldspielers im Rückspiel gegen Madrid habe es sich um zwei gelbe Karten und nicht um einen Platzverweis gehandelt. "Warum er deshalb gegen eine Bewährungsstrafe verstoßen haben soll, ist uns unklar", erklärte Rummenigge. "Wir können und werden diese Entscheidung nicht akzeptieren und werden dementsprechend gegen diese Entscheidung in Berufung gehen."

Im Falle einer Ablehnung wird van Bommel den Bayern sowohl im Hin- als auch im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinals am 3. und 11. April gegen den AC Mailand fehlen.

bri/sid



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