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17. Dezember 2009, 11:10 Uhr

Bayern-Star Ribéry über Trainer van Gaal

"Er arbeitet hier, ich arbeite hier"

Real, Arsenal, Barcelona und Inter sind seiner Meinung nach noch ein Stück entfernt: Franck Ribéry kann sich einen Verbleib in München vorstellen, mahnt aber die Qualität des Kaders an. Einen Vorvertrag in Madrid habe er nicht, sein Verhältnis zu Trainer Louis van Gaal sei "normal".

Hamburg - "Bis Ende dieser Saison möchte ich wissen, ob ich bleibe oder gehe", sagte der französische Nationalspieler der "Bild"-Zeitung. Franck Ribéry hat beim FC Bayern München einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011 und könnte danach ablösefrei wechseln. Der 26-Jährige betonte, dass über seine Zukunft aber noch keine Entscheidung gefallen sei. "Jetzt geht es darum, zurückzukommen. Dann sieht man weiter", sagte Ribéry und stellte zudem klar: "Ich habe keinen Vorvertrag bei Real unterschrieben. Ich habe bei niemandem etwas unterschrieben."

Er könne sich eine Vertragsverlängerung in München durchaus vorstellen, so Ribéry, alles sei möglich. Gefragt nach den Bedingungen sagte der Franzose: "Ich würde sehr gern die Champions League gewinnen können, aber unsere Mannschaft hat wohl noch nicht das Gewicht dafür." Das aktuelle Team könne mit europäischen Spitzenmannschaften wie Barcelona Real, Arsenal oder Inter noch nicht mithalten. "Die sind aus meiner Sicht stärker", sagte Ribéry.

Wichtig für seine Entscheidung seien vor allen Dingen der neue Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. "Der Trainer spielt dabei nicht die entscheidende Rolle", sagte Ribéry. Sein Verhältnis zu Louis van Gaal? "Normal. Er arbeitet hier, ich arbeite hier", sagte der Franzose. Wo er seinen Dienst am liebsten verrichten will, weiß Ribéry genau: "Ich sehe mich im linken offensiven Mittelfeld."

Ein Tritt auf den Zeh könnte das Comeback gegen Hertha verhindern

Seine angestrebte Rückkehr auf den Platz zum abschließenden Vorrundenspiel am kommenden Samstag gegen Tabellenschlusslicht Hertha BSC (15.30, Liveticker SPIEGEL ONLINE) ist allerdings wieder fraglich. Am Mittwoch kehrte er zwar nach zweieinhalbmonatiger Verletzungspause wie erwartet ins Mannschaftstraining zurück, musste die Einheit aber vorzeitig abbrechen. Wie die Bayern auf ihrer Vereinshomepage mitteilten, erlitt Ribéry einen Tritt auf einen Zeh und laboriert nun an einer Nagelbettentzündung.

fsc/dpa/sid

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