Bayern-Trainer Beckenbauer bringt Mourinho ins Gespräch

Er kann die täglichen Spekulationen um die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld nicht ausstehen, aber Franz Beckenbauer beteiligt sich trotzdem daran. Der Bayern-Präsident nannte jetzt José Mourinho einen Kandidaten für das Traineramt in München.

München - "Mourinho? Warum nicht? Er könnte ja bis zum Sommer noch einen Sprachkurs machen", sagte Beckenbauer der "Bild"-Zeitung. Hitzfeld hatte zu Wochenbeginn bestätigt, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Der Nachfolger des 58-Jährigen sollte laut Beckenbauer "ein ausgebuffter Taktiker sein, bereits Erfahrung gesammelt haben und die deutsche Sprache beherrschen. Unsere Mannschaft braucht einen Hochkaräter".

Mourinho hatte nach seinem Abschied vom FC Chelsea im September 2007 angekündigt, schon bald wieder einen Top-Club in Deutschland, Spanien oder Italien übernehmen und dafür auch die jeweilige Sprache lernen zu wollen. Ein Angebot des englischen Fußballverbandes FA, die Nationalmannschaft zu übernehmen, hatte er abgelehnt.

Neben Mourinho werden zahlreiche andere Trainer als mögliche neue Bayern-Coaches gehandelt. "Es gibt genauso andere vorstellbare Kandidaten", sagte auch Beckenbauer, der diesen Umstand aber als unglücklich empfindet. Tägliche neue Spekulationen um Hitzfelds Nachfolger "könnten im Team für Unruhe sorgen", glaubt Beckenbauer. Er selbst werde aber nicht wieder auf die Trainerbank zurückkehren: "Um Gottes Willen. Der Einzige, den ich ausschließen kann, bin ich."

Für die Trainersuche seien Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß verantwortlich, ergänzte Beckenbauer: "Mit uns im Aufsichtsrat wird die Entscheidung dann am Ende abgestimmt." Beckenbauer zweifelt nicht daran, dass sich Hitzfeld bis zum Ende seines Vertrages am 30. Juni voll mit dem FC Bayern identifizieren wird. Allein "die Spieler müssen die Charakterfrage in den nächsten Monaten selbst beantworten. Ich hoffe, auf die richtige Art".

goe/sid

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