Fan-Skandal beim 1. FC Köln Bedrohter Pezzoni erstattet Anzeige

Kevin Pezzoni wird in den kommenden Tagen Anzeige erstatten. Der Fußballer war von Fans des 1. FC Köln bedroht und beleidigt worden, mittlerweile hat er den Verein verlassen. Was genau der 23-Jährige anzeigen wird, ist noch unklar.
Fußballer Pezzoni: Von den eigenen Fans bedroht

Fußballer Pezzoni: Von den eigenen Fans bedroht

Foto: Dennis Grombkowski/ Bongarts/Getty Images

Hamburg - Fußballprofi Kevin Pezzoni will nach den gegen ihn gerichteten Drohungen Anzeige erstatten. Der Kölner Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn bestätigte der Nachrichtenagentur dpa und dem "Kicker", dass mit einer Anzeige zu rechnen sei. Das sei ihm durch den anwaltlichen Beistand des Spielers mündlich mitgeteilt worden. Willuhn ging davon aus, dass die schriftliche Anzeige am Donnerstag vorliegen werde. Ein Sprecher Pezzonis bestätigte, dass Anzeige gestellt würde.

Bis zum Mittag war ein entsprechendes Schriftstück bei der Staatsanwaltschaft Köln allerdings noch nicht eingegangen. Deshalb konnte Willuhn auch nicht erläutern, welche Tatbestände durch den Pezzoni-Anwalt angezeigt würden. Aus diesem Grund könne derzeit auch nichts dazu gesagt werden, welcher Strafrahmen in Frage komme.

Anti-Pezzoni-Gruppe bei Facebook mittlerweile gesperrt

Der 23-jährige Pezzoni war in den vergangenen Tagen von eigenen Fans in seinem häuslichen Umfeld und im Internet bedroht worden. Das hatte der Kölner Trainer Holger Stanislawski nach der 0:1-Niederlage gegen Energie Cottbus bestätigt. Eine Gruppe von Menschen hätte Pezzoni demnach in dieser Woche vor dessen Privatwohnung aufgelauert, ihn angepöbelt und ihn massiv bedroht. Daraufhin hatte der Spieler den Bundesligaabsteiger 1. FC Köln um Vertragsauflösung gebeten. Diesem Ansinnen war der Verein am vergangenen Freitag nachgekommen.

Auch FC-Präsident Werner Spinner hatte am Sonntag Sanktionen angekündigt. "Sie erhalten Stadionverbote und werden, sofern sie Mitglieder sind, aus dem Verein ausgeschlossen. Zudem wird der FC eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, um auch strafrechtlich gegen sie vorzugehen", sagte er.

Konkret hatte der Club schon in der vergangenen Woche Strafanzeige gegen eine Facebook-Gruppe gestellt, die Pezzoni in dem Internetportal bedroht hatte. Man wolle "Pezzoni und Co. aufmischen", hieß es. Die Seite wurde gesperrt.

leh/dpa
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