Fifa-Exekutivkomitee Fußballverbände drängen Platini zur Kandidatur

Gibt er heute schon seine Kandidatur als Fifa-Chef bekannt? Uefa-Boss Michel Platini hat sich zumindest schon mal die Unterstützung zahlreicher Verbände gesichert. Aber erst einmal wird um den Wahltermin gestritten.

Fifa-Chef Blatter, Uefa-Boss Platini: Der Alte und der Neue?
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Fifa-Chef Blatter, Uefa-Boss Platini: Der Alte und der Neue?


Vor der Entscheidung über den Termin für die Wahl eines Nachfolgers von Fifa-Chef Joseph Blatter hat Uefa-Präsident Michel Platini eine große Unterstützung für eine mögliche Kandidatur sicher. Der Franzose wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von zahlreichen Nationen um eine Bewerbung gebeten, demnach soll er die Zusagen der Konföderationen aus Europa, Asien, Südamerika und Nord- und Zentralamerika haben.

Derzeit tagt die Exekutive des Fußball-Weltverbands in Zürich und will unter anderem über das Datum für den außerordentlichen Wahlkongress entscheiden. Platini hat bislang noch keine Entscheidung über eine eventuelle Kandidatur mitgeteilt. In der Exekutive ist die Wahlterminfrage umstritten. Sowohl ein Termin im Dezember als auch im Frühjahr 2016 kommt derzeit infrage.

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Der frühere Präsidentschaftskandidat Prinz Ali Bin Al Hussein hat derweil den sofortigen Rücktritt von Blatter gefordert, aber vor einer überstürzten Neuwahl gewarnt. "Die Zukunft der Fifa steht auf dem Spiel", sagte der jordanische Verbandschef und Fifa-Vizepräsident. "Wenn wir im Dezember wählen, wird es den bedeutenden Wandel in der Fifa-Führung, den wir so dringend brauchen, nicht geben." Dennoch müsse Amtsinhaber Blatter "sofort gehen", sagte sein ehemaliger Rivale im Kampf um das Präsidentenamt. "Er darf nicht seine Nachfolge planen und diesen Wahlprozess leiten", betonte Al Hussein.

Al Hussein sprach sich jetzt zum Übergang für eine Führungspersönlichkeit außerhalb des Sports aus, für die Organisation der Neuwahlen auf einem außerordentlichen Fifa-Kongress und die Umsetzung der Reformen innerhalb der korruptionsgeschädigten Fifa.

Vor dem Treffen der Exekutive am Montag warnte Al Hussein vor einer zu frühen Wiederwahl. "Kein Datum vor März 2016 ist passend", sagte Al Hussein. Schon im Dezember einen außerordentlichen Fifa-Kongress einzuberufen, wie unter anderem von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach gefordert, sei "unfair", da die Nationalverbände mehr Zeit bräuchten für eine mögliche Kandidatensuche. Ob er selber nochmals kandidieren werde, ließ Al Hussein offen.

aha/dpa/AP



insgesamt 20 Beiträge
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El_Brain 20.07.2015
1. Keine Lösung
Platini ist doch genauso korrupt und intrigant wie Blatter, man schaue sich nur das Management PSGs an und denkt dann über die Lockerung des Financial Fair Plays nach. Meine Wahl wäre entweder van Praag oder Figo.
defy_you 20.07.2015
2. So wird es auch kommen...
Platini wird gewählt werden. Und ändern wird sich nichts. Nicht umsonst hat Platinis Sohn einen Managementjob bei einem Ableger eines katarischen Staatsfonds bekommen. Oder glaubt allen ernstes jemand, dass das bloßer Zufall war?!?
ginotico 20.07.2015
3. Schade
Ich wünschte, er wäre kein Funktionär geworden. Denn ich bin alt genug, ihn als Fussballer in Erinnerung zu haben. Er war ein grandioser Spieler. Besser als der andere französische Weltklassemann Zidane. Eigentlich sollten die ehemaligen Klassefussballer die UEFA und FIFA besser führen als die Profifunktionäre. Aber das scheint nicht zu funktionieren. Siehe auch Beckenbauer.
KJB 20.07.2015
4. Vom Regen in die Traufe
Platini ist nicht der Mann für einen Neuanfang sondern steht für business as usual. Sein Sohn arbeitet für Katar bzw. PSG und hebelt das Financial Fairplay aus, sein Schwiegersohn bekommt Aufträge von der UEFA zugeschanzt usw. Die haben doch den Bezug zur Außenwelt komplett verloren.
fazil57guenes 20.07.2015
5.
Da wird der Bock zum Gärtner gemacht. Platini ist der korrupteste von all diesen Funktionären............
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