Auf HSV-Homepage Beiersdorfer verkündet Aus für Jansen und van der Vaart

Offenes Visier im Abstiegskampf: HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer hat auf der Internetseite des Klubs den Abschied von Marcell Jansen und Rafael van der Vaart verkündet. Auch Heiko Westermann wackelt.

HSV-Spieler Jansen, van der Vaart: "Keine Gespräche über Vertragsverlängerung"
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HSV-Spieler Jansen, van der Vaart: "Keine Gespräche über Vertragsverlängerung"


Es ist ein ungewöhnlicher Schritt zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt: Dietmar Beiersdorfer hat in einem Interview auf der vereinseigenen Webseite erstaunlich offen über Personalentscheidungen gesprochen - und dabei das Aus für Marcell Jansen (29 Jahre) und Rafael van der Vaart (32) verkündet. "Rafael und Marcell wissen, dass wir mit ihnen keine Gespräche über eine Vertragsverlängerung führen werden", so der Vorstandsvorsitzende des HSV.

Üblicherweise werden solche Entscheidungen in der Bundesliga gerne über lokale Boulevardmedien gestreut und dann unkommentiert gelassen. Beiersdorfer zeigt stattdessen klare Kante. Die damit verbundene Gefahr, dass diese Entscheidung die Spieler im Abstiegskampf frustriert, nimmt der ehemalige Profi dabei in Kauf: "Die Spieler haben uns versichert, dass der Klassenerhalt des HSV für sie oberste Priorität hat und sie diesem Ziel alles unterordnen werden."

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Mitten im Abstiegskampf verkündet HSV-Boss Beiersdorfer das Aus für Marcell Jansen und Rafael van der Vaart. Das finde ich...

Namentlich genannt werden in dem Interview auch Slobodan Rajkovic (26) und Heiko Westermann (31). Zur Zukunft des Abwehr-Duos sagt Beiersdorfer: "Bei Heiko und Slobodan ist das aktuell noch offen, da haben wir die Entscheidung vertagt und es den Spielern genau so mitgeteilt." Westermann ist bei einem Teil der Fans höchst umstritten. Der ehemalige Nationalspieler hatte die Kritik an ihm vor einigen Wochen mit einer Wutrede gekontert.

Für den einstigen Fan-Liebling van der Vaart lässt Beiersdorfer eine Hintertür offen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass dieser später in die Hansestadt zurückkehrt. "Rafael ist einer der besten und bedeutendsten Spieler der jüngeren HSV-Vergangenheit. Wir wollen ihm die Möglichkeit geben, nach seiner aktiven Karriere hierher zurückzukehren", so Beiersdorfer.

Der 51-Jährige appellierte nochmals an die Mannschaft: "Ich erwarte von jedem Einzelnen, dass er sich mit maximaler Professionalität und Hingabe den kommenden Aufgaben widmet. Der HSV gehört in die Bundesliga. Das müssen und werden wir jetzt unter Beweis stellen."

Nach 26 Spielen steht der Hamburger SV in der Tabelle mit 25 Punkten auf Relegationsplatz 16 vor dem SC Paderborn (24 Punkte) und dem VfB Stuttgart (23).

mig/sid

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insgesamt 51 Beiträge
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Seite 1
SirEdno ツ 28.03.2015
1. Beiersdorfer und CO sind der Grund ...
... warum der HSV sich immer wieder im unteren Teil der Tabelle befindet, schmeisst doch endlich mal nicht Trainer und Spieler sondern den BESCHISSENEN Vorstand raus!
Didis04 28.03.2015
2. Armutszeignis
Typisch HSV. Alles ehemalige Nationalspieler die beim Verein komplett abgebaut haben, die Liste ist ja mit Nicolai Müller, Adler, Holtby noch viel länger. Hoffe sie finden schnell einen vernünftigen neuen Verein - und der HSV steigt endlich ab, um sich vom Grunde auf neu zu finden. Vielleicht bedeuted das, dass sie 5-10 Jahre in der 2. Liga rumkrebsen, auf lange Sicht aber bestimmt heilsam für den HSV.
*Lionel_Hutz* 28.03.2015
3. Wenn es einen Fußballgott gibt
...muss der HSV absteigen. Diese arrogante Realitätsverklärung selbst nach der absurden Vorsaison in der man ohne eigenes Zutun den Klassenerhalt auf wundersame Weise überstand, muss endlich mal bestraft werden. Überhaupt mit 16! geschossenen Toren sich soviel Punkte ergaunert zu haben, spricht für den schrecklichen Fußball des HSV der letzten Jahre. Es ist einfach Zumutung und Katastrophe diese Mannschaft spielen zu sehen.
experte1305 28.03.2015
4. Beiersdorfer
zeigt damit nur seine Inkompetenz und Ratlosigkeit. Blanker Aktionismus eines Hasenhirns.
bumminrum 28.03.2015
5. der HSV
gehört in die 2. Liga.
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