Beschimpfung Kein Nachspiel für Matthäus

Der österreichische Ligaverband sieht von einer Strafe für Rapid Wiens Sportdirektor Lothar Matthäus ab, der einen dunkelhäutigen Spieler als "schwarze Sau" beleidigt haben soll.


Lothar Matthäus: Glück gehabt
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Lothar Matthäus: Glück gehabt

Wien - Wie der Strafsenat der österreichischen Fußball-Bundesliga mitteilte, sei der Fall Matthäus auf der Sitzung am Mittwoch kein Thema gewesen. Der 40-Jährige soll am vergangenen Wochenende im Punktspiel zwischen Rapid Wien und Salzburg den gegnerischen Profi Maynor Suazo aus Honduras nach einem schweren Foul angeschrieen haben: "Du schwarze Sau, du bringst meine Spieler um."

Der Schiedsrichter des Partie habe in seinem Spielbericht das umstrittene Zitat nicht erwähnt, erklärte der Ligaverband. Auch ein Salzburger Sportfunktionär, der den verbalen Ausrutscher des früheren deutschen Fußball-Nationalspielers gehört haben will, habe auf eine Anzeige verzichtet. Deshalb, so der Strafsenat, gäbe es keinen Grund sich mit dieser Sache weiter zu beschäftigen.

Dennoch muss Matthäus umgerechnet 4000 Mark Strafe zahlen. Der ehemalige Bayern-Profi war im Spiel der Aufforderung des Schiedsrichters, die Coaching-Zone zu verlassen, nicht nachgekommen. Rapid wird mit 50.000 Mark zur Kasse gebeten, weil aus dem Tribünenbereich der Wiener Fans ein aufgeklapptes Messer in den Salzburger Torraum geflogen war. Einen Protest der Gastmannschaft wies der Strafsenat zurück. Die Partie wird endgültig mit 1:0 für den Matthäus-Club gewertet.



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