Türkischer Fußball Zusammenstöße zwischen Polizei und Besiktas-Fans

Das erste Spiel im neuen Stadion von Besiktas Istanbul ist von Auseinandersetzungen zwischen heimischen Fans und der Polizei überschattet worden. Die Partie gewannen die Gastgeber dank zweier Treffer von Mario Gomez.

Auseinandersetzungen vor dem Besiktas-Stadion
DPA

Auseinandersetzungen vor dem Besiktas-Stadion


Vor dem Ligaspiel zwischen den türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul und Bursaspor ist es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Anhängern gekommen. Die Ordnungshüter setzten Tränengas und Wasserwerfer gegen Fans des Klubs des deutschen Nationalspielers Mario Gomez ein, die sich anlässlich der Einweihung des neuen Stadions vor der Arena versammelt hatten. Aus Reihen der Fans flogen wiederum Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte.

Die neue, 40.000 Sitzplätze umfassende Spielstätte des Süper-Lig-Spitzenreiters Besiktas war am vergangenen Sonntag offiziell von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan vor nahezu leeren Rängen eröffnet worden.

Mitglieder der Besiktas-Ultra-Gruppierung Carsi hatten 2013 eine Schlüsselrolle in einer Protestwelle inne, die Istanbul und später weitere Teile des Landes erfasste. 35 Carsi-Mitglieder wurden wegen eines angeblichen Putschversuches vor Gericht gestellt, im Dezember 2015 aber freigesprochen.

Die Partie gewann Besiktas 3:2 (1:1). Mario Gomez war es vorbehalten, das erste Tor im neuen Stadion zu erzielen (22. Minute). Zunächst glichen die Gäste durch Bakaye Traore (28.) aus. Doch Alexis Delgado (52.) und Gomez, der einen Elfmeter im Nachschuss verwandelte (57.), sorgten für die erneute Führung. Der eingewechselte Miroslav Stoch (70.) konnte nur noch verkürzen.

In der hitzigen Schlussphase sahen Besiktas-Profi Ricardo Quaresma und Bursaspors Hajime Hosogai jeweils die Gelb-Rote Karte (90.+7). Mit 66 Punkten baute der Tabellenführer den Vorsprung auf Verfolger Fenerbahce auf sechs Punkte aus. Am Mittwoch kann der Stadtrivale mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Galatasaray den Rückstand wieder verkürzen.

krä/cte/sid



insgesamt 2 Beiträge
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recepcik 11.04.2016
1. In der Türkei
Ist Sultan Erdogan allgegenwärtig . Er Richter, Arzt, Wissenschaftler, Imam, Polizeichef einfach ein Mann für alle Ämter. Eine Schande für den türkischen Fußball. Hätte Besiktas ihn nicht zur Einweihung eingeladen wäre die Meisterschaft futsch.
leave_in_silence 11.04.2016
2.
Besiktas, bleibt stark. Kämpft weiter gegen Erdowahn, den Medien-Gleichschalter.
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