Besuch im Bergwerk Schalke probt den Abstieg

Zurück zu den Wurzeln: Obwohl der FC Schalke nicht mehr viel mit einem Arbeiterverein gemeinsam hat, besuchte das Team von Trainer Mirko Slomka Kumpel unter Tage. Der Abstieg soll den Club zusammenschweißen und dafür sorgen, dass es in der Tabelle wieder aufwärts geht.


Gelsenkirchen - Die Profis des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 erlebten während einer vierstündigen Grubenfahrt auf dem Bergwerg Lippe in Gelsenkirchen, wie die Kumpel unter Tage arbeiten. 1200 Meter tief ging die Grubenfahrt zum Abbaubetrieb BH 773, wo die Stars des Vizemeisters den Bergleuten bei der Kohleförderung zusahen.

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Unter Tage: Kuranyi und seine schmutzigen Kumpel

"Das war hochgradig imposant und ein höchst gelungener Nachmittag", sagte Trainer Mirko Slomka, der mit insgesamt 21 Spielern in den Schacht Polsum eingefahren war. Auch die schwitzend und dreckig von der Schicht aufgetauchten Profis zeigten sich beeeindruckt. "Das war sehr interessant zu sehen, wie die Leute da unten arbeiten", so Nationalspieler Kevin Kuranyi.

"Respekt vor den Jungs, ich möchte das nicht jeden Tag machen", ergänzte Gerald Asamoah. Obwohl der FC Schalke längst ein Fußball-Konzern mit 100 Millionen Euro Umsatz im Jahr ist, bekennt sich der Club nach wie vor zu seiner Tradition. Ernst Kuzorrra, der bis heute berühmteste Sohn des früheren Arbeiterklubs, war wie viele seiner früheren Mitspieler Bergmann.



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