Betrugsverdacht Anzeige gegen Bayern-Star Ribéry

Ballkünstler unter Betrugsverdacht: Ein ehemaliger Berater hat laut "Bild"-Zeitung Strafanzeige gegen Franck Ribéry erstattet. Es soll um Falschaussage und Dokumentenfälschung gehen. Betroffen sollen auch Verantwortliche von Ribérys Ex-Club Olympique Marseille sein.


Hamburg - Der frühere Berater von Franck Ribéry, Bruno Heiderscheid, hat in Marseille Strafanzeige gegen den Bayern-Profi gestellt. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung. Die Anzeige, die bereits am 23. Oktober von Heiderscheid abgeschickt worden war, richtet sich auch gegen Ribérys ehemaligen Club Olympique Marseille. Außerdem reichte der Luxemburger Klage beim Fußball-Weltverband Fifa gegen Ribérys jetzigen Berater Jean-Pierre Bernès und Alain Migliaccio ein.

Bayern-Profi Ribéry: Anzeige wegen Falschaussage
DDP

Bayern-Profi Ribéry: Anzeige wegen Falschaussage

Heiderscheid, von 2005 bis 2007 Berater des Franzosen, hatte bereits vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas in Lausanne geklagt. Es geht um 600.000 Euro, die Olympique Marseille Ribéry überwiesen haben soll. Nach Ansicht von Heiderscheid hätte aber ihm das Geld als Vermittlungsprovision für den Wechsel des Mittelfeldspielers von Galatasaray Istanbul zu dem französischen Erstligisten im Jahr 2005 zugestanden. Der Cas wies die Klage jedoch im April dieses Jahres zurück.

Heiderscheids neuer Vorwurf lautet nun, dass der Cas aufgrund einer Falschaussage und einem gefälschten Dokument von Ribéry und den Olympique-Verantwortlichen zu seinem Urteil gelangt sei.

Außerdem soll Heiderscheid Anspruch auf zehn Prozent der Ablösesumme von 25 Millionen Euro, die beim Ribéry-Wechsel zum FC Bayern München geflossen sein sollen, erheben. Dieses habe ihm der 25-Jährige in einem handschriftlichen Vertrag zugesichert, sagte der Ex-Berater.

mti



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