Diskriminierende Gesänge Bewährungsstrafen für italienische Clubs

Im italienischen Fußball wird nicht nur gegen rassistische Ausfälle vorgegangen - sondern auch gegen Schmähungen gegen andere italienische Landesteile. Vier Vereine hat das Sportgericht des Verbandes jetzt auf Bewährung zur Schließung der Fankurven verurteilt. Das Strafsystem ist gerade erst reformiert worden.
Spiel Inter gegen Turin: Schmähungen gegen andere Landesteile

Spiel Inter gegen Turin: Schmähungen gegen andere Landesteile

Foto: Di Marco Andrea/ dpa

Hamburg - Das Sportgericht des italienischen Fußballverbandes (FIGC) hat für die Serie A-Klubs AS Rom, AC Mailand, Inter Mailand und FC Turin die Schließung der Fankurve für ein Match beschlossen. Die Fans der Vereine hatten sich am Wochenende mit Chören und Slogans für "territoriale Diskriminierung" verantwortlich gemacht.

Aufgrund einer in der vergangenen Woche eingeführten Reform des Strafsystems wird die verhängte Strafe ein Jahr lang zur Bewährung ausgesetzt und nur dann Anwendung finden, wenn die Fans erneut durch diskriminierende Vorfälle auffällig werden.

Die FIGC geht mittlerweile nicht nur gegen rassistische Vergehen vor, sondern bestraft auch Schmähungen gegen andere italienische Landesteile.

buc/sid
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