Bochum - Rostock 1-2 Hansa erneut mit Auswärtssieg

Sie siegten in dieser Saison schon in Leverkusen und bei Bayern München. Da kam der 2:1-Auswärtssieg von Hansa Rostock beim VfL Bochum nicht völlig überraschend.


Bochums Sergej Mandreko grätscht gegen den Rostocker Christian Brand
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Bochums Sergej Mandreko grätscht gegen den Rostocker Christian Brand

Bochum - Hansa Rostock hat in der Fußball-Bundesliga seinen neu gewonnenen Ruf als Auswärtsschreckgespenst verteidigt. Die Elf von Trainer Friedhelm Funkel feierte bei Aufsteiger VfL Bochum mit einem schmeichelhaften 2:1 (0:0) den dritten Auswärtssieg in Folge und festigte seinen Mittelfeldplatz. Die Hausherren verpassten die versprochene Wiedergutmachung für das 0:2 in der Vorwoche beim 1. FC Köln und spüren nach der zweiten Niederlage in Folge wieder die Abstiegsplätze im Nacken.

Stürmer Achim Weber hatte den VfL Bochum in der 56. Minute in Führung geköpft. Der frühere Oberhausener, der in der ersten Halbzeit den Beweis für seine Erstligatauglichkeit vermissen ließ, versenkte eine Flanke per Flugkopfball zum 1:0 ins Netz. Die Flanke hatte der überragende Sebastian Schindzielorz geschlagen. Für die Gäste, die in acht Spielen zuvor erst vier Treffer erzielt hatten, nutzte der Schwede Magnus Arvidsson eine der wenigen Chancen zum glücklichen Ausgleich (67.). Dort, wo Hansa am 29. Mai 1999 mit einem 3:2-Erfolg den Klassenerhalt in der Bundesliga sicherte, sorgte der eingewechselte Jugoslawe Kreso Kovacec mit seinem ersten Saisontor für den Bochumer K.o. (79.).

Die beiden schlechtesten Angriffsreihen der Bundesliga lieferten in der ersten Halbzeit ausreichend Beweise, dass sie ihren Titel zu Recht tragen. Die wenigen hochkarätigen Torchancen wurden auf beiden Seiten kläglich vergeben. Allen voran der Kroate Marijo Maric, der mit bislang drei Treffern die interne Torschützenliste des VfL anführt: Die größte seiner Chancen vergab der Stürmer nach 34 Minuten, als er alleinstehend einen Querpass von Weber nicht im Tor versenken konnte.

Auf der anderen Seite kamen die Hansa-Stürmer vor der Pause praktisch überhaupt nicht zum Zug. Die erste echte Bewährungsprobe hatte VfL-Torwart Rein van Duijnhoven nach der Pause zu bestehen, als er in der 47. Minute eine Rückgabe von Kapitän Mirko Dickhaut von der Linie kratzte.

Als der VfL scheinbar das Kommando übernommen hatte, wurde er eiskalt erwischt. Der eingewechselte Kreso Kovacec versetzte den Hausherren mit seinem ersten Saisontor einen derben Tiefschlag.

Von Marcel Grzanna, sid



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