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BVB-Erfolg gegen Hoffenheim Gündogan schießt Dortmund zum Sieg

Als hätte es die Krise nie gegeben: Borussia Dortmund hat die TSG Hoffenheim bezwungen. Der BVB begeisterte mit offensivem Fußball, nur im Abschluss zeigte er Schwächen. Vor dem Anpfiff hatte Trainer Jürgen Klopp mit einem Wechsel überrascht.

Hamburg - War das der Befreiungsschlag? Borussia Dortmund hat am 14. Bundesligaspieltag seinen vierten Sieg gefeiert. Gegen Hoffenheim gewannen die Gastgeber 1:0 (1:0) und vergaben etliche Gelegenheiten auf ein zweites Tor. Ilkay Gündogan erzielte den Siegtreffer (17. Minute).

Durch den Erfolg hat sich der BVB vom 18. auf den 14. Platz verbessert. Allerdings könnte er im Laufe des Spieltags bei entsprechenden Resultaten der Konkurrenz wieder auf den letzten Rang zurückfallen.

"Vor dem Spiel war richtig Druck auf dem Kessel. Aber insgesamt war es ein verdienter Sieg und vor allem in der 2. Halbzeit eine tolle Leistung", sagte BVB-Manager Michael Zorc bei Sky: "Wir haben zwei Heimspiele in Folge gewonnen, jetzt müssen wir auch auswärts mal was holen."

Vor dem Anpfiff hatte BVB-Trainer Jürgen Klopp für eine Überraschung gesorgt, indem er vier Weltmeister auf die Bank setzte - darunter Roman Weidenfeller. Für den Stammtorwart begann Mitchell Langerak (26). Dass der Wechsel der Borussia effektiv genutzt hätte, ließ sich allerdings kaum feststellen: In der gesamten Partie bekam der Australier keinen gefährlichen Ball aufs Tor.

Langeraks Vorderleute überzeugten hingegen über weite Strecken. Zwar spielten die Borussen vor allem in der Anfangsphase hektisch. Doch über die rechte Seite, wo Lukasz Piszczek und Pierre-Emerick Aubameyang kaum zu halten waren, wirkte der BVB gefährlich.

Flanke Aubameyang, Kopfball Gündogan, Tor

So war es keine Überraschung, dass die Führung über den rechten Flügel vorbereitet wurde: Piszczek spielte Aubameyang frei, die Flanke des Gabuners landete am zweiten Pfosten beim ungedeckten Gündogan, der per Flugkopfball das 1:0 erzielte. Für den lange verletzten Mittelfeldspieler war es das erste Tor seit seinem Treffer beim Supercup-Triumph über den FC Bayern im Juli 2013.

Die Führung beruhigte die Nerven der BVB-Profis spürbar; je länger die Partie fortschritt, desto präziser gelangen die Aktionen. Ausdrücklich davon ausgenommen: der Abschluss.

So erspielte sich Dortmund speziell nach der Pause etliche Chancen, das zweite Tor wollte aber nicht fallen. Henrich Mchitarjans Versuch wurde geblockt (51.), Gündogan verfehlte freistehend (60./83.), und insbesondere Aubameyang hätte für die Entscheidung sorgen müssen. Zweimal scheiterte der Angreifer an starken Paraden von 1899-Keeper Oliver Baumann (61./75.). Selbst als Aubameyang genau genug gezielt hatte, blieb ihm ein Tor verwehrt, weil ihn Schiedsrichter Felix Zwayer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zu Unrecht zurückpfiff (52.).

Auch Adrián Ramos (62.) und Mats Hummels (63.) verpassten es, die Freiräume zu nutzen, die die Defensive der TSG anbot.

Und Hoffenheim? Blieb harmlos. Die einzig nennenswerte Chance vergab Sebastian Rudy per Freistoß (47.). Seinen Schuss klärte Hummels, indem er sich aus der Mauer löste und vor dem eigenen Tor per Kopf den möglichen Ausgleich verhinderte.

Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim 1:0 (1:0)
1:0 Gündogan (17.)
Dortmund: Langerak - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Sven Bender, Kehl - Aubameyang (90.+2 Immobile), Gündogan (90.+1 Ginter), Mchitarjan - Ramos (83. Großkreutz)
Hoffenheim: Baumann - Beck, Süle, Bicakcic, Kim - Schwegler (78. Salihovic), Polanski - Volland, Rudy (78. Elyounoussi) - Schipplock (46. Modeste), Firmino
Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 80.667 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Kehl, Ramos - Süle, Schwegler (2), Salihovic, Polanski (4)
Torschüsse: 19 / 6
Ballbesitz: 54 / 46 %

Foto: Andreas Gebert/ picture alliance / dpa
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