Fußball-Bundesliga Dortmund kassiert zwei Minuten vor Schluss den Ausgleich in Frankfurt

Es sah nach dem nächsten Erfolg für Borussia Dortmund aus: Aber gegen Eintracht Frankfurt unterlief Thomas Delaney dann doch noch ein Eigentor in der 88. Minute. Damit muss der BVB den FC Bayern passieren lassen.

Dortmund spielte am Ende nur 2:2 gegen Frankfurt
Uwe Anspach / DPA

Dortmund spielte am Ende nur 2:2 gegen Frankfurt


Borussia Dortmund hat den Sprung zurück auf Tabellenplatz zwei in der Bundesliga und damit wieder vorbei am FC Bayern München verpasst. Der BVB musste am 5. Spieltag bei Eintracht Frankfurt in der 88. Minute den Ausgleich hinnehmen. Ein Eigentor von Thomas Delaney sorgte für das 2:2 (1:1).

Axel Witsel hatte die Dortmunder in Führung gebracht (11. Minute), aber Frankfurts Zugang André Silva glich kurz vor der Pause aus (43.). Witsel, der beste Dortmunder auf dem Feld, legte dann auch das 2:1 durch Jadon Sancho auf (66.). Doch Delaney unterlief kurz vor Schluss noch das Eigentor.

Dortmund rutscht damit auf Platz drei in der Tabelle ab. Am Spieltag zuvor hatte der BVB noch 4:0 gegen Leverkusen gewonnen und unter der Woche in der Champions League 0:0 gegen Barcelona gespielt. Frankfurt schafft nach dem 0:3 gegen den FC Arsenal am Donnerstag in der Europa League einen Erfolg - bleibt durch das Remis aber auf Rang neun.

Silva erzielt erstes Tor für die Eintracht

Fast eine Hälfte lang hatte der BVB die Partie im Griff. Witsel gelang früh das 1:1 (11.). Der Belgier verwandelte eine Hereingabe von Thorgan Hazard, zuvor war Sancho noch an Eintracht-Keeper Kevin Trapp gescheitert. Für den defensiven Mittelfeldspieler Witsel war es nach zwei Vorlagen gegen Augsburg (5:1) am ersten Spieltag bereits die dritte direkte Torbeteiligung in dieser noch jungen Spielzeit. Und die vierte sollte folgen.

Paco Alcácer hätte auf 2:0 für den BVB erhöhen können, aber Trapp parierte den Versuch des Spaniers (37.).

Die Dortmunder hatten zwar 66 Prozent Ballbesitz in Hälfte eins, aber Frankfurt glich mit der ersten guten Gelegenheit aus: Djibril Sow brach auf der linken Dortmunder Abwehrseite durch und legte denn Ball zurück, André Silva drosch ihn aus zehn Metern unter die Latte zum 1:1 (43.). Der 23-Jährige war am 1. September, dem letzten Tag der Sommer-Transferperiode, erst als Ersatz für den kroatischen Vizeweltmeister Ante Rebic vom AC Mailand ausgeliehen worden. Das Tor gegen den BVB war der erste Pflichtspieltreffer des Portugiesen für die Eintracht.

Sancho staubt ab

Der BVB kam mit Elan aus der Pause, aber wieder scheiterte Sancho am starken Trapp. Dann verflachte die Partie, bis Witsel und Alcácer an einer Flanke knapp vorbeirutschten (64.). Zwei Minuten später führten die Dortmunder wieder. Und erneut war Witsel direkt beteiligt: Einen Freistoß von Raphaël Guerreiro aus 18 Metern konnte Trapp nicht weit genug nach außen fausten. Witsel nahm den Abpraller auf und legte klug auf Sancho am zweiten Pfosten. Der Engländer schob das Spielgerät zum 2:1 über die Linie (66.).

Frankfurt reagierte wütend: Filip Kostic und der eingewechselte Daichi Kamada hatten Schusschancen, nutzten sie aber nicht. Kamada hatte dann auch noch eine prächtige Konterchance, aber Manuel Akanji warf sich rechtzeitig in den Schuss des Japaners.

Kurz vor Schluss aber glich Frankfurt doch noch aus: Kamada schoss aus spitzem Winkel und Dortmunds Thomas Delaney drückte den Ball zum 2:2-Endstand ins eigene Tor.

Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 2:2 (1:1)
0:1 Witsel (11.)
1:1 Silva (43.)
1:2 Sancho (66.)
2:2 Delaney (88. Eigentor)
Frankfurt: Trapp - Hasebe, Hinteregger, Toure (83. Chandler) - Fernandes - Durm, Sow, Kohr (67. Kamada), Kostic - Paciência (79. Dost), Silva
Dortmund: Bürki - Hakimi, Akanji, Hummels (63. Zagadou), Guerreiro - Witsel, Delaney - Sancho (72. Brandt), Reus, Hazard, Alcácer (76. Götze)
Gelbe Karten: Toure, Chandler - Hummels, Hakimi
Schiedsrichter: Markus Schmidt
Zuschauer: 51.000

mey



insgesamt 15 Beiträge
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retterdernation 22.09.2019
1. Nicht an Bayern vorbei gezogen
ist die Antwort - auf eine Frage in einer der Headlines hier. Tapfere Frankfurter erkämpfen sich das verdiente 2:2. Und bestätigen meine Einschätzung. Leipzig und München werden mutmaßlich um den Titel kämpfen. Dortmund das 3.Rad der Liga spielen und nur ganz vielleicht, den Zweikampf zum Dreikampf zu machen. Natürlich sind die Frankfurter Würstchen auch nicht zu unterschätzen. Auch wenn es nicht mehr ganz so fantastisch läuft wie in der vergangenen Saison, kann es bei der Eintracht noch immer gut laufen. Da man einige Kräfte in der EL schonen konnte, bei der deutlichen Niederlage, indem man rechtzeitig runter schalten konnte, reichten die Kräfte heute für Dortmund. Was großen Respekt verdient.
blueeye2001 22.09.2019
2.
"Damit muss der BVB den FC Bayern passieren lassen." Bayern hatte sein Spiel bereits gestern gewonnen, also lagen sie auch heute vor dem heutigen Spiel vor dem BvB. Die zwischenzeitliche Führung des BvB hatte keine Relevanz, da erst abgewartet werden muss, bis das Spiel des BvB abgepfiffen ist. Apropos: Tolles Spiel der SGE!
immerfroh 22.09.2019
3.
Der BVB ist momentan viel weiter von der Tabellenspitze entfernt als diese 3 Punkte suggerieren. Das war zum wiederholten Mal nach Berlin ein biederer, lustloser Auswärtsauftritt. Bei allem Respekt gegenüber der Eintracht, aber mit diesem Kader kann man so nicht auftreten. Den Frankfurtern merkt man immer wieder diesen enormen Aderlass zu Saisonbeginn an. Abstimmungsprobleme und Fehlpässe sind das Ergebnis. Um so unerklärlicher, das die Schwarzgelben nach den Führungen in Lethargie verfallen. Es ist sicher noch zu früh auf einen Abgesang auf den Titelkampf aber so wird man weiter an Boden verlieren.
skeptikerjörg 22.09.2019
4. Deja vue
Wie schon am Dienstag, wer seine klaren Chancen nicht nutzt, schaut am Ende in die Röhre. Und ein überwunden geglaubtes Problem ist auch wieder da: Vor beiden Frankfurter Toren können Sow bzw. Chandler unbedrängt und mit reichlich Platz von außen vorbereiten; AV viel zu weit vom Mann entfernt. Ok, noch nicht viel passiert, 5. Spieltag, 3 Punkte auf Leipzig, einer auf Bayern, aber hätte nicht sein müssen.
pdqbach2005 22.09.2019
5. Mit dem Punkt kann ich leben, mit dem Freistoß eher nicht
Die Eintracht hat mir heute nicht gut gefallen, Dortmund war lange deutlich besser und deshalb auch sehr verdient vorne. Der Ausgleich vor der Pause war glücklich, den Freistoß, den Alcacer gezogen hat, finde ich fragwürdig.
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