Trainersuche in Dortmund Favre darf nicht zum BVB

Lucien Favre wird nicht Nachfolger von Thomas Tuchel bei Borussia Dortmund. Der Verein des Schweizers hat die Freigabe verweigert. Kommt stattdessen der Meistertrainer aus den Niederlanden?

Lucien Favre
imago/ PanoramiC

Lucien Favre


Er wollte zwar, darf aber nicht. Lucien Favre muss vorerst bei OGC Nizza bleiben und wird nicht neuer Trainer von Borussia Dortmund. Das bestätigte Favres Berater Reza Fazeli gegenüber der "Sport Bild". "Das Heft ist für diesen Sommer damit geschlossen", sagte Fazeli. "Lucien Favre hat dem BVB keine Absage erteilt. Fakt ist, dass Nizza keinesfalls mehr gesprächsbereit war. Das mussten wir akzeptieren. Warten wir ab, was in Zukunft passieren wird."

Favres Vertrag beim französischen Erstligisten läuft bis Juni 2019. Nach Informationen der "Rheinischen Post" sei der BVB bereit gewesen, bis zu zehn Millionen Euro Ablöse für Favre zu zahlen. Trotzdem verweigerte Nizza die Freigabe. "Diese Entscheidung ist eindeutig und unumstößlich", teilte OGC mit. "Sie wurde Borussia Dortmund mitgeteilt. Und natürlich hat auch Lucien Favre sie verstanden und akzeptiert. Das Thema ist beendet." Der BVB war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Seit der Entlassung Thomas Tuchels kurz nach dem Gewinn des DFB-Pokals sucht die Borussia einen geeigneten Nachfolger. Paulo Sousa (AC Florenz), Peter Bosz (Ajax Amsterdam), Peter Stöger (1. FC Köln) und David Wagner (Huddersfield Town) werden als mögliche Kandidaten gehandelt.

"Wichtig ist uns grundsätzlich immer, dass sich der Trainer komplett auf den BVB einlässt und mit uns gleichgerichtet die Strategie entwickelt. Wichtig ist uns auch, dass wir mit einer Sprache sprechen", hatte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc in einem Interview mit dem "Kicker" gesagt.

Möglicherweise ist der Tuchel-Nachfolger schon gefunden. Wie die französische "'L'Équipe" berichtet, soll es eine Einigung zwischen dem BVB und Giovanni van Bronckhorst geben, der gerade Feyenoord Rotterdam zur ersten niederländischen Meisterschaft seit 1999 geführt hat. Weder Trainer noch Verein haben diese Meldung aber bisher bestätigt.

mmm/sid/dpa



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