Remis gegen Werder Bremen Götzes Treffer reicht Dortmund nicht zum Sieg

Der BVB hat in der Bundesliga erneut Punkte verloren. Nach dem 2:2 gegen Werder Bremen liegen die Dortmunder in der Tabelle nur auf Rang sieben - zwei Punkte hinter dem FC Schalke.

Marco Friedl (r.) sichert Werder Bremen einen Punkt in Dortmund
Bernd Thissen/DPA

Marco Friedl (r.) sichert Werder Bremen einen Punkt in Dortmund


Borussia Dortmund hat es verpasst, mit einem Heimsieg den zweiten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga zu erobern. Der BVB kam gegen Werder Bremen zu einem 2:2 (2:1)-Unentschieden und liegt in der Tabelle mit nun elf Punkten auf Rang sieben. Tabellenführer ist der FC Bayern, knapp vor Leipzig und Dortmunds Erzrivalen FC Schalke. Bremen ging durch ein Tor von Milot Rashica früh in Führung (7. Minute), doch Mario Götze (9.) und Marco Reus (41.) drehten mit ihren Kopfballtoren das Spiel zunächst vor dem Pausenpfiff. Marco Friedl glich aus (56.) und sicherte den verletzungsgeplagten Bremern einen wichtigen Punkt.

Götze stand erstmals in dieser Saison in der Startformation des BVB, Trainer Lucien Favre hatte im Hinblick auf das -Champions League-Spiel gegen Slavia Prag am Mittwoch (18.55 Uhr Liveticker DER SPIEGEL) auf den bisher gesetzten Stürmer Paco Alcácer verzichtet. Zudem waren die angeschlagenen Mats Hummels und auch Raphael Guerreiro sowie Thomas Delaney nicht in der Startelf.

Favre muss sich seit Wochen zur Situation von Götze äußern. Der Vertrag des Weltmeisters von 2014 läuft am Ende der Saison aus und bisher war er nur in den Spielen gegen Augsburg und Frankfurt eingewechselt worden. Ob Götze weiter beim BVB bleiben wird, ist unklar, eine Vertragsverlängerung ist aus Sicht des Klubs wohl nur denkbar, wenn Götze zu Gehaltseinbußen bereit ist. Gegen Bremen wurde mal wieder deutlich, dass Götze kein klassischer Angreifer ist, der nur auf seine Chancen lauert. Er nimmt am Spiel teil, lässt sich fallen und hat deutlich mehr Ballkontakte als Alcácer.

Die Dortmunder Torschützen Marco Reus (l.) und Mario Götze
SASCHA SCHUERMANN/AFP

Die Dortmunder Torschützen Marco Reus (l.) und Mario Götze

Dortmund kam in der ersten Hälfte auf über 70 Prozent Ballbesitz, tat sich zunächst aber schwer. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld spielte Davy Klaassen einen Pass in die Spitze zu Rashica und der nach Verletzung zurückgekehrte Stürmer traf unhaltbar für Torhüter Roman Bürki mit einem Flachschuss ins linke Eck. Werder hätte diese Führung gern länger gehalten, doch Götze nutzte direkt seine erste Torchance zum Ausgleich: Michael Lang stand bei einer Flanke aus dem Halbfeld von Lukasz Piszczek schlecht und so konnte Götze einköpfen. Das 2:1 fiel nach einem ähnlichen Muster, diesmal flankte Thorgan Hazard, Reus löste sich von Christian Groß und erneut schlug der Ball im langen Eck ein.

Es bleibt aber dabei: Der BVB hat große Probleme in der Verteidigung von Standardsituationen. Einen Eckball des ehemaligen Dortmunders Nuri Sahin verlängerte Joshua Sargent und am zweiten Pfosten köpfte Abwehrspieler Friedl freistehend ein. Favre wechselte Julian Brandt und Alcácer ein und erhöhte so den Druck auf die Bremer Defensive. Doch Werder verteidigte stark, spielte selbst mutig nach vorne und hatte Chancen zum Sieg.

Borussia Dortmund - Werder Bremen 2:2 (1:1)
0:1 Rashica (7.)
1:1 Götze (9.)
2:1 Reus (41.)
2:2 Friedl (56.)
BVB: Bürki - Piszczek, Weigl, Akanji, Hakimi - Dahoud (67. Brandt), Witsel - Sancho (80. Guerreiro), Reus, Hazard - Götze (72. Alcácer)
Werder: Pavlenka - Gebre Selassie, Groß, Friedl - Sahin - Lang, M. Eggestein, Klaassen, Bittencourt (82. J. Eggestein) - Sargent (88. Pizarro), Rashica (73. Goller)
Schiedsrichter: Aytekin
Gelbe Karten: Weigl
Zuschauer: 81.365

krä



insgesamt 89 Beiträge
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Seite 1
Rhinkiekerrees@gmail.com 28.09.2019
1. Favre ist ein Analyst
Aber er kann nicht motivieren wie andere Trainer
minga1972 28.09.2019
2. Wird wohl nichts...
... mir dem angekündigten und von SPON so herbeigesehnten und -geschriebenen Durchmarsch zur Meisterschaft.
doppelnass 28.09.2019
3. Unken
Tja. Es reicht nicht, alles zu kaufen, was da ist. Es muss auch zusammen passen. Und das scheint offenbar nicht zu sein. Bayern dagegen wirkt sehr geschlossen und wie eine sehr homogene Mannschaft. Pavard küsst Lewa auf den Kopf. Die Qualität einer Mannschaft hat halt nichts damit zu tun, ob man früh oder spät kauft.
troihmel 28.09.2019
4. Uff
Die junge Hoffnung des deutschen Fußballs bekommt den nächsten Dämpfer. Wenn da mal nicht die selbst gesteckten Saisonziele in Gefahr geraten. Bin mal gespannt wie lange sich Favre noch halten kann.
marcuhlig 28.09.2019
5.
die Bayern spielen mäßig und sind dennoch Spitzenreiter, der BVB im bedeutungslosen Mittelfeld. Da lagen Forist O und ich aber gründlich daneben mit unseren Prognosen für diese Saison. mich freuts zwar, nur ahne ich schlimmes was die Auftritte deutscher Vereine auf der europäischen Bühne betrifft. ich hoffe ich liege diesbezüglich erneut komplett daneben.
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