BVB-Boss Watzke zu Wechsel-Spekulationen Real-Interesse an Haaland »verbürgt«

Erling Haaland zieht es weiter – kann der BVB den Stürmer trotzdem halten? Das konnte Hans-Joachim Watzke nicht sagen. Zur Niederlage in Berlin hatte der BVB-Boss eine deutlich klarere Meinung.
Begehrter Stürmer: Erling Haaland

Begehrter Stürmer: Erling Haaland

Foto: Boris Streubel / Getty Images

Hans-Joachim Watzke hofft weiterhin auf den Verbleib von Stürmerstar Erling Haaland bei Borussia Dortmund über den Sommer hinaus. »Es kann sein, dass Erling geht, es kann sein, dass er bleibt«, sagte der BVB-Geschäftsführer beim TV-Sender Bild. Vor »ein paar Tagen« habe er »ein sehr gutes Gespräch« mit Haalands Berater Mino Raiola geführt: »Das war relativ freundlich.« Er wisse aber auch, dass sich etliche Spitzenklubs um den Torjäger bemühen, so Watzke weiter.

Das große Interesse des spanischen Rekordmeisters Real Madrid sei sogar »verbürgt«, sagte Watzke. »Ich glaube, dass er in Spanien größeren Anklang finden würde. In England wird ein anderer Fußball gespielt.« Er glaube aber, dass »es ihm guttut, wenn er in der Bundesliga bleibt«, sagte Watzke, der weitere Gespräche ankündigte.

Möglicherweise werde der BVB »dann auch 2,50 Euro mehr« zahlen, damit Haaland bleibt. »Ich kämpfe für Erling mindestens genauso sehr für den BVB wie für die Bundesliga«, sagte Watzke, der künftig auch als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Fußball Liga (DFL) fungiert. In Europa spreche ihn jeder auf den 21-Jährigen an.

Haaland steht bis 2024 in Dortmund unter Vertrag, könnte aber offenkundig nach Saisonende eine Ausstiegsklausel ziehen. Sogar über einen Wechsel im Winter war zuletzt spekuliert worden. Das aber schloss der BVB bereits aus.

»Drecksspiel«

Nach der 2:3-Niederlage des BVB bei Hertha BSC, bei der auch Haaland kaum in Erscheinung getreten war, schien die Laune beim BVB-Boss ohnehin nicht die Beste. Es sei ein »Drecksspiel« gewesen, sagte Watzke und meckerte über den »unwürdigen« Platz im Berliner Olympiastadion: »Deswegen haben wir nicht verloren. Aber es war eine Lehmwiese, und dann spielst du auch so.«

Die durchwachsene Hinrunde der Bayern-Jäger bilanzierte Watzke nur knapp. Das Abschneiden in der Bundesliga sei »okay«, das Aus in der Champions League hingegen »nicht okay«. Tatsächlich betrug der Rückstand der Dortmunder auf den Rekordmeister aus München noch Anfang Dezember nur ein Punkt. Zwei Wochen später ist dieser auf neun angewachsen. Zweifel an Trainer Rose gibt es dennoch keine. »Er macht das gut und hat die komplette Rückendeckung, das komplette Vertrauen.«

sak/sid/dpa