Neuer Ausrüstervertrag Dortmund soll künftig 30 Millionen Euro im Jahr kassieren

Lukrativer Deal für den BVB: Der Klub hat seinen Vertrag mit Ausrüster Puma verlängert und soll dafür insgesamt 250 Millionen Euro einnehmen. Mehr bekommt in der Bundesliga nur der FC Bayern.

Dortmunds Mats Hummels (l), Nico Schulz: In Sachen Einnahmen die Nummer zwei hinter dem FC Bayern
Martin Meissner / AP

Dortmunds Mats Hummels (l), Nico Schulz: In Sachen Einnahmen die Nummer zwei hinter dem FC Bayern


Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund und Sportartikelhersteller Puma haben sich auf einen neuen, langjährigen Ausrüstervertrag geeinigt. Der Vertrag sei bis zum Jahr 2028 verlängert worden, teilte der Klub mit. Der Deal bringt den Dortmundern nach Medienberichten etwa 30 Millionen Euro pro Jahr, insgesamt 250 Millionen Euro bis 2028. Zuvor hatten bereits der "Kicker" und die "Ruhr Nachrichten" über die Einigung berichtet.

Für den BVB würde das deutlich höhere Einnahmen bedeuten als bislang. Der alte Ausrüstervertrag soll dem Klub rund zehn Millionen Euro pro Spielzeit eingebracht haben. Dortmund wollte die spekulierten Zahlen nicht kommentieren.

Der Ausrüstervertrag dürfte der zweitlukrativste der Bundesliga sein. 2015 hatte der FC Bayern München seinen Vertrag mit Adidas bis 2030 verlängert, angeblich sollte der Klub dafür 900 Millionen Euro kassieren. Das würde 60 Millionen Euro pro Saison entsprechen, also doppelt so viel wie beim BVB.

Die Borussia und das Unternehmen arbeiten seit 2012 zusammen, mittlerweile hält Puma fünf Prozent der Klubaktien. Der ursprüngliche Vertrag hatte noch eine Gültigkeit bis 2022.

mon/dpa/sid



insgesamt 22 Beiträge
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wi_hartmann@t-online.de 21.11.2019
1. "Lukrativer Deal"
Ob diese Geldverschwendung auf Sicht die Bundesliga attraktiver machen wird, ist mit einem großen Fragezeichen zu versehen. Wenige geldgierige Spitzenprovis samt Beratern kassieren heute schon astronomische Summen. Bis auf 2-3 Clubs wird der Rest der BL ein Schattendasein führen und zur Komparserie verurteilt zu sein.
timtom2222 21.11.2019
2.
Mir fehlt in diesem Bericht wie viel Puma durch Fanartikel refinanziert.
Papazaca 21.11.2019
3. Wieder mal eine Frechheit.....
das die Bayern das Doppelte kassieren ....lach .... Sind die denn doppelt so gut wie der BVB? Man kann auf den FC Hollywood nur sauer sein. Jetzt mal im Ernst: Ist schon ok. Adidas und Puma werden das Geld schon nicht verschenken, das muß sich rechnen. Aber zeigt auch, wie schwer es für die kleinen Vereine ist, weiter nach vorne zu kommen. Deshalb habe kleinere Vereine wie Freiburg meine volle Sympathie.
spon_2956127 21.11.2019
4. Nun, ...
Zitat von timtom2222Mir fehlt in diesem Bericht wie viel Puma durch Fanartikel refinanziert.
... die Zahlen sind zumindest überschlägig zu ermitteln. Haupteinnahmequelle ist dabei der Trikotverkauf, der beim BVB zuletzt bei rund 600-700.000 Trikots pro Jahr gelegen haben dürfte (ab Sommer wurden laut Medienberichten monatlich rund 60.000 Trikots verkauft). Werden die Trikots über die eigenen Fanshops vertrieben (das wird die große Masse sein) , bleiben branchenüblich maximal 20-30 % Marge beim Verein, geht es über andere Vertriebswege - entweder Puma direkt oder über Zwischenhändler, verbleiben nur etwa 7-10 % beim Klub. An einem 100 Euro-Trikot dürfte Puma also regelmäßig zwischen 60-70 Euro verdienen. Macht beim Fall des BVB für Puma somit einen Jahresumsatz von fast 40 Millionen. Hinzu kommen noch andere Fanartikel wie Schals etc., man kann also sicher sein, dass das BVB-Engagement für den Sportartikelhersteller bestimmt kein Verlustgeschäft ist.
ALEMANNE2 21.11.2019
5. "Traditionsklubs" vs. "Retortenclubs"
An diesem Beispiel zeigt sich in deutlicher Weise die Doppelmoral derer, welche permanent auf die Existenz der sog. Retortenclubs schimpfen. Ich denke nicht, dass die jährlichen Zahlungen der Förderer bzw. Eigentümer der Clubs Leverkusen (Bayer), Hoffenheim (Hopp) oder Leipzig (RB) die hier genannten Beträge übertreffen. Im Prinzip sind das Sponsoren wie jeder andere. Oder glaubt hier jemand ernsthaft, dass z.B. Rudi Völler als Sportchef bei sog. "Werksclub" Bayer Leverkusen einfach beim Vorstand des Bayer Konzerns vorstellig wird, um zu sagen: "Uns fehlen 10 Milliönchen, bitte schießt uns das Geld kurzfristig zu". Nein, bei einem börsennotierten Konzern funktioniert das etwas anders, und auch Herr Hopp fördert sehr gezielt und nicht nach dem Gießkannenprinzip.
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