SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

28. Oktober 2015, 22:34 Uhr

DFB-Pokal

Gladbach siegt schon wieder gegen Schalke

Erst drei Tage ist der 3:1-Sieg von Mönchengladbach in der Bundesliga her. Jetzt hat die Borussia schon wieder gegen Schalke gewonnen, diesmal im DFB-Pokal. Einen Lichtblick gab es für den VfB Stuttgart.

Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach 0:2 (0:1)

Drei Tage nach dem 3:1 in der Bundesliga gewann Borussia Mönchengladbach auch das "Rückspiel" im Pokal. Schalke musste auf Johannes Geis verzichten, der nach seinem Foul an André Hahn für fünf Spiele gesperrt wurde. Auch Keeper Ralf Fährmann musste aufgrund einer Erkrankung kurzfristig passen und wurde von Michael Gspurning vertreten. Der Österreicher kam damit mit 34 Jahren zu seinem Pflichtspieldebüt für den Klub.

Die Gastgeber waren in der ersten Hälfte das klar bessere Team, konnten ihre zahlreichen Torchancen aber nicht nutzen. Dafür ging Gladbach in Führung, als Lars Stindl einen Patzer von Joel Matip zur Führung nutzte (42. Minute). Nach der Pause war es auch Stindl, der gegen Gspurning einen Elfmeter herausholte. Nach Steilpass von Ibrahima Traoré legte er sich den Ball am Torhüter vorbei, bevor er gefoult wurde.

Thorgan Hazard verwandelte den Strafstoß zur 2:0-Führung (53.). Hazard hatte wenig später sogar die Chance, auf 3:0 zu erhöhen. Aber der Schuss des Belgiers konnte von Gspurning zur Ecke gelenkt werden.

Werder Bremen - FC Köln 1:0 (1:0)

In ungewohnten weiß-roten "Eventtrikots" konnte Werder Bremen sich auch im 35. Pokalheimspiel in Folge durchsetzen. Anthony Ujah brachte die Bremer nach 23 Minuten in Führung. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld von Philipp Bargfrede passte Fin Bartels auf Ujah, der nach einer Körpertäuschung aus der Drehung abschloss. Nach den beiden Toren in Mainz am Wochenende war der Stürmer damit einmal mehr gegen einen Ex-Klub erfolgreich.

Werders Führung war zunächst verdient. Nach der Pause kamen die Gäste aus Köln besser ins Spiel. Florian Grillitsch hatte dennoch die große Chance, für Werder zu erhöhen. Aber der junge Österreicher scheiterte mit seinem schönen Linksschuss an einer Parade von Timo Horn. In der Nachspielzeit hätte sich das für die Bremer rächen können, als Anthony Modeste aus guter Position zum Torschuss kam. Doch der Stürmer scheiterte an Felix Wiedwald im Bremer Tor.

Carl Zeiss Jena - VfB Stuttgart 0:2 (0:1)

Zum zweiten Mal in dieser Saison spielte der VfB Stuttgart, in der Bundesliga mit der schlechtesten Defensive, zu null. 22 Minuten waren in Jena gespielt, als der Regionalligist bei einem Stuttgarter Einwurf nicht aufpasste. Martin Harnik konnte sich durch die Abwehr der Gastgeber dribbeln, bevor er zur beruhigenden Führung für den VfB traf. Größtenteils hatte der Bundesligist das Spiel anschließend im Griff. Doch angesichts des knappen Vorsprungs blieb es im Ernst-Abbe-Sportfeld spannend.

Die beste Chance für Carl Zeiss, zum Ausgleich zu kommen und wie in der ersten Runde gegen den HSV eine Verlängerung zu erreichen, hatte Maximilian Schlegel in der zweiten Spielhälfte, als eine Kopfballrückgabe von Daniel Schwaab zu kurz kam. Der eingewechselte Jenaer sprintete dazwischen, brachte den Ball aber nicht aufs Stuttgarter Tor. Der VfB musste bis in die Nachspielzeit zittern. Dann gelang dem Bundesligisten ein Konter. Daniel Didavi wollte den Ball ins Tor schieben, aber Niclas Erlbeck "parierte" den Ball für seinen schon geschlagenen Torwart mit der Hand. Schiedsrichter Florian Meyer blieb keine andere Wahl, als dem Jenaer Rot zu zeigen. Alexandru Maxim verwandelte den fälligen Handelfmeter.

SSV Reutlingen - Eintracht Braunschweig 0:4 (0:2)

Der SSV Reutlingen hoffte als einziger im Wettbewerb verbliebener Oberligist auf eine weitere Sensation im Stadion Kreuzeiche nach dem Erstrundensieg gegen Karlsruhe. Doch Gerrit Holtmann brachte den Zweitligisten schon in der 21. Minute in Führung. Nach einem Reutlinger Fehlpass führte sein Solo von der Mittellinie bis in den Strafraum. Mit einem Heber aus spitzem Winkel überwand Holtmann SSV-Keeper Matthias Hamrol.

Als Emil Berggreen in der 36. Minute nach einer Flanke von Maximilian Sauer frei zum Kopfball kam und auf 2:0 für die Eintracht erhöhte, deutete die Körpersprache der Gastgeber schon leichte Resignation an. Nach 61 Minuten erhöhte Holtmann mit einem Linksschuss auf 3:0, spätestens jetzt war das Spiel gelaufen. Orhan Ademi erhöhte noch auf 4:0 (79.).

rae

URL:

Verwandte Artikel:


© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung