Nach Festnahmen in Rom Gladbach-Fans und Vereinsmitarbeiter offenbar wieder frei

Drei Fans und ein Mitarbeiter von Borussia Mönchengladbach waren nach dem Europapokalspiel in Rom festgenommen worden. Laut Verein wurden sie bereits wieder entlassen.

Gladbacher Fans hatten in Rom Probleme mit der Polizei bekommen
GIUSEPPE LAMI/EPA-EFE/REX

Gladbacher Fans hatten in Rom Probleme mit der Polizei bekommen


Die vier nach dem Europa-League-Spiel von Borussia Mönchengladbach bei der AS Rom festgenommenen Deutschen sind offenbar wieder frei. Ein Klubmitarbeiter des Bundesliga-Spitzenreiters sowie drei Fans seien noch am Freitag entlassen worden, teilte Borussia-Sprecher Markus Aretz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die vier Personen seien zuvor einem Haftrichter vorgeführt worden. Eine Bestätigung der Polizei war zunächst nicht bekannt.

Der Vereinsmitarbeiter habe laut der Borussia zu Dokumentationszwecken das Vorgehen der italienischen Sicherheitskräfte im Gladbacher Fanblock mit seinem Handy gefilmt. Deshalb sei er festgenommen worden. Die Borussia kritisierte das Vorgehen der Polizei. Der Verein habe laut Aretz die Sicherheitsabteilung der Uefa über die Vorfälle informiert.

Die italienische Polizei hatte die Festnahme von vier Personen bestätigt. Zwei von ihnen hätten nach dem Spiel einen Stadion-Offiziellen angegriffen und ihn mit Fahnenstangen, Fußtritten und Fausthieben attackiert. Ein weiterer habe Gegenstände auf die Polizei geworfen. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hatte unabhängig von diesem Vorfall am Freitag das Verhalten der Anhänger kritisiert, die unmittelbar vor dem Match Feuerwerkskörper zündeten und einen Teil des Stadions in dichte Rauchschwaden hüllten.

ptz/dpa



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valensine 26.10.2019
1. Holigans
Als die Holigans Probleme mit der Istanbuler Polizei hatten, war der Aufschrei groß, sofort wurde die "Menschenrechtskeule" geschwungen, der Rauswurf aus der Kandidatenschaft zur EU gefordert. Und nun werden sie von der römischen Polizei sogar festgenommen und alle sind mucksmäuschen still. Die Gladbacher Holigans sind kein unbeschriebenes Blatt und jeder weiß das. Nur bei der Türkei wird wieder einmal mit zweierlei Maß gemessen
Realplastik 26.10.2019
2. Nordkurve
Bengalos sind Mist. Dass diese immer wieder zu Problemen führt, ist klar. Früher, als Willi noch der Chef der Nordkurve war, gab es solche Probleme nicht. Leute festzunehmen, die auf Polizisten einschlagen, so völlig ohne Grund, kein Problem. Wenn man aber liest, das viele, teils schwerverletzte Fans mit Kopfwunden durch Knüppelschläge behandelt werden müssen, vor welchem Haftrichter sind denn die Verursacher dessen vorgeführt worden? Finde auch diese Frage berechtigt.
lesheinen 26.10.2019
3.
Gladbach hat den Ruf genossen, das harmloseste Auswärtspublikum der Bundesliga zu haben. Das habe ich mal gelesen. Als BMG-Fan sein 1965 will ich das gerne glauben. Ob das jemals gestimmt hat, noch stimmt oder nicht mehr stimmt, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls sollten diejenigen, die mit Bengalos leichtfertig andere gefährden, aus der Fangruppe im Stadion rausgefiltert werden und an Ort und Stelle zu mindestens sechs Monaten Knast verurteilt werden. Wie das geht? Gibt es keine Kameras? Sind keine Zeugen da, die ihren Nachbarn beobachten? Wer schweigt, wird drei Tage lang einvernommen. Das löst die Zunge.
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