Remis gegen Bremen Gladbach verliert Anschluss an die Champions-League-Plätze

Leipzig hat gewonnen, Frankfurt ebenfalls. Nur Mönchengladbach muss beim Kampf um Platz vier mal wieder Federn lassen. Dabei hatte der Borussia ausgerechnet ein Ex-Spieler mit einem bösen Patzer zur Führung verholfen.

Mönchengladbachs Thorgan Hazard
SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX

Mönchengladbachs Thorgan Hazard


Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen haben sich im Sonntagabendspiel des 28. Bundesliga-Spieltags 1:1 (0:0) getrennt. Die Führung vor 54.000 Zuschauern erzielte in der 49. Minute Florian Neuhaus, der Bremer Davy Klaassen traf in der 79. Minute zum Ausgleich.

Die Gastgeber fallen nach nur einem Sieg in den vergangenen acht Partien vier Punkte hinter Eintracht Frankfurt zurück, die weiterhin auf Platz vier liegen, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Die Bremer bleiben im Kalenderjahr 2019 zwar weiterhin ungeschlagen, rutschen aber auf Rang acht in der Tabelle ab. Der Rückstand auf die Europacupränge beträgt zwei Punkte.

Nach dem enttäuschenden 1:3 bei Fortuna Düsseldorf hatte Borussias Trainer Dieter Hecking, der den Klub zum Saisonende verlassen muss, sein Team auf vier Positionen verändert. Taktisch stellte er unter anderem auf eine defensive Dreierkette um, im Angriff kam Raffael zu seinem ersten Startelfeinsatz seit mehr als fünf Monaten.

Erste Chance für Werder

Die erste Chance der Partie hatten jedoch die Gäste: Johannes Eggestein entschied sich in der 15. Minute aus halbrechter Position gegen einen Pass in die Mitte zu Milot Rashica und zog selbst ab. Gladbachs Torhüter Yann Sommer konnte parieren. Es war der Wachmacher für die Gastgeber, die zunächst in ungewohnter Formation vorrangig um Sicherheit bemüht waren.

Vor allem Borussias Mittelfeldspieler Denis Zakaria sorgte immer wieder für Gefahr: In der 23. Minute legte er im Strafraum auf Patrick Herrmann ab, der aus halbrechter Position nur den Pfosten des Bremer Tores traf. Fünf Minuten später war es erneut Zakaria, der im Strafraum Alassane Pléa in Szene setzte. Der Franzose schoss knapp rechts vorbei. Werder fand offensiv überhaupt nicht mehr statt und ging mit einem schmeichelhaften 0:0 in die Pause.

Kruse rutscht aus, Klaassen trifft

Die zweite Hälfte begann mit einem folgenschweren Ausrutscher von Max Kruse, der zwischen 2013 und 2015 bei den Gladbachern unter Vertrag stand. Der Bremer Angreifer verlor kurz vor der Mittellinie den Ball an Nico Elvedi, der sofort auf den startenden Neuhaus weiterleitete. Dieser umspielte Werder-Schlussmann Jiri Pavlenka und schloss aus spitzem Winkel ab (49. Minute).

Kruse wollte seinen Fehler in der Folge wettmachen, scheiterte aber in der 68. Minute mit einem Distanzschuss an Sommer. Auf der Gegenseite fiel nach einem zu kurzen Rückpass von Nuri Sahin fast das 2:0: Den abprallenden Querschläger zwischen Pavlenka und Thorgan Hazard nahm der eingewechselte Fabian Johnson volley - knapp rechts vorbei (69.).

Der Ausgleich fiel nach einer schönen Flanke von Yuya Osako, die Klaassen wuchtig per Kopf veredelte - Sommer im Gladbacher Tor war ohne Abwehrchance (79.).

Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen 1:1 (0:0)
1:0 Neuhaus (49.)
1:1 Klaassen (79.)
Mönchengladbach: Sommer - Ginter, Strobl, Elvedi - Herrmann (66. Johnson), Kramer Hazard - Zakaria, Neuhaus (84. Stindl) - Raffael (78. J. Hofmann), Pléa
Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Langkamp, Moisander, Augustinsson - Sahin (76. Pizarro) - Maximilian Eggestein, Klaassen - Kruse - Johannes Eggestein (52. Osako), Rashica (87. Möhwald)
Schiedsrichter: Daniel Schlager
Gelbe Karten: Kramer, Zakaria / Augustinsson, Moisander
Zuschauer: 54.022 (ausverkauft)

mfu



insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
der_dr_Nickel 07.04.2019
1. Bestes Fußballwetter...
...heute in Gladbach, da geht der Fan doch gern ins Stadion. Alle anderen gucken vor der Kiste gerne zu, weil die Ansetzung für die Teilnahme an den europäischen Wettbewerben nächste Saison ja wie gemalt war; und die Fohlen dies DH zum Abschiedsgeschenk machen wollen. Da sollte aber zu Hause mehr kommen. Frage mich ja schon seit kurz vor der Winterpause wo die Offensive von BMG abgeblieben ist. Das ehemals schnelle Spiel in die Spitze findet kaum mehr statt. Zumindest nicht in Hz 1. Nach der Pause war da schon mehr Dampf drin und PH, CK und natürlich FN im Passspiel besser. Beim SVW bekommt man den Eindruck als würde FK in Auswärtsspielen auf die 2. HZ oder genauer auf die letzten 20 Minuten setzen. Na gut, dass die jetzt nicht auf Teufel komm raus noch vorne spielen werden war klar aber nur ein Angriff/Chance durch JE und null Ecken in der 1. ist doch etwas wenig. Wäre interessant gewesen zu sehen wie der SVW reagiert hätte, wenn die Chance von Raffael eingenetzt worden wäre. Das war übrigens die erste Chance des Spiels, wenn auch glücklich zustande gekommen, 4. min. Wahrscheinlich so wie nach dem 0:1 durch FN kurz nach der Pause. Plötzlich war da mehr Bewegung im Spiel nach vorne und es gab sogar einen Eckball. Der allerdings fast das 2:0 für die Fohlen gebracht hätte. Alles in allem, für den neutralen Zuschauer, war es ein Spiel das zum Wetter passte und die Punkteteilung für den SVW etwas glücklicher. p.s. @widower+2, habe heute explizit auf Klaasen geachtet (ist ja leicht auszumachen, wir tragen das Haupthaar ähnlich) und du hast natürlich völlig recht. Der Jung macht als LOM seine Meter auch in der Rückwärtsbewegung. Dann trifft er heute auch noch zum Ausgleich! Der Standfußballer war eh nur dem sky-Kommentar gegen S04 geschuldet.
spon1899 07.04.2019
2.
War ein kompliziertes Spiel und wir waren heute nicht gut. Umso lieber nehm ich den einen Punkt aus Gladbach mit. Der kann noch wertvoll werden. Und Frankfurt kann ein paar Kisten Bier als Dank an die Weser schicken:-).
hoppelkaktus 07.04.2019
3. Ihr habt fertig
6 Punkte aus 8 Spielen und dann noch über die Championsliga schwafeln. Schlecht wird's mir als Fan. Richtig hundsgemein schlecht.
murun 07.04.2019
4. Geht es noch, in Kürzeln zu schreiben?
Zitat von der_dr_Nickel...heute in Gladbach, da geht der Fan doch gern ins Stadion. Alle anderen gucken vor der Kiste gerne zu, weil die Ansetzung für die Teilnahme an den europäischen Wettbewerben nächste Saison ja wie gemalt war; und die Fohlen dies DH zum Abschiedsgeschenk machen wollen. Da sollte aber zu Hause mehr kommen. Frage mich ja schon seit kurz vor der Winterpause wo die Offensive von BMG abgeblieben ist. Das ehemals schnelle Spiel in die Spitze findet kaum mehr statt. Zumindest nicht in Hz 1. Nach der Pause war da schon mehr Dampf drin und PH, CK und natürlich FN im Passspiel besser. Beim SVW bekommt man den Eindruck als würde FK in Auswärtsspielen auf die 2. HZ oder genauer auf die letzten 20 Minuten setzen. Na gut, dass die jetzt nicht auf Teufel komm raus noch vorne spielen werden war klar aber nur ein Angriff/Chance durch JE und null Ecken in der 1. ist doch etwas wenig. Wäre interessant gewesen zu sehen wie der SVW reagiert hätte, wenn die Chance von Raffael eingenetzt worden wäre. Das war übrigens die erste Chance des Spiels, wenn auch glücklich zustande gekommen, 4. min. Wahrscheinlich so wie nach dem 0:1 durch FN kurz nach der Pause. Plötzlich war da mehr Bewegung im Spiel nach vorne und es gab sogar einen Eckball. Der allerdings fast das 2:0 für die Fohlen gebracht hätte. Alles in allem, für den neutralen Zuschauer, war es ein Spiel das zum Wetter passte und die Punkteteilung für den SVW etwas glücklicher. p.s. @widower+2, habe heute explizit auf Klaasen geachtet (ist ja leicht auszumachen, wir tragen das Haupthaar ähnlich) und du hast natürlich völlig recht. Der Jung macht als LOM seine Meter auch in der Rückwärtsbewegung. Dann trifft er heute auch noch zum Ausgleich! Der Standfußballer war eh nur dem sky-Kommentar gegen S04 geschuldet.
Geht es noch, nur noch in Kürzeln zu schreiben? Wie albern in einem Forum, wo jeder mitreden sollte... Nicht alle sind Glachbachfans und kennen die Protagonisten nach den Kürzeln...
det42 07.04.2019
5. so schlecht war es nicht...
ich sah diesmal mehr Einsatz und Biss... tolles Zusammenspiel funktioniert aber längst nicht mehr so gut wie in der Hinrunde, da konnte man sich eigentlich immer auf Torgefährlichkeit mit schnellen Kombis verlassen. Irgendwie Sand im Getriebe... dennoch, Gladbach hatte eigentlich Chancen genug, das Spiel zu gewinnen und die Formkurve zeigt nach oben ;-)
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