Kurz vor Vergabe Brasilien zieht Bewerbung für Fußball-WM der Frauen 2023 zurück

In zweieinhalb Wochen wird der Ausrichter der kommenden Fußball-WM der Frauen verkündet. Brasilien scheidet kurzfristig aus dem Rennen aus. Wegen der Coronakrise fehle Rückendeckung durch die Regierung.
Brasiliens Superstar Marta wird wohl keine WM in ihrem Heimatland mehr erleben

Brasiliens Superstar Marta wird wohl keine WM in ihrem Heimatland mehr erleben

Foto: Francisco Seco/ AP

Der brasilianische Fußballverband hat seine Kandidatur als Ausrichter der Fußball-WM der Frauen 2023 offiziell zurückgezogen. Das gab die CBF am Montag auf ihrer Verbandshomepage bekannt . Vor der Entscheidung in zweieinhalb Wochen werde Brasilien nun das Nachbarland Kolumbien unterstützen. Kolumbien ist der einzige Bewerber Südamerikas, für den Kontinent wäre es eine Premiere, das Turnier zu veranstalten.

Brasiliens Verband begründete den Verzicht mit fehlender Rückendeckung durch die Regierung, äußerte sich jedoch verständnisvoll. Die Regierung habe unter anderem wegen der Coronakrise, die das Land hart trifft, keine Garantien für eine Veranstaltung des Events unterschreiben wollen. Auch der Rückhalt aus dem öffentlichen und privaten Sektor habe gefehlt.

Bei der Entscheidung des Ausrichters des kommenden Turniers, die der Fußball-Weltverband Fifa am 25. Juni treffen möchte, sind nun noch drei Kandidaten im Rennen. Kolumbien muss sich gegen Japan, Weltmeister von 2011, und die Doppelbewerbung von Australien und Neuseeland behaupten.

tip/dpa
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