Bremer Frust "Schauen nicht gerne auf die Tabelle"

Ordentlich gespielt, aber wieder verloren. Bei Werder Bremen wird es nach der Pleite in Gelsenkirchen noch ungemütlicher. Manager Klaus Allofs sieht die Mannschaft in der Pflicht. Doch auch Trainer Thomas Schaaf ist nicht mehr unumstritten.


Frage: Herr Klaus Allofs, auch das zweite Rückrundenspiel hat Werder Bremen verloren. Wo liegen die Gründe für die sportliche Misere?

Allofs: Es fehlt das konsequente Spiel, wir müssen auch konstanter spielen, und wir haben auch nicht die entscheidenden Situationen. Und dann passen wir einmal nicht auf. Das bringt unsere Arbeit in Gefahr.

Werder-Profis Tziolis (l.) und Özil: Auch auf Schalke eine Niederlage
REUTERS

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Frage: Werder ist nur Zehnter, hat sieben Punkte Rückstand auf die Uefa-Cup-Plätze und verliert die sportlichen Ziele aus den Augen. Bei anderen Vereinen herrscht dann große Unruhe, warum scheint es bei Werder nicht so zu sein?

Allofs: Bei uns ist es auch unruhig. Wir versuchen das aber bei aller Enttäuschung nüchtern und sachlich zu analysieren.

Frage: An einem gewissen Punkt steht auch immer der Trainer zur Diskussion. Trotzdem schwören Sie Thomas Schaaf die Treue. Warum?

Allofs: Es ist kein prinzipieller Treueschwur. Es könnte so einen Moment geben, aber nicht in absehbarer Zeit.

Frage: Kann man daraus folgern, dass auch Schaafs Job in Gefahr ist, wenn die Wende ausbleibt?

Allofs: Meine schon zuvor geäußerte Aussage gilt. Entscheidend ist, wie Thomas Schaaf arbeitet, und daran gibt es keinen Zweifel. Ich bin total überzeugt von der Arbeit von Thomas Schaaf. Die Mannschaft hat gut gespielt, und das ist auch die Handschrift des Trainers.

Frage: Glauben Sie noch an eine realistische Chance, sich über die Bundesliga für die kommende Saison für das internationale Geschäft zu qualifizieren?

Allofs: Ich schaue nicht gerne auf die Bundesliga-Tabelle. Aber ich sehe noch Möglichkeiten, da vorne rein zu rutschen.

Aufgezeichnet von Ulf Zimmermann, sid



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