Zu Hause gegen Freiburg Köln verliert nach Drei-Tore-Führung

Gegen Freiburg sah für Köln alles nach dem ersten Saisonsieg in der Bundesliga aus. Am Ende reichte es nicht mal für einen Punkt - trotz eines Blitzstarts im Schneetreiben.
Pawel Olkowski (l.) und Janik Haberer

Pawel Olkowski (l.) und Janik Haberer

Foto: Dean Mouhtaropoulos/ Bongarts/Getty Images

Der 1. FC Köln hat auch am 15. Spieltag seinen ersten Sieg in der laufenden Bundesliga-Saison verpasst. Gegen den SC Freiburg lag das Team des neuen Trainers Stefan Ruthenbeck zu Hause lange deutlich vorn. Aber selbst eine 3:0-Führung reichte nicht, am Ende verloren die Kölner 3:4 (3:1).

Lukas Klünter (8. Minute), Sehrou Guirassy (16.) und ein Eigentor des früh eingewechselten Caleb Stanko (30.) hatten für die hohe Kölner Führung gesorgt. Aber Nils Petersen (39., 90. und 90.+5) sowie Janik Haberer (65.) drehten das Spiel für die Gäste. Beide Teams mussten gerade in der erste Hälfte mit widrigen Bedingungen kämpfen.

Wegen heftigen Schneefalls wurde die Partie 30 Minuten verspätet angepfiffen, aber auch zu Spielbeginn lag teilweise noch tiefer Schnee. In der Anfangsphase blieb der Ball immer wieder hängen.

Schnee im Kölner Stadion

Schnee im Kölner Stadion

Foto: Dean Mouhtaropoulos/ Bongarts/Getty Images

Köln schien mit den Bedingungen deutlich besser klarzukommen. Nach einer halben Stunde stand es 3:0 - ein perfekter Bundesliga-Einstand für Ruthenbeck, der in der ersten Version des Spielberichts im Kölner Stadion noch gar nicht aufgeführt war. Dort stand noch Peter Stöger, der mittlerweile Trainer bei Borussia Dortmund ist.

Ruthenbecks Team war von Beginn an die bessere Mannschaft. Klünter erzielte nach einem Steilpass von Stanko frei vor SC-Keeper Alexander Schwolow die Führung (8.). Guirassy holte wenig später gegen Julian Schuster einen Strafstoß heraus und verwandelte sicher (16.). Kurios: Weil der Elfmeterpunkt im Schnee nicht zu finden gewesen war, hatte Schiedsrichter Robert Kampka die elf Meter selbst abschreiten und den Ort der Ausführung festlegen müssen.

Ein Eigentor von Stanko nach scharfer Hereingabe von Konstantin Rausch brachte das 3:0 (30.). Nils Petersen verkürzte vor der Pause in Folge einer Freistoß-Flanke von Yoric Ravet immerhin noch durch einen sehenswerten Volley-Schuss aus spitzem Winkel (39.).

Und auch der Anschlusstreffer fiel nach einer Standardsituation: Haberer köpfte eine Ecke ins Tor, wieder kam die Hereingabe von Ravet. Bis zu diesem Moment war die zweite Hälfte auf einem deutlich besser bespielbaren Platz ausgeglichen, danach wurden die Gäste stärker.

Freiburg drängte anschließend auf den Ausgleich und wurde in einer dramatischen Schlussphase belohnt. Der SC bekam gleich zwei Elfmeter, erst nach Foulspiel von Salih Özcan, dann nach einem Handspiel von Guirassy. Petersen verwandelte zweimal sicher (90. und 90.+5). Köln steht weiter bei nur drei Punkten und ist Letzter in der Tabelle. Freiburg verkürzt den Abstand auf die Nichtabstiegsplätze.

1. FC Köln - SC Freiburg 3:4 (3:1)
1:0 Klünter (8.)
2:0 Guirassy (16./Elfmeter)
3:0 Stanko (30./Eigentor)
3:1 Petersen (39.)
3:2 Haberer (65.)
3:3 Petersen (90./Elfmeter)
3:4 Petersen (90.+5/Elfmeter)
Köln: T. Horn - Klünter (79. Clemens), Sörensen, Heintz, J. Horn, Rausch (72. Risa) - Lehmann, Özcan - Olkowski, Jojic (70. Bisseck) - Guirassy
Freiburg: Schwolow - Koch, Schuster, (18. Kleindienst), Lienhart (17. Stanko) - Stenzel, Haberer, Höfler, Günter - Ravet, Petersen, Terrazzino (63. Kath)
Schiedsrichter: Kampka (Mainz)
Gelbe Karten: Özcan, Klünter / Höfler, Haberer, Kleindienst
Zuschauer: 45.000

aev
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