Fußball-Bundesliga 1. FC Köln trennt sich von Trainer Gisdol

Der 1. FC Köln hat die Trennung von Trainer Markus Gisdol bestätigt. Der Schritt erfolgte nach der 2:3-Heimniederlage gegen Abstiegskonkurrent Mainz 05. Nachfolger soll Friedhelm Funkel werden.
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Thilo Schmuelgen / dpa

Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat sich von Trainer Markus Gisdol getrennt. Das teilte der Tabellen-Vorletzte am Sonntagabend nach der 2:3-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten FSV Mainz 05 mit. Zunächst hatten Sport1 und der »Express« darüber berichtet.

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Über die Nachfolge will der Klub zeitnah informieren, heißt es in der Mitteilung. Zuvor berichteten übereinstimmend mehrere Medien, dass Friedhelm Funkel diese antreten solle. Der 67-Jährige hatte seine Karriere nach der Beurlaubung in Düsseldorf im Januar 2020 eigentlich für beendet erklärt.

»Ich weiß, dass die Aufgabe anspruchsvoll wird«, sagte Funkel dem Kölner Express. Der 67-Jährige soll vom FC »zeitnah« als Nachfolger vorgestellt werden. »Wir werden uns am Montagvormittag treffen und versuchen, eine Einigung zu erzielen. Es sieht gut aus, dass wir das hinbekommen«, sagte Funkel.

Das fünfte Endspiel war eines zu viel

Gisdol trainierte den FC seit November 2019. Er legte nach schwachem Start in der Vorsaison einen starken Zwischenspurt hin, der trotz eines verpatzten Saisonendes zum Klassenverbleib reichte. In dieser Saison galten zuvor schon vier Partien als Endspiele für den Trainer: Doch keines davon in Dortmund (2:1), auf Schalke (2:1), gegen Hertha BSC (0:0) und gegen Dortmund (2:2) ging verloren.

Am Ende wurde Gisdol die Niederlage gegen Mainz anscheinend zum Verhängnis. Aus den letzten acht Spielen holten die Kölner, die sich zwischenzeitlich schon einen kleinen Puffer zu den Abstiegsplätzen erspielt hatten, nur zwei Punkte. Nach 28 Spielen haben die Rheinländer 23 Zähler auf dem Konto. In allen vier Spielzeiten, in denen es weniger waren, stand am Ende der Abstieg.

Letzte Saisonpiele gegen Hertha und Schalke

Der soll in Corona-Zeiten mit aller Macht verhindert werden. Geschäftsführer Alexander Wehrle hatte ein Minus von 23,8 Millionen Euro nach Steuern in der Vorsaison bekannt gegeben. Für die aktuelle Spielzeit wird ein noch höherer Verlust erwartet, sodass der erste Bundesliga-Meister auch eine Landesbürgschaft über 20 Millionen Euro beantragt hat.

Gisdols Nachfolger bekommt es bei seinem Debüt prompt mit dem rheinischen Rivalen Bayer Leverkusen zu tun (Samstag, 18.30 Uhr/TV: Sky), anschließend kommt RB Leipzig nach Köln. Es folgen noch Spiele gegen den FC Augsburg, den SC Freiburg, Hertha BSC und Schalke 04.

mfu/dpa/sid
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