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12. Bundesliga-Spieltag: BVB siegt souverän, Feulner lässt Nürnberg jubeln

Foto: Federico Gambarini/ dpa

Bundesliga Bayern nur remis, BVB gewinnt locker

Schwacher Auftritt des FC Bayern: In Nürnberg starteten die Münchner gut, ließen Nürnberg dann aber wieder ins Spiel kommen. Beim Ausgleich sah dann FCB-Torhüter Manuel Neuer nicht gut aus. Wenig Mühe hatte Borussia Dortmund beim Sieg gegen Fürth. Auch die anderen Partien waren für reichlich Tore gut.

Hamburg - Der FC Bayern hat am zwölften Bundesliga-Spieltag den zweiten Punktverlust der Saison hinnehmen müssen. Beim 1. FC Nürnberg kam der Rekordmeister nur zu einem 1:1 (1:0). Titelverteidiger Borussia Dortmund feierte hingegen einen 3:1 (3:1)-Sieg gegen Greuther Fürth und hat auf Platz vier mit nun 22 Punkten neun Zähler Rückstand auf den Tabellenführer aus München. "Wir können mit dem 1:1 leben, ich denke, es ist kein Beinbruch", sagte FCB-Trainer Jupp Heynckes: "Wir haben gut begonnen und überwiegend souverän agiert, es aber versäumt, das zweite oder dritte Tor zu erzielen."

Nicht nur in Nürnberg und Dortmund hatte der zwölfte Bundesliga-Spieltag furios begonnen. Nach einer Viertelstunde waren in den sieben Partien bereits acht Tore gefallen, am Ende waren es insgesamt 19. Stuttgart gewann in Mönchengladbach 2:1 (1:1), ebenso wie Freiburg in Hannover (1:1). Heimsiege feierten der Hamburger SV gegen Mainz (1:0/0:0) und Frankfurt gegen den FC Augsburg (4:2/2:1).

Bei den beiden Top-Clubs hatten sowohl Jürgen Klopp als auch Heynckes einigen Stammspielern eine Pause gegönnt. Der BVB-Trainer schonte Marco Reus, der am Mittwoch noch mit der Nationalmannschaft gegen die Niederlande gespielt hatte. Auf Bayern-Seite erhielt DFB-Kapitän Philipp Lahm ebenso eine Pause wie Javier Martinez und Franck Ribéry, die mit Spanien und Frankreich im Einsatz waren.

Im Sturm durften aber die treffsicheren Stars von Beginn an spielen - mit frühem Erfolg. In Nürnberg drückte Mario Mandzukic nach drei Minuten eine Vorlage von Toni Kroos zum 1:0 des FCB über die Linie. Robert Lewandowski brauchte genau so lange für sein Tor, er hatte nach Zuspiel von Mario Götze keine Mühe.

Schon in der 15. Minute traf Lewandowski zum zweiten Mal, diesmal vom Elfmeterpunkt nach einem Foul an Jakub Blaszczykowski. Es war das 2:1 für den BVB, da Zoltán Stieber für Fürth zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen hatte (5. Minute). Götze zeigte beim 3:1 seine Klasse, umkurvte erst Torhüter Max Grün und ließ dann auch noch Heinrich Schmidtgal ins Leere grätschen (42.).

Die Bayern dominierten nach der Führung ebenfalls, doch Nürnberg fing sich Mitte der ersten Hälfte etwas und stand recht sicher in der Abwehr. Gute Chancen konnten sich die Münchner bis zur Pause daher nicht mehr herausspielen - mit einer Ausnahme: Xherdan Shaqiri spielte den mitgelaufenen Rafinha frei, doch der scheiterte an "Club"-Keeper Raphael Schäfer.

Direkt nach Wiederanpfiff nutzte Markus Feulner dann einen Ballverlust der Bayern im Mittelfeld. Der ehemalige FCB-Spieler zog aus rund 30 Metern ab, Manuel Neuer sah bei dem nicht sonderlich platzierten Schuss nicht gut aus. Kurz darauf hätte Timo Gebhart sogar auf 2:1 erhöhen können, doch er verstolperte aus zehn Metern.

Während die Dortmunder in der zweiten Halbzeit gegen Fürth mit der Führung im Rücken locker kombinieren konnten und am Ende ungefährdet gewannen, verkrampften die Münchner in Nürnberg bei dem Versuch, doch noch einen Sieg zu erzwingen. Der "Club" musste aber ab der 76. Minute zu zehnt spielen, da Gebhart mit Gelb-Rot vom Platz flog. Doch auch in Unterzahl brachte Nürnberg das Unentschieden über die Zeit.

Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart 1:2 (1:1)

Der VfB Stuttgart hat den Aufwärtstrend von Borussia Mönchengladbach gestoppt. Nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage musste sich Gladbach im eigenen Stadion 1:2 (1:1) geschlagen geben. Verteidiger Roel Brouwers sorgte mit einem Eigentor für den Stuttgarter Erfolg (72.). Martin Stranzl hatte die Borussia zunächst in Führung geschossen (7.), doch VfB-Angreifer hatte schon im direkten Gegenzug ausgeglichen. Beide Teams liegen nun punktgleich auf den Plätzen zehn (Gladbach) und elf (Stuttgart).

Hannover 96 - SC Freiburg 1:2 (1:1)

Jan Rosenthal hat den SC Freiburg bei seinem früheren Club Hannover 96 zum Sieg geschossen. Der 26-Jährige erzielte in der 56. Minute den 2:1 (1:1)-Siegtreffer. Hannover, das zuvor nur ein Heimspiel verloren hatte, war überraschend schwach, der zwischenzeitliche Ausgleich durch einen verwandelten Foulelfmeter von Mohammed Abdellaoue (33.) war glücklich. Freiburg war zuvor durch Jonathan Schmid in Führung gegangen (11.). Mit nun 16 Punkten verkürzte der Sportclub den Rückstand auf den Tabellensechsten Hannover auf einen Punkt.

Eine gute Nachricht gab es aber für Hannover trotzdem: Offenbar tendiert Trainer Mirko Slomka zu einer Vertragsverlängerung bei 96. In der Bundesligashow von NDR 2 sagte Slomka vor dem Heimspiel, es werde "zu einer Entscheidung kommen, die 'Pro Hannover' ausfallen wird". Er fügte hinzu: "Dass ich pokern würde, ist mitnichten so! Wir haben uns darauf verständigt, dass wir jetzt uns auf die Spiele konzentrieren und dann im Dezember zusammen sitzen und die Dinge vereinbaren."

Hamburger SV - Mainz 05 1:0 (0:0)

Dank eines Treffers von Heung-Min Son (63.) ist der HSV an die Europapokalplätze herangerückt. In einem schwachen Verfolgerduell mit Mainz 05 siegten die Gastgeber 1:0 (0:0). Damit zog das Team von Trainer Thorsten Fink in der Tabelle nach Punkten (17) mit den Mainzers gleich. Dank der besseren Tordifferenz bleibt der FSV aber vor dem HSV auf Rang sieben.

Eintracht Frankfurt - FC Augsburg 4:2 (2:1)

Eintracht Frankfurt hat den dritten Tabellenplatz verteidigt. Der Aufsteiger bezwang den FC Augsburg 4:2 (2:1). Ausgerechnet Gäste-Stürmer Sascha Mölders, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf stand, leitete den Sieg der Eintracht mit einem Eigentor in der siebten Minute ein. Für Frankfurt trafen zudem Stefan Aigner (32.) und Alexander Meier (52./75., Foulelfmeter), der damit seine Saisontreffer acht und neun erzielte. Ja-Cheol Koo gelang in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das zwischenzeitliche 1:2, in der 64. Minute war zudem Mölders für den Tabellenletzten (6 Punkte) erfolgreich.

luk/max
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