Bundesligatrainer Weinzierl verlässt Augsburg, Hütter hört bei Gladbach auf

Er wolle für sich »einen Schlussstrich ziehen«: Trainer Markus Weinzierl wird den FC Augsburg verlassen – und deutet Probleme mit Manager Reuter an. Auch Borussia Mönchengladbach braucht einen neuen Coach.
Markus Weinzierl

Markus Weinzierl

Foto: Matthias Balk / dpa

Trainer Markus Weinzierl verlässt den FC Augsburg. Der Coach des Fußball-Bundesligisten verkündete diese Entscheidung nach dem letzten Bundesligaspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth (2:1) beim TV-Sender Sky. Das sei sein »letztes Spiel« gewesen, sagte der 47-Jährige am Samstag. Für ihn sei es die »richtige Entscheidung«.

Weinzierl hatte der Mannschaft kurz nach dem Schlusspfiff seinen Schritt mitgeteilt. Die Spieler sollten die ersten sein, die es erfahren. Weinzierl verwies darauf, dass es mit dem Verein noch keine Gespräche über seine Zukunft gegeben habe.

Manager Stefan Reuter sei in seine Entscheidung nicht eingeweiht gewesen, sagte der frühere Schalker Trainer weiter und ließ deutliche Risse in der Beziehung erkennen. »Das war nicht so geplant«, sagte Weinzierl. »Mir tut das Herz auch weh.« Er hätte gerne lange in Augsburg bleiben wollen.

Höhere Ansprüche als Abstiegskampf

Man müsse »alles auf den Prüfstand stellen« und auch »jede Position hinterfragen«, hatte Weinzierl noch am Donnerstag angekündigt. Es habe »bis jetzt« auch keine Gespräche über eine Verlängerung seines Vertrags gegeben. In der »nächsten Woche« wollten sich Weinzierl und der FC Augsburg über die Zukunft unterhalten, dazu wird es nicht mehr kommen.

»Ich habe schon auch ein, zwei Fragen, die dann ausschlaggebend sind«, sagte Weinzierl und nannte als Beispiele: »Was will der Verein erreichen? Was sind die Ziele? Was sind die Voraussetzungen?« Dauerhaft gegen den Abstieg zu spielen, sei ihm zu wenig: »Es ist klar, dass man mehr will. Dass es immer wieder auch die Aufgabe ist, über seinem Budget, über seinen Verhältnissen abzuschließen«, erklärte Weinzierl, der seit April 2021 in zweiter Amtszeit beim FCA tätig ist. Schon während seiner ersten Zeit war die Beziehung zu Reuter nicht unbelastet gewesen.

Auch Hütter geht

Auch Borussia Mönchengladbach benötigt zur kommenden Saison einen neuen Trainer. Adi Hütter, erst zu Saisonbeginn von Eintracht Frankfurt verpflichtet, kündigte ebenfalls beim TV-Sender Sky seinen Abschied an. Man werde »in beiderseitigem Einvernehmen getrennte Wege gehen«, sagte der Österreicher, dessen Vertrag in Gladbach erst 2024 ausgelaufen wäre.

Es passte nicht zwischen Adi Hütter und Borussia Mönchengladbach

Es passte nicht zwischen Adi Hütter und Borussia Mönchengladbach

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Federico Gambarini / dpa

Mit den Gladbachern hatte Hütter eine wechselhafte, aber überwiegend enttäuschende Saison gespielt. Vereinzelten Höhepunkten wie der 5:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München standen zahlreiche schlechte Resultate entgegen, auf Platz zehn verpasste die Borussia die Europapokal-Ränge deutlich.

cev/dpa