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08. Februar 2008, 22:23 Uhr

Bundesliga am Freitag

Fenin trifft - Frankfurt siegt

Der Frankfurter Höhenflug geht weiter: Die Eintracht gewann gegen Bielefeld und darf vom Uefa-Cup träumen. Zugang Martin Fenin war erneut erfolgreich - und sorgte dafür, dass die Arminia der Abstiegszone immer näher kommt.

Hamburg - Eintracht Frankfurt besiegte Bielefeld 2:1 (1:0) und kletterte in der Tabelle vorerst auf Rang sieben. Durch Tore der Stürmer Ioannis Amanatidis (37. Minute) und Martin Fenin (47.) hatten die Gastgeber schon früh die Zeichen auf Sieg gestellt. Der Anschlusstreffer durch Artur Wichniarek (74.) kam zu spät, um die Partie noch zugunsten der Arminia zu drehen. Damit blieb Michael Frontzeck auch im dritten Spiel als Bielefeld-Coach weiter sieglos.

"Ich bin trotzdem nicht unzufrieden, denn die Mannschaft ist bis zum Schluss dran geblieben. Das war in der Hinrunde anders", sagte Frontzeck. Sein Frankfurter Pendant Friedhelm Funkel war ebenfalls nur teilweise mit seinem Team zufrieden: "Eine Stunde lang haben wir sehr ordentlich gespielt, danach sehr unruhig. Nach dem Anschluss sind wir nervös geworden. Da hat man gesehen, dass es der Mannschaft noch an Reife fehlt", sagte Funkel.

Vor rund 43.000 Zuschauern hatte seine Mannschaft von Beginn an die Initiative übernommen. Allerdings fehlte den Gastgebern die Konsequenz auf dem Weg nach vorne, so dass die Arminia die erste Chance hatte: Jörg Böhme erwischte Frankfurts Keeper Oka Nikolov mit einem Schuss aus 18 Metern auf dem falschen Fuß, den Abpraller schoss Arminen-Stürmer Sibusiso Zuma weit neben das Tor (13.).

Die erste gute Möglichkeit für Frankfurt hatte Mittelfeldspieler Chris in der 23. Minute: Der Brasilianer schoss den Ball aus elf Metern aber deutlich über das Tor. Besser machte es kurz darauf Amanatidis bei einem schnellen Konter. Nach einer Hereingabe von Patrick Ochs hatte der Stürmer keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel führte der nächste Konter zur Vorentscheidung: Bielefeld-Keeper Mathias Hain konnte einen Schuss von Markus Weissenberger nicht festhalten, so dass Fenin den Ball aus sieben Metern nur ins leere Tor schieben musste. Es war der vierte Treffer im zweiten Spiel für den Tschechen, der in der Winterpause für etwa 3,5 Millionen Euro vom FK Teplice verpflichtet worden war. "Das war ein super Spiel und eine tolle Stimmung. Ich bin sehr zufrieden", sagte Fenin nach seinem ersten Heimspiel für die Eintracht.

Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken gewannen die Gastgeber zunächst an Sicherheit, wurden dann aber durch das Tor von Wichniarek überrascht. In der Folge mühte sich die Arminia, noch einmal für Spannung zu sorgen, konnte den Erfolg der Eintracht aber nie wirklich gefährden.

Für das Team von Trainer Funkel war es der siebte Sieg im 19. Ligaspiel. Frust dagegen in Bielefeld: Die Arminia bleibt auch im achten Auswärtsspiel hintereinander ohne Sieg und könnte auf einen Abstiegsplatz zurückfallen. Sollte Cottbus morgen (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in Bochum gewinnen und es zwischen Nürnberg und Rostock einen Sieger geben, wäre Bielefeld nur noch auf Platz 16.

hut/sid/dpa

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