Bundesliga am Sonntag Schalke lässt Dortmund keine Chance

Das mit Spannung erwartete Revier-Derby war eine einseitige Angelegenheit: Schalke gewann in der eigenen Arena gegen den BVB und schloss nach Punkten zu Tabellenführer Bremen auf. Wolfsburg leistete sich einen Ausrutscher gegen einen Aufsteiger.


Hamburg - Der FC Schalke 04 gewann gegen Borussia Dortmund 3:1 und bleibt damit Spitzenreiter Bremen auf den Fersen. Beide Mannschaften haben nun 33 Punkte, Werder verfügt allerdings über das bessere Torverhältnis.

Vor 61.482 Zuschauern in der ausverkauften Schalker Arena machte der Gast aus Dortmund in den ersten Minuten den besseren Eindruck, wurde dann aber kalt erwischt. Einen Freistoß von Christian Pander aus 38 Metern ließ BVB-Torwart Roman Weidenfeller in der 14. Minute passieren - 1:0.

Schalke übernahm nun das Kommando auf dem Platz und erhöhte elf Minuten später. Nach einer Ecke von Pander stand Kevin Kuranyi frei vor dem Dortmunder Tor und markierte per Kopf das 2:0. Dabei machte die Abwehr der Borussia keinen guten Eindruck.

Wer nach der Pause ein Aufbäumen der Borussia erwartet hatte, wurde schon nach zwei Minuten enttäuscht. Einen Pass von Kuranyi nutzte der Däne Lövenkrands und spitzelte den Ball an Weidenfeller vorbei zum 3:0 ins Netz. Danach schaukelten die Gastgeber die Partie routiniert nach Hause, der BVB kam nur noch zum Ehrentreffer durch Alexander Frei (82.).

"Den Sieg schenken wir unseren Fans, er war die Anstrengung wert. Wir waren unter Zugzwang und ich denke, wir haben unsere Sache heute gut gemacht", sagte Schalke-Kapitän Fabian Ernst und beendete damit den wochenlangen Medien-Boykott der Mannschaft. Torschütze Pander ergänzte: "Das mit den Freistößen hat bei mir schon in der Jugend sehr gut geklappt. Heute aber war der Treffer natürlich viel wichtiger."

Eine überraschende Heimniederlage kassierte der VfL Wolfsburg gegen Alemannia Aachen. Allerdings musste das Team von Trainer Klaus Augenthaler gegen den Aufsteiger nach der Gelb-Roten Karte gegen Quiroga (28.) über eine Stunde mit zehn Spielern auskommen.

Dennoch ging Wolfsburg nach 50 Minuten in Führung. Einen Freistoß von Jacek Krzynowek köpfte Alexander Madlung zum 1:0 ins Tor. Aachen kam erst durch einen abgefälschten Freistoß von Laurentiu Reghekampf zum Ausgleich (72.). Den Siegtreffer markierte Nico Herzig fünf Minuten später nach einem Patzer von VfL-Keeper Simon Jentzsch.

"Der Platzverweis war natürlich Gift für uns. Und beim zweiten Tor sehe ich schlecht aus. Das muss ich auf meine Kappe nehmen", sagte Jentzsch. Aachens Trainer Michael Frontzeck war mit seinem Team zufrieden: "Auch nach dem Rückschlag haben wir uns nicht beirren lassen. Die Mannschaft hat mein Vertrauen und hat gezeigt, warum."

bri/sid/dpa

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