Bundesliga am Sonntag Stuttgart setzt Erfolgsserie fort

Der VfB Stuttgart ist mit einem Auswärtssieg in die neue Saison gestartet. Gegen Rostock brauchte der Vizemeister zwar eine gewisse Anlaufzeit, doch dann schlug der eingewechselte Neuzugang Imre Szabics gleich zwei Mal zu.


 Überharter Einsatz im Ostseestadion: Jurica Vranjes vom VfB Stuttgart (unten) foult Rostocks Gabriel Melkam
DPA

Überharter Einsatz im Ostseestadion: Jurica Vranjes vom VfB Stuttgart (unten) foult Rostocks Gabriel Melkam

Rostock - Szabics hat dem VfB Stuttgart einen Traumstart in die neue Bundesliga-Saison beschert. Mit seinem Doppelschlag in der 75. und 76. Minute sorgte der erst nach gut einer Stunde eingewechselte Bundesliga-Neuling aus Ungarn am Sonntagabend für den verdienten 2:0 (0:0)-Erfolg des deutschen Vizemeisters beim FC Hansa Rostock.

"Nach einer harten Vorbereitung ist es gut gelaufen, speziell für mich", sagte Matchwinner Szabics, "ich habe sehr gute Bälle bekommen und zwei Mal getroffen. Aber es ist ganz egal, wer die Tore macht: Wir müssen zusammen spielen und gewinnen, dann können wir viel erreichen."

Im Bundesligaspiel Nummer eins nach dem Laufbahnende von Regisseur Krassimir Balakow verzichtete Magath auf seinen neuen Spielmacher Aliaksandr Hleb. Stattdessen zog Ex-Nationalspieler Horst Heldt im Stuttgarter Mittelfeld die Fäden und setzte teilweise gekonnt die Stürmer Kevin Kuranyi und Neuzugang Cacau in Szene. Der Defensive sollte Kapitän Zvonimir Soldo trotz einer Wadenverletzung Stabilität verleihen. Das gelang ihm bis zu seiner Auswechslung in der 46. Minute nur bedingt.

"In der zweiten Halbzeit hat sich meine Mannschaft gesteigert, der Ball lief besser durch unsere Reihen", sagte VfB-Trainer Felix Magath, "unsere Angriffsbemühungen wurden durch die beiden Tore belohnt. Ich glaube, dass der Sieg am Ende verdient war."

Rostocks Trainer Veh trotz Niederlage optimistisch


Hansas Trainer Armin Veh vertraute vor 26.000 Zuschauern allen fünf Neuzugängen und gab zudem Youngster Marco Vorbeck auf der rechten Seite den Vorzug vor Rene Rydlewicz. Vor allem der von Farum BK aus Dänemark gekommene Thomas Schultz belebte die Hansa-Offensive mit scharfen Flanken und erfüllte damit Vehs Forderungen nach stärkerem Flügelspiel.

"Die Standardsituationen haben das Spiel entschieden", sagte Hansa-Coach Armin Veh, "wir hätten heute eigentlich einen Punkt verdient gehabt. Der Unterschied lag in der Innenverteidigung. Allerdings habe ich heute gute Ansätze gesehen."

Rostock diktierte die Anfangsphase, war aber im Abschluss zu unpräzise und zu harmlos. Rade Prica (43.) und Martin Max (44./54.) vergaben die besten Rostocker Chancen. Stuttgart hätte durch Cacau vor der Pause in Führung gehen können, doch Hansa-Torhüter Mathias Schober parierte glänzend (38.).

Nach dem Wechsel war die Partie lange Zeit ausgeglichen, ehe der nach 61 Minuten eingewechselte Imre Szabics das Spiel mit einem Doppelschlag binnen 60 Sekunden entschied. Zunächst traf der Ungar nach einem Freistoß von Heldt mit dem Kopf, kurz darauf schloss er einen Alleingang gekonnt ab.

Hansa Rostock - VfB Stuttgart 0:2 (0:0)
0:1 Szabics (75.)
0:2 Szabics (76.)
Rostock: Schober - Tjikuzu, Kientz, Hill, Melkam - Vorbeck (69. Rydlewicz), Lantz, Plassnegger, Schultz (79. Arvidsson) - Prica, Max
Stuttgart: Hildebrand - Hinkel, Meira, Bordon, Gerber - Meißner (76. Lahm), Soldo (46. Tiffert) - Vranjes, Heldt - Kuranyi, Cacau (61. Szabics)
Schiedsrichter: Jansen (Essen)
Zuschauer: 26.000
Gelbe Karten: Lantz / Bordon, Vranjes, Soldo, Gerber

© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.