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Hannover gegen Leverkusen: Rutschpartie

Foto: Swen Pförtner/ dpa

Bundesliga Schnee verhindert Tor für Hannover - Leverkusen besiegt 96

In einem kuriosen Spiel hat Hannover 96 gegen Leverkusen verloren - trotz einer starken zweiten Hälfte. Heftiger Schneefall nahm dabei großen Einfluss auf die Partie.

In der 33. Minute des Spiels von Bayer Leverkusen bei Hannover 96 ist es zu einer der verrücktesten Szenen der aktuellen Bundesligasaison gekommen. Bayer-Torwart Lukas Hradecky verschätzte sich, als er aus dem Strafraum herauskam. Genki Haraguchi war frei durch, schoss in Richtung leeres Tor - aber der Ball kam nicht im Netz an. Er wurde im Schnee extrem langsam und wäre wohl sogar vor der Linie liegen geblieben. Letztlich klärte Jonathan Tah die Situation, obwohl er seinen Lauf zuvor schon abgebrochen hatte. Es wäre der Anschlusstreffer für Hannover gewesen, so führte Leverkusen weiter 2:0.

Am Ende gewann Bayer 3:2 (2:0). Kevin Volland (13. Minute, 28.) und Kai Havertz (87.) erzielten die Tore für die Gäste, Jonathas (51.) und Mitchell Weiser per Eigentor (73.) trafen für Hannover.

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Hannover gegen Leverkusen: Rutschpartie

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Der Schneefall hatte erst kurz vor Spielbeginn eingesetzt, die Partie verlief in der Folge chaotisch. Der weiße Ball wurde in der Anfangsphase gegen einen orangen ausgetauscht. In der 24. Minute wurde das Spiel kurz unterbrochen, Helfer fegten die Linien auf dem Platz frei. In der 41. Minute führte Schiedsrichter Sören Storks die Teams dann sogar in die Katakomben. Erneut wurden die Linien befreit, bevor die erste Hälfte zu Ende gebracht wurde.

Kind wollte "kritischen Anreiz" setzen

Und auch wenn gespielt wurde, hatte der Schnee großen Einfluss auf die Partie: Der Platz war rutschig, der Ball rollte langsam oder blieb stecken. Aber Leverkusen zeigte, dass Kombinationen trotzdem möglich waren: Nach gutem Zusammenspiel mit Volland und Havertz spielte Julian Brandt einen Steilpass auf Volland, der zum 2:0 ins Tor lupfte (28.). Zuvor war Leverkusen durch Vollands Abstauber in Führung gegangen: Hannovers Torwart Michael Esser hatte einen Schuss von Brandt vor die Füße des Angreifers gelenkt (13.). Und weil Haraguchis Schuss anschließend im Schnee stecken blieb, ging Hannover mit zwei Toren Rückstand in die Pause.

In der Halbzeit wurden die Strafräume vom Schnee befreit, kurz nach Wiederanpfiff ließ dann auch der Schneefall nach. Schwer zu bespielen blieb der Platz trotzdem. Ein probates Mittel waren auch deshalb hohe Bälle, so gelang Hannover auch der Anschlusstreffer: Jonathas köpfte nach einer Haraguchi-Flanke ein (51.). In Folge eines Freistoßes wehrte Hradecky dann einen Kopfball von Hendrik Weydandt ab, von Weisers Oberschenkel ging der Ball ins Tor (73.). Und trotzdem reichte es nicht zum Remis, weil Havertz per Kopf noch der Leverkusener Siegtreffer gelang.

In Hannover wurde in dieser Woche viel über Martin Kinds Abrechnung mit der Mannschaft gesprochen. Vor dem Spiel erklärte der Vereinspräsident, seine Aussagen sollten auch ein "kritischer Anreiz" sein. Die Mannschaft sollte zeigen, dass sie "besser ist, als ich sie eingeschätzt habe". Eine kämpferische Reaktion hat Hannover gezeigt. Das reichte gegen Leverkusen aber nicht.

Hannover 96 - Bayer Leverkusen 2:3 (2:0)
1:0 Volland (13.)
2:0 Volland (28.)
2:1 Jonathas (51.)
2:2 Weiser (73., Eigentor)
2:3 Havertz (87.)
Hannover: Esser - Korb (90. Felipe), Wimmer, Anton - Haraguchi, Schwegler, Walace (46. Weydandt), Albornoz - Bakalorz - Jonathas, Maina (68. Muslija)
Leverkusen: Hradecky - Weiser, Tah, Dragovic, Jedvaj - Baumgartlinger - Aránguiz (61. Kohr), Brandt - Havertz, Volland, Bailey (66. Bellarabi)
Schiedsrichter: Storks
Gelbe Karten: Jedvaj - Wimmer, Albornoz
Zuschauer: 34.000

Anmerkung der Redaktion: Der Vorname von Kai Havertz wurde korrigiert.

aev
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