Bundesliga Havertz schießt Leverkusen zum Sieg in Stuttgart

Klare Verhältnisse in der Bundesliga: Die Europapokalanwärter Leverkusen und Mönchengladbach siegen bei den Abstiegskandidaten Stuttgart und Hannover. In Leipzig trifft Timo Werner - will aber nicht verlängern.

Leverkusens Torschütze Kai Havertz (r.)
Marijan Murat DPA

Leverkusens Torschütze Kai Havertz (r.)


VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen 0:1 (0:0)

Die Stuttgarter warten seit fünf Spielen auf einen Sieg in der Bundesliga und haben es auch am 29. Spieltag nicht geschafft, einen Ausrutscher eines direkten Konkurrenten um das Erreichen eines Nichtsabstiegsplatzes auszunutzen. Im Heimspiel gegen Europa-League-Anwärter Bayer Leverkusen hielt der VfB zwar lange mit und verteidigte gut, doch als Gonzalo Castro am Rand des Strafraums Kevin Volland zu Fall brachte, gab Schiedsrichter Tobias Stieler Elfmeter. Bayers Jungstar Kai Havertz verwandelte in seinem 100. Pflichtspiel für die Profis der Werkself flach ins rechte Eck (64. Minute).

Dem VfB war danach die Verunsicherung anzumerken, selbst drei offensive Einwechslungen von Trainer Markus Weinzierl brachten die Gastgeber nicht zurück ins Spiel. In der Nachspielzeit sah Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar die Rote Karte, das genaue Vergehen war in den TV-Bildern zunächst nicht zu erkennen. Nach dem Remis des FC Schalke am Freitagabend hätten die Stuttgarter den Rückstand auf Augsburg und Schalke auf einen und drei Punkte verkürzen können, doch stattdessen rückt Nürnberg von hinten näher heran. Durch die Pleite des VfB hat Düsseldorf den Klassenerhalt sicher, die Fortuna empfängt am Sonntag den FC Bayern (15.30 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Eurosport)

RB Leipzig - VfL Wolfsburg 2:0 (2:0)

Champions-League-Anwärter RB Leipzig hat sich mit einem Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg auf dem dritten Tabellenplatz festgesetzt, der Vorsprung auf Rang fünf beträgt weiterhin sieben Punkte. Das Team von Trainer Ralf Rangnick dominierte bereits die erste Hälfte und führte früh durch Treffer von Kevin Kampl (16.) und Nationalspieler Timo Werner (28.), der mit seiner sechsten Torbeteiligung im vierten Spiel hintereinander seine ansteigende Form bestätigte.

In der Halbzeit bestätigte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff beim TV-Sender Sky, dass Werner seinen Vertrag in Leipzig nicht verlängern möchte. Der Vertrag des Stürmers läuft bis 2020, wenn die Leipziger eine hohe Ablöse bekommen wollen, müssen sie Werner im kommenden Sommer verkaufen.

Werder Bremen - SC Freiburg 2:1 (0:0)

Werder Bremen möchte in der kommenden Saison in den Europapokal zurückkehren. Dabei stehen zwei wichtige Partien an, nach dem Bundesligaspiel beim FC Bayern am kommenden Samstag empfangen die Bremer im DFB-Pokal vier Tage später erneut die Münchner. Was das mit dem Spiel gegen Freiburg zu tun hat? In der ersten Hälfte agierte Werder so, als seien die Gedanken eher bei den kommenden denn bei den aktuellen Aufgaben gewesen.

Nach der Pause wurde das Spiel der Bremer besser, was auch an der Einwechslung von Claudio Pizarro für Yuya Osako lag. Der 40 Jahre alte Peruaner bereitete das Führungstor von Davy Klaassen mit einer Flanke mit vor (76.). Außenverteidiger Theodor Gebre Selassi sorgte mit seinem Kopfballtor für die Entscheidung (84.), Luca Waldschmidts Anschlusstreffer (90.+3) kam zu spät. Durch den Sieg steht Werder vorerst auf dem sechsten Tabellenplatz, kann am Sonntag aber von der TSG Hoffenheim überholt werden.

Hannover 96 - Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:0)

Das Spiel begann aus Gladbacher Sicht unglücklich. Kapitän Lars Stindl, der in dieser Saison verletzungsbedingt bereits sieben Partien verpasst hat, stieß in der ersten Minute im Mittelfeld mit Hannovers Matthias Ostrzolek zusammen und musste ausgewechselt werden. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit war die Borussia zwar die bessere Mannschaft, doch die Serie von acht Spielen mit nur einem Sieg merkte man dem Team von Trainer Dieter Hecking vor allem in der Offensive an.

Stindls Vertreter Raffael war es dann, der zu Beginn der zweiten Hälfte mit einem unhaltbar abgefälschten Schuss das Führungstor erzielte (53.). Viel souveräner wurde das Gladbacher Spiel durch den Treffer nicht, doch Hannovers Harmlosigkeit im Angriff half den Gästen bei der Verteidigung des knappen Siegs. In der Tabelle liegt die Borussia mit 51 Punkten auf dem fünften Platz, Hannover kann nach der 21. Saisonniederlage und weiterhin nur 14 Punkten mit dem Abstieg in die 2. Liga planen.

Bitter für Gladbach: Nach der Partie stelle sich heraus, dass die Borussia erneut monatelang auf Stindl verzichten muss.Der 30-Jährige wurde noch am Samstag am gebrochenen Schienbein operiert.

krä



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Seite 1
der_dr_Nickel 13.04.2019
1. In Ermangelung...
...einer echten Alternative heute mal H96 vs. BMG verfolgt, natürlich auch um zu sehen ob es für den CL-Platz der Adlerträger eng werden könnte; es sieht nicht danach aus! Der ganze Schwung, die Leichtigkeit und das schnelle Angriffsspiel ist bei BMG nicht mehr vorhanden. Der (versuchte) Chipball von Neuhaus, nach Fehler von Ostrzolek(!), und 2xHazard waren eigentlich alles an Großchanchen in Hz. 1 was vom ehemaligen zweiten der Tabelle zu sehen war. Mit Haraguchi und Müller war das bei H96 aber auch nicht mehr, vom Tabellenletzten allerdings auch nicht zu erwarten. Interessanterweise war H96 wesentlich schneller im Passspiel und damit auch vorm Tor. BMG mit mehr Spielanteil, aber die B-Note wird nicht bewertet. In der zweiten Hz. zu Beginn tatsächlich mehr Bewegung und Zielstrebigkeit bei BMG, da war Dieter Hecking wohl laut in der Kabine. Aber auch heftige Abspielfehler im MF, die von H96 nicht genutzt wurden. Das (abgefälschte) Tor durch Raffael glücklich aber nicht unverdient. Weshalb danach aber wieder dieses Ballgeschiebe im MF erfolgte, anstatt nach vorne zu spielen, bleibt das Geheimnis von Kramer und co. Nur durch Flanken von außen oder Eckbälle entsprechende Chancen kreieren, hmm. Es folgte was folgen musste: H96 merkte das sie mithalten können und kam zu seinen Möglichkeiten. Das sie diese nicht nutzten war Glück für BMG. Alles in allem ein verdienter Sieg von BMG gegen den feststehenden Absteiger, aber auch nicht mehr. Trotz des Vorsprungs auf Platz 7 könnte es noch ein böses Erwachen, ohne Teilnahme am europäischen Wettbewerb, am Saisonende werden. Für H96 beginnt das was Thomas Doll im Interview gesagt hat: das große Auslaufen. Es reicht halt nicht. Ein ganz bitterer Moment in diesem Spiel bleibt der Zusammenstoß und Ausfall von Stindel in der Anfangsminute, im Eifer des Gefechtes entstanden und hätte für Ostrzolek genauso bitter enden können. Sah am Fernseher schon schlimm aus und in der Halbzeitpause die Mitteilung, dass das Schienbein tatsächlich durch sein könnte. Das ist super Sch.... und eine lange Rekonvaleszenz vorprogrammiert.
Levator 13.04.2019
2. Spucken
geht gar nicht. Ich persönlich mag es nicht, wenn derartig unsportlich agiert wird. Der Spieler meines Herzensvereins gehört bis zum Ende dieser Saison gesperrt. So nicht mein Argentina Friend!!!
Klangstof 13.04.2019
3. 11 Siege aus 87 Spielen!
Das ist die Gesamtbilanz der letzten 3 der Tabelle. Ich finde, der Abstiegskampf in dieser Saison ist eine Katastrophe. Langweilig, ohne Dynamik und Überraschungssiege. Wenn möglicherweise 30 Punkte für Platz 15 reichen und Platz 16-18 bei etwa 15-25 Punkte abschneiden werden, dann muss man nicht viel mehr dazu sagen! In den letzten Jahren war es schon anspruchsvoller da unten im Keller. Es wäre vor allem für den VfB so "leicht", an Augsburg und Schalke anzudocken, die Chance besteht und bestand Woche für Woche, doch sind auch die Schwaben zu doof für Alles! Von der fußballerischen Qualität hat Augsburg noch am meisten zu bieten, alle anderen, inkl. Schalke, müssten eigentlich direkt absteigen....eigentlich zählt aber leider nicht!
Skakesbier 13.04.2019
4. Glückwunsch
an Fortuna Düsseldorf für den extrem frühen Klassenerhalt!
legeips62 13.04.2019
5. Timo ist der Nachfolger
von Lewandowski. So einfach ist es.
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