Kampf um Champions-League-Platz 6:1 - Leverkusen zerlegt die Eintracht

Bayer Leverkusen führte bereits zur Halbzeit gegen überforderte Frankfurter 6:1. Schwacher Trost für die Eintracht: In der zweiten Hälfte blieben sie ohne Gegentor.

Bei Leverkusen klappte fast alles - Julian Brandt (Mitte) muss lachen
SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX

Bei Leverkusen klappte fast alles - Julian Brandt (Mitte) muss lachen


Eintracht Frankfurt hat bei Bayer Leverkusen eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen. Bereits zur Halbzeit stand es 6:1 für die Gastgeber, in der zweiten Hälfte verpasste es Bayer trotz zahlreicher guter Chancen, weitere Treffer nachzulegen. Leverkusen zieht durch dieses Ergebnis mit dem Tabellenvierten Frankfurt gleich und hat die Tordifferenz im Vergleich zum Konkurrenten um den Champions-League-Platz deutlich verbessert.

Dabei kam für die Eintracht sogar noch mal kurz Hoffnung auf, dem Spiel doch noch eine positive Wendung geben zu können. Zwar hatten Bayers Jungstars Kai Havertz (2. Minute) und Julian Brandt (13.) die Gastgeber früh in Führung gebracht, doch Filip Kostic fand mit dem schnellen Anschlusstreffer eine Antwort (14.).

Was Frankfurts Trainer Adi Hütter und sein Team da noch nicht ahnten: 22 Minuten später sollten sie mit 1:6 zurückliegen und somit den Rekord für den höchsten Rückstand zur Halbzeit in der Bundesliga-Geschichte einstellen. Charles Aránguiz, der die beiden ersten Bayer-Treffer vorbereitet hatte, traf nach einer starken Einzelleistung selbst (28.), Lucas Alario steuerte zwei Tore bei (23., 34.). Noch unglücklicher lief es für Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger, der mit einem Kopfball ins eigene Tor die desolate erste Hälfte abrundete (36.).

Im zweiten Durchgang hatte Havertz gleich mehrfach die Möglichkeit, den Abend noch bitterer für die Eintracht zu gestalten, scheiterte aber zweimal freistehend an Trapp (65., 69.) und schoss den Ball einmal knapp über das Tor (73.). So bleibt es beim 1:6 aus Frankfurter Sicht - nur 1:6.

Beide Teams liegen in der Tabelle nun nach Punkten gleichauf, Frankfurt hat trotz der deutlichen Niederlage noch immer das leicht besser Torverhältnis. Leverkusen hat das vermeintlich leichtere Restprogramm mit Spielen gegen Schalke und bei der Hertha, die Eintracht empfängt zuerst Mainz 05 und muss am letzten Spieltag zum FC Bayern reisen.

Doch zunächst wartet auf Frankfurt die internationale Bühne: Am Donnerstag (21 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE, TV: RTL, Dazn) tritt das Team nach dem 1:1 in Frankfurt zum Halbfinal-Rückspiel der Europa League beim FC Chelsea an.

Bayer Leverkusen - Eintracht Frankfurt 6:1 (6:1)
1:0 Havertz (2.)
2:0 Brandt (13.)
2:1 Kostic (14.)
3:1 Alario (23.)
4:1 Aranguiz (28.)
5:1 Alario (34.)
6:1 Hinteregger (36., Eigentor)
Leverkusen: Hradecky - Tah, S. Bender (60. Dragovic), Wendell - Baumgartlinger, Aránguiz - L. Bender (67. Weiser), Volland - Havertz, Brandt - Alario (83. Paulinho)
Frankfurt: Trapp - Touré, Abraham, Hasebe, Hinteregger, N'Dicka (37. Jovic) - Fernandes, Willems (37. Gacinovic) - da Costa (74. Chandler), Kostic - Rebic
Schiedsrichter: Hartmann
Gelbe Karten: - / Abraham, Fernandes, Hinteregger
Zuschauer: 30.000

tip



insgesamt 3 Beiträge
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Skakesbier 05.05.2019
1. Na ja, momentan
haben die Frankfurter erst mal das Nahziel, nächste Woche bei Chelsea den Einzug ins Finale des UEFA-Cups zu erreichen. Da war das heutige Spiel eher 'ne - völlig in die Hose gegangene - Pflichtübung.
spon1899 05.05.2019
2.
Wohl kein Finale und wohl keine Champions-League. Könnte ein übles Ende der Saison werden, auch wenn erneute EL auch ok wäre für Frankfurt.
tairen 05.05.2019
3. #spon1899
was heißt denn hier "übles Ende"? Die Saison der Eintracht kann, gemessen an ihren Möglichkeiten, nur als überragend angesehen werden. Jede deutsche Mannschaft sollte sich ein Beispiel nehmen. Wenn du Teams wie Dortmund und Bayern diesen Kampfgeist vermitteln könntest, wären sie mit Sicherheit nicht so kläglich gescheiter in der CL und würden die Bundesliga in einen ungeahnten Ausmaß dominieren. Ich bin wirklich tief beeindruckt von Frankfurt. Klar sind die jung stehend KO, da kann sowas schonmal passieren wie in Leverkusen. Ich geben Ihnen aber in sofern recht, dass ein verpassen der CL ein übles Ende für diese Mannschaft wäre, denn ein Ausverkauf wäre in diesem Fall wohl kaum zu verhindern.
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