Fußballbundesliga Bayern besiegt Paderborn 6:0, Torwart trifft für Augsburg

Der FC Bayern hat dem Außenseiter keine Chance gelassen: Gegen den SC Paderborn trafen die Münchner nach Belieben. Mainz gewann beim Debüt seines neuen Trainers, Werder Bremen und Augsburg bejubelten Tore in der Nachspielzeit.

Getty Images

Hamburg - Nur ein Tor in der Rückrunde, und schon sprachen die ersten von einem Fehleinkauf: Robert Lewandowski wurde in den vergangenen Tagen häufiger kritisiert. Davon unbeeindruckt gelang dem Polen gegen Paderborn in der ersten Halbzeit ein Doppelpack. Es war nur der Anfang: Der Rekordmeister gewann in Paderborn 6:0 (2:0).

Die Bayern begannen die Partie mit viel Ballbesitz, doch Paderborn verteidigte gut und gewann viele Zweikämpfe. Dann leitete Arjen Robben einen Pass von David Alaba in den Lauf von Lewandoswki. Der schob den Ball durch die Beine von Torwart Lukas Kruse (24. Minute) ins Tor. 13 Minuten später legte Lewandowski nach einem Pass von Franck Ribéry nach (37.).

In der zweiten Halbzeit wurde es richtig bitter für Paderborn: Florian Hartherz sah für ein Foul an Robben Rot (62.). Den Elfmeter verwandelte der Bayern-Stürmer lässig selbst. In Unterzahl galt es danach für die Mannschaft von André Breitenreiter, ein Debakel wie das des HSV beim 0:8 in der vergangenen Woche zu vermeiden. Doch Paderborn wirkte nach dem dritten Gegentreffer angeschlagen. Die Bayern nutzten das und erhöhten: Erst traf Ribéry (72.), dann Mitchell Weiser (78.) und schließlich wieder Robben (86.).

FC Augsburg - Bayer Leverkusen 2:2 (0:1)

Der erste Treffer des Tages fiel nicht in Paderborn, sondern in Augsburg. Nach einer guten Chance von Karim Bellarabi in der siebten Minute, war es nur eine Minute später Josip Drmic, der für Leverkusen traf. Heung-Min Son spielte Drmic in den Laufweg. Torwart Marwin Hitz wehrte ab, hielt den Ball aber nicht fest. Der Abpraller landete wieder vor Drmic, und der schob ihn geschickt am Keeper vorbei ins Tor (8.). Nach einer starken Anfangsphase der Leverkusener war es die verdiente Führung.

Augsburg und Leverkusen begegneten sich über weite Strecken auf Augenhöhe. Doch die Pässe der Gäste waren gefährlicher. In der zweiten Halbzeit gingen die Zweikämpfe weiter. Auch wenn Bayer einige Möglichkeiten hatte, so waren es die Augsburger, denen der Treffer gelang: Der eingewechselte Caiuby kam frei vor Leverkusens Torwart Bernd Leno zum Schuss und traf - 1:1 (59.). In der 84. Minute gelang Leverkusen dann ein weiterer Treffer durch Stefan Reinartz. Bis zum letzten Moment sah Leverkusen wie der Sieger der Partie aus, doch in der Nachspielzeit traf ausgerechnet Torwart Hitz zum Ausgleich (90.+4).

FC Schalke 04 - Werder Bremen 1:1 (0:0)

Auf Schalke hatte Bremen die Fortsetzung der Siegesserie im Blick. Doch es waren die Schalker, die stark starteten. Es dauerte etwa 20 Minuten, bis die Bremer den Druck erhöhten. Franco di Santo hatte kurz nacheinander gleich zwei gute Gelegenheiten, war jedoch im Abschluss zu ungenau.

In der zweiten Hälfte ging Schalke dann durch einen Patzer von Werder-Torwart Raphael Wolf in Führung. Tranquillo Barnetta spielte den Ball quer zu Max Meyer, der den Ball aufs Tor schoss. Wolf war zwar zur Stelle, doch der Ball rutschte ihm durch die Arme (61.). Erst in der Nachspielzeit gelang Sebastian Prödl der Ausgleich (90.+1). Bremen bleibt in der Rückrunde ungeschlagen.

Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 3:1 (1:1)

Gelungene Premiere des neuen Mainzer Trainers Martin Schmidt: Bei seinem Debüt auf der Bank des FSV gelang seiner Mannschaft ein Sieg im Derby gegen Frankfurt. Dabei lagen die Gastgeber zunächst zurück, Stefan Aigner brachte die defensiv eingestellte Eintracht in Führung (35.). Diese hielt nur kurz, Christian Clemens traf zum schnellen Ausgleich (38.).

Nach der Pause drehte der FSV die Partie: Johannes Geis zog einen Freistoß von der Seitenlinie direkt aufs Tor und überraschte damit Eintracht-Keeper Kevin Trapp (47.). Kurz darauf traf Yunus Malli zum 3:1 für Mainz (50.). Frankfurt musste die Partie zu zehnt beenden, nachdem Carlos Zambrano für einen Ellenbogenschlag die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (83.). Durch den Sieg verbessert sich Mainz auf Platz zehn, Frankfurt bleibt Neunter.

SC Freiburg - TSG Hoffenheim 1:1 (1:1)

Freiburg hat es verpasst, sich im Abstiegskampf Luft zu verschaffen. In einer von aggressivem Pressing geprägten Partie gingen die Gastgeber nach einer Standardsituation zwar in Führung. Jonathan Schmid flankte einen Freistoß in den Strafraum, Immanuel Höhn vollendete per Direktabnahme zum 1:0 (25.). Kurz vor der Pause gelang jedoch Kevin Volland per Distanzschuss der Ausgleich für die bis dahin harmlose TSG (39.). In der zweiten Hälfte wurde Hoffenheim stärker, verpasste es aber, ein Tor zu schießen. Unter anderem scheiterte Eugen Polanski mit seinem Versuch am Pfosten (52.). Kurz vor Schluss sah Freiburgs Marc Torrejon die Rote Karte. Hoffenheim bleibt Siebter, Freiburg ist weiter 16.

mon/mrr



insgesamt 49 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
ambergris 21.02.2015
1.
Also, ich warte auf den großen Knall bei Bayer. Aus den letzten sechs Spielen ein Sieg...gegen Hertha... Wenn Augsburg, Leverkusen und Schalke nur zum Unentschieden kommen, gewinnt Gladbach auch ohne zu spielen. Bremen beißt sich tatsächlich fest. Sie haben zwei Spieltage Vorsprung auf Dortmund, was das Aufholen angeht.
tobo5824-09 21.02.2015
2. Leverkusen
Werkself hin oder her: Wenn Leverkusen spielt, gibt es zuletzt spannende und attraktive Spiele.
austübingen 21.02.2015
3. Naja
Zitat von tobo5824-09Werkself hin oder her: Wenn Leverkusen spielt, gibt es zuletzt spannende und attraktive Spiele.
Wenn ich mich da an Not gegen Elend, also B04 gegen BVB erinnere ... ... wo man da Spannung entdecken konnte ist mir rätselhaft - geschweige denn Attraktivität. Klar, da gab es auch B04 vs. Wolfsburg. Aber eben nicht nur das. B04 nimmt seine übliche Rückrundenkrise. Damit haben sie noch jede Saison vergeigt.
nummer50 21.02.2015
4. Platzverweis
An dem Platzverweis für den Paderborner Spieler kann man erst recht erkennen, welchen Dusel der BVB gestern mit der Schiedsrichterentscheidung hatte, ansonsten wäre Sahin ebenfalls regelkonform vom Platz geflogen. Aber darüber hört man kein Wort aus dem BVB Umfeld. Dass die Regel Quatsch ist steht auf einem anderen Blatt.
Greg84 21.02.2015
5.
Zitat von nummer50An dem Platzverweis für den Paderborner Spieler kann man erst recht erkennen, welchen Dusel der BVB gestern mit der Schiedsrichterentscheidung hatte, ansonsten wäre Sahin ebenfalls regelkonform vom Platz geflogen. Aber darüber hört man kein Wort aus dem BVB Umfeld. Dass die Regel Quatsch ist steht auf einem anderen Blatt.
Wobei ich in diesem Fall die rote Karte auch nicht nötig fand. Meiner Meinung nach war es keine ganz klare Torchance mehr, weil Robben der Ball doch recht weit wegspringt. Foul und Elfmeter waren es für mich auf jeden Fall aber eine Notbremse nicht. Hätte sicher nicht dazu geführt, dass Paderborn das Spiel noch dreht aber für den Spieler und die Mannschaft schade, dass er jetzt ein Spiel aussetzen muss.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.