Bundesliga Bayern blamiert Hoffenheim, Gladbach schwächelt

Den Frust einfach wegballern: Der FC Bayern hat eine desolate Hoffenheimer Mannschaft abgeschossen. Bayer Leverkusen verlor trotz Führung in Wolfsburg, Mainz besiegte Nürnberg. Gladbach tat sich gegen Freiburg schwer, Köln sorgte bei Otto Rehhagel für schlechte Laune.

dapd

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Hamburg - Der FC Bayern hat sich eindrucksvoll im Titelkampf zurückgemeldet. Eine Woche nach der enttäuschenden Niederlage in Leverkusen reagierte sich das Team von Trainer Jupp Heynckes an 1899 Hoffenheim ab. Die TSG hatte Glück, dass es am Ende nur 1:7 (0:5) stand, Bayern hätte locker zweistellig gewinnen können.

"Wir haben ein klasse Spiel gezeigt. Vor allem haben wir unsere Tore bilderbuchhaft herausgespielt. Im Gegensatz zu Leverkusen haben wir heute unsere Chancen genutzt. Basel wird es uns am Dienstag aber nicht so leicht machen wie die Hoffenheimer Mannschaft heute", sagte Heynckes nach dem Spiel.

Freude auch vom VfL Wolfsburg: Die Niedersachen drehten einen frühen 0:1-Rückstand gegen Leverkusen und gewannen am Ende 3:2 (2:1). Einen Heimsieg landete auch der FSV Mainz 05 gegen den 1. FC Nürnberg (2:1) und verschaffte sich - ebenso wie der VfL - ein Polster auf die unteren Tabellenplätze.

Dort steht weiterhin der SC Freiburg, daran änderte auch der 0:0-Achtungserfolg in Gladbach nichts. Otto Rehhagel musste ebenfalls einen Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen. In einer hitzigen Partie mit drei Platzverweisen gewann Köln 1:0 (1:0), verlor aber Lukas Podolski.

Der FC Bayern ließ die Hoffenheimer von Beginn an gar nicht erst ins Spiel kommen. Stattdessen gab es Dauerdruck auf das Tor der Gäste - mit frühem Erfolg. Bereits nach fünf Minuten wehrte TSG-Torhüter Tom Starke einen Schuss von Thomas Müller in die Strafraummitte ab, wo Gomez schnell reagierte und zum 1:0 einschob.

1899-Abwehrchef Compper ein Totalausfall

Nur sechs Minuten später der zweite Blackout der Gäste: Philipp Lahm konnte über die rechte Seite ziemlich unbedrängt in den Strafraum der Hoffenheimer laufen, wo er von Marvin Compper von den Beinen geholt wurde. Arjen Robben verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:0 für die Bayern. "Das war ein wunderbares Spiel. Wir haben sofort unsere Chancen genutzt und sind früh in Führung gegangen", sagte Lahm später.

Doch das reichte dem zuletzt viel kritisierten Team von Jupp Heynckes noch lange nicht. Bayern dominierte weiterhin die Partie nach Belieben, Hoffenheim wirkte völlig verunsichert. Besonders die Abwehr der Gäste ließ jegliche Organisation vermissen. Toni Kroos nutzte die Passivität der Hoffenheimer Hintermannschaft aus und traf mit einem Fernschuss bereits in der 18. Minute zum 3:0.

Die Bayern spielten sich in einen wahren Rausch, Hoffenheim wirkte wie betäubt. In der 29. Minute pennte Verteidiger Jannik Vestergaard, hob bei einem Steilpass von Franck Ribéry auf Robben das Abseits auf. Der Niederländer umkurvte Starke und schob zum 4:0 ein. Hoffenheim war zu diesem Zeitpunkt längst unter dem Niveau einer Thekenmannschaft. Das nutze Gomez zu seinem 24. Saisontreffer, den der Stürmer nach einer Flanke von Ribéry per Kopf aus acht Metern erzielte.

Auch nach der Pause drängte Bayern auf weitere Treffer, die dann auch fielen. Nach einer Ecke von Robben nutzte Compper seine exponierte Stellung im Strafraum, um dem Ball aus nächster Nähe hinterherzuschauen. Gomez hielt den Kopf hin und erhöhte zum 6:0 (48.). Der siebte Streich gelang Ribéry nach einem Konter über den starken Robben (58.).

Fünf Minuten vor dem Ende hatte Luiz Gustavo dann Mitleid mit seinen ehemaligen Teamkollegen und sorgte per Eigentor für den Ehrentreffer der Gäste.

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