Sieg in Freiburg Lewandowski schießt Bayern zur Hinrundenmeisterschaft

Früh in Rückstand geraten, danach dominiert und spät gewonnen: Der FC Bayern hat dank Robert Lewandowski einen erfolgreichen Start ins Jahr 2017 gefeiert - und sich damit die Herbstmeisterschaft gesichert.

DPA

Mit dem ersten Tabellenplatz war der FC Bayern bereits in die Winterpause gegangen, die Hinrundenmeisterschaft steht aber erst jetzt fest: Dank eines späten 2:1 (1:1)-Siegs beim Freiburg ist der Rekordmeister am 17. und letzten Spieltag der Bundesliga-Hinrunde nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Eindrucksvoll hatte der Spitzenreiter am letzten Spieltag vor der Pause Verfolger RB Leipzig besiegt. So schwungvoll spielten die Münchner nach dem Jahreswechsel nicht und gerieten zu Beginn sogar in Rückstand. Janik Haberer schoss den ersten Liga-Treffer im Jahr 2017 nach vier Minuten. Bayerns Top-Stürmer Robert Lewandowski gelang der Ausgleich (35. Minute). Danach fehlte Bayern lange die Torgefahr, doch Lewandowski gelang in der Nachspielzeit der Doppelpack zum Sieg mit einem Traumtor (90.+1).

Beim FC Bayern ersetzte Thomas Müller den verletzten Thiago im Zentrum. Zudem stand Arjen Robben in der Startelf, Anfang der Woche hatte der Niederländer seinen Vertrag bis 2018 verlängert. Robben sorgte auch für den ersten Torschuss der Münchner (7.). Dieser war jedoch harmlos und die Anfangsphase gehörte dem Gegner.

Nach einem zu kurzen Klärungsversuch von Mats Hummels spielte Freiburgs Top-Scorer Vincenzo Grifo einen sehenswerten Pass in den Lauf von Haberer, der aus spitzem Winkel die Führung erzielte (4.). Auch danach spielte der SCF mutig und schaltete nach Ballgewinn schnell um, beim Rekordmeister klafften dagegen große Lücken zwischen Abwehr und Mittelfeld.

Wie reagierte der FC Bayern?

Freiburg nutzte das, konterte und Florian Niederlechner versuchte mit einem Fernschuss auf 2:0 zu stellen, zu unplatziert allerdings (20.). Die Bayern hatten zu diesem Zeitpunkt zwar die Kontrolle übernommen, für Gefahr sorgte erst ein Flachschuss von Arturo Vidal in der 27. Minute, den Torwart Alexander Schwolow mit einer starken Reaktion zum Eckball lenkte. Der Münchner Druck nahm weiter zu, zuerst verpasste Lewandowski noch den Ausgleich mit einem Schuss aus der Drehung (34.). Sekunden später erzielte der Pole aber das 1:1 nach einem Eckball aus kurzer Distanz. Das war der Halbzeitstand.

Fotostrecke

10  Bilder
Fotostrecke: Lewandowski sei Dank

Nach der Pause hatte Freiburg Glück, als Schiedsrichter Manuel Gräfe bei einem Foul von Pascal Stenzel an Müller auf einen Elfmeterpfiff verzichtete (47.). Für den nächsten Höhepunkt sorgte Robben in für ihn typischer Manier, er zog von rechts nach innen und prüfte Schwolow aus der Distanz (56).

Bayern blieb bestimmend, ohne ernsthafte Chancen auf den Sieg zu kreieren. Freiburg war mit dem Unentschieden zufrieden, wurde aber noch mal gefährlich und fiel in der Offensive mit einem starken Fernschuss von Maximilian Philipp (84.) und einem Abschluss durch Nils Petersen auf (88.). Es blieb jedoch nicht beim 1:1, denn Lewandowski gelang in der Nachspielzeit doch noch der Siegtreffer. Nach einer überragenden Brustannahme traf der Angreifer ins linke Toreck.

SC Freiburg - Bayern München 1:2 (1:1)
1:0 Haberer (4.)
1:1 Lewandowski (35.)
1:2 Lewandowski (90.+1)

SC Freiburg: Schwolow - Stenzel (83. Kübler), Torrejon, Gulde, Günter - Philipp, Höfler, Frantz, Grifo - Haberer (80. Bulut) - Niederlechner (70. Petersen)
Bayern München: Neuer - Lahm, Martínez, Hummels, Alaba (71. Juan Bernat) - Alonso, Vidal (55. Kimmich) - Robben, Thomas Müller, Douglas Costa (71. Ribéry) - Lewandowski
Gelbe Karte: Haberer - Alonso, Douglas Costa
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Zuschauer: 24.000 (ausverkauft)

jan

insgesamt 13 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
hutzel13 20.01.2017
1. Individuelle Klasse
Am Ende hat die klasse eines Robert Lewandowski das Spiel entschieden. Die Frage ist aber wieder warum ein Xabi Alonso nach einem klaren taktischen Foul wieder nicht nicht vom Platz gehen musste ?
ex_Kamikaze 20.01.2017
2. Was lernen wir daraus?
"Bayern" München hat nur einen Spieler der den Unterschied macht, und der heißt Robert Lewandowski. Xabi Alonso darf so oft holzen wie er will, und wenn zwei das Gleiche tun wird es unterschiedlich bewertet. Müller bekam für die Schwalbe im Strafraum in der 1. Halbzeit nichts, Haberer in der Zweiten gelb. Dazu kommen unglaublich viele Fehlentscheidungen der überforderten Schiedsrichter - von nicht geahndeten oder kaum geahndeten Fouls (Hummels/Alonso 2x/ Vidal) bis zu absurden Abseits-Entscheidungen (gegen Robben).
hobbyschwoab 20.01.2017
3.
Was hab ich soeben für ein Spiel gesehen. War es das gleiche wie der Kommentator? Na ja, mit der passenden Brille sieht man bei den Bayern auch nach so einer mittelmäßigen Vorstellung Dominanz. Es war eher durchwachsen und kämpferisch seitens Freiburg eine reife Leistung.
brotherandrew 20.01.2017
4. Trotz ...
... klarer Dominanz war es ein glücklicher Sieg für den FCB. Freiburg hat extrem gut verteidigt und war nach vorne immer gefährlich. Die Bayern müssen daran arbeiten, mehr Chancen zu kreieren.
wirep 21.01.2017
5.
ich dachte immer, dass der Herbstmeister das Team ist, welches vor der Winterpause oben steht? Mann belehre mich bitte! :)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.