Bundesliga Bayern gewinnen gegen Mainz

Jetzt müssen die Bayern auf einen Ausrutscher von Leipzig hoffen: Die Münchner gewannen gegen Mainz 05 und haben genauso viele Punkte wie der Tabellenführer. Wenn RB verliert, ist Carlo Ancelotti mit seinem Team wieder Erster.

AFP

Starke 45 Minuten waren genug: Der FC Bayern hat zum Auftakt des 13. Bundesliga-Spieltags gegen Mainz 05 gewonnen, einen frühen Rückstand drehten die Münchner noch vor der Pause. Durch das 3:1 (2:1) hat das Team von Trainer Carlos Ancelotti 30 Punkte - so viele wie RB Leipzig, der Tabellenführer spielt am Samstagabend gegen Schalke (18.30 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE).

"In der ersten Halbzeit haben wir so gespielt wie lange nicht mehr", sagte Arjen Robben, einer der Torschützen, nach der Partie: "Die vergangenen Wochen haben uns ein bisschen die Überraschungen gefehlt. Das war heute gut. Eigentlich hätten wir schon in der ersten Hälfte mehr Tore erzielen müssen."

Ancelotti hatte sich einige Gedanken zur Aufstellung gemacht, Philipp Lahm aus der Abwehr ins defensive Mittelfeld beordert, auf den Flügeln konnten zum ersten Mal seit neun Monaten Franck Ribéry und Arjen Robben mal wieder von Beginn an spielen. Der zuletzt heftig kritisierte Jérôme Boateng ("down to earth") saß auf der Bank, neben Mats Hummels stand Javier Martínez in der Innenverteidigung.

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Sieg gegen Mainz: Münchner Minimalisten

Er stand allerdings nicht lange. In der vierten Minute rutschte der Spanier beim Versuch weg, Mainz' wuchtigen Stürmer Jhon Córdoba zu halten. Der Kolumbianer sprintete allein auf Manuel Neuer zu und traf ins lange Eck. Der nächste Rückschlag in einer für die Bayern an Rückschlägen nicht eben armen Zeit.

Doch der Meister tat so, als sei nichts geschehen. Robben behielt bei einem schnellen Angriff die Übersicht, passte zu Robert Lewandowski und der Stürmer ließ Jonas Lössl im Tor der 05er keine Chance - 1:1 (8. Minute). Bei der einleitenden Balleroberung hatte Lahm allerdings Yunus Malli gefoult, doch der Mainzer bekam keinen Freistoß zugesprochen. Den Bayern diente der schnelle Ausgleich als Ausrufezeichen und als Auftakt zu einer der besten Spielhälften der Münchner in dieser Saison.

Bayern drehen das Spiel noch vor der Pause

Robben, Ribéry, Lewandowski und Thomas Müller wechselten immer wieder die Positionen, brachten Mainz aus dem Konzept und schufen viele Freiräume und in der Folge auch Chancen. Müller (13.) vergab zwar ebenso frei vor Lössl wie Robben (25.), doch der Niederländer hatte zuvor schon per Kopf zum 2:1 getroffen (21.). Kurz vor der Pause stand wieder Martínez im Mittelpunkt: Einen Konter der Mainzer stoppte er mit der Hand, anders als in der Vorwoche gegen Leverkusen erkannte der Schiedsrichter das Vergehen diesmal und zeigte dem Münchner Gelb.

In der zweiten Hälfte blieben die Münchner zwar zunächst dominant, waren aber deutlich ungefährlicher. So viel Platz, wie die Bayern-Angreifer zuvor hatten, ließ Mainz ihnen nun nicht mehr. Erst nach über einer Stunde hatte Robben mal wieder eine Chance. Der 32-Jährige bekam den Steilpass von Müller aber nicht gut unter Kontrolle und scheiterte beim Versuch, Lössl auszuspielen (64.).

Mainz kam nach und nach besser ins Spiel. Vor allem Malli, Karim Onisiwo und der eingewechselte Levin Öztunali bereiteten München viele Probleme. Die Gäste hätten noch einen Elfmeter verdient gehabt, nachdem Müller von Stefan Bell im Strafraum umgerempelt worden war, doch Schiedsrichter Daniel Siebert ließ weiterspielen (81.). In der Nachspielzeit verwandelte Lewandowski noch einen direkten Freistoß zum Endstand (90.+1).

FSV Mainz 05 - Bayern München 1:3 (1:2)
1:0 Cordoba (4.)
1:1 Lewandowski (8.)
1:2 Robben (21.)
1:3 Lewandowski (90.+1)
Mainz: Lössl - Donati, Balogun, Bell, Hack (62. Öztunali), Brosinski - Frei (72. Latza), Ramalho (81. De Blasis), Malli - Onisiwo, Cordoba
München: Neuer - Kimmich (77. Vidal), Martínez, Hummels, Alaba - Lahm, Thiago - Robben, Thomas Müller (87. Sanches), Ribéry (66. Costa) - Lewandowski
Schiedsrichter: Daniel Siebert
Zuschauer: 34.000
Gelbe Karten: Cordoba (5), Bell (6), Balogun (2) - Martinez (3), Lewandowski

luk

insgesamt 33 Beiträge
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Seite 1
pr8kerl 02.12.2016
1. Gratulation, verdienter Sieg
Gute erste Halbzeit, dann stark nachgelassen und auf Konter gehofft. Dazu müssen die Bayern aber wieder ballsicherer werden.
ge1234 02.12.2016
2. Na also,...
.... geht doch! Man könnte fast sagen, seitdem Uli wieder im Boot ist, läuft's wieder! Der Brause-Spuk wird bald vorbei sein! Und nein, Lahms Tackling war absolut fair und galt nur dem Ball!
walter_de_chepe 03.12.2016
3. Was höre ich da?
Schalke ist eine Spitzenmannschaft. Ein Anwärter auf einen Platz unter den ersten vier. Eine Niederlage gegen Schalke ist kein Ausrutscher.
Augustusrex 03.12.2016
4. Schlecht geschrieben
Schreiben Sie nicht "Wenn RB verliert", schreiben Sie lieber: "Falls RB verlieren sollte". Ihre Sentenz klingt so endgültig und fast, als wäre die Niederlage von RB schon ausgemachte Sache. Ist es aber nicht. So wie die Plastiktruppe spielt, muss die erst mal einer der "Traditionsvereine" schlagen. Sie merken sicher, dass ich kein großer Freund von RB bin, die Leistung muss man aber trotzdem anerkennen.
car-lover 03.12.2016
5. Unsportlich
Als sportreporter sollten sie nicht davon ausgehen, dass jemand auf das Verlieren anderer hofft. Das ist zutiefst unsportlich und sowenig ich die bayern mag so sind sie sicher so sportlich dass sie durch ihre leistung und nicht anderer fehlleistung oben stehen wollen....ätsch bätsch schreiberling hat sicher früher auch immer eher verloren
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