Bundesliga Bayern und Leverkusen straucheln

Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga hält an. Beide Meisterschaftskandidaten mussten sich mit Unentschieden zufrieden geben.


Torschütze und Spielgestalter: Youri Djorkaeff vom 1. FC Kaiserslautern
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Torschütze und Spielgestalter: Youri Djorkaeff vom 1. FC Kaiserslautern

München - Spitzenreiter Bayern trennte sich am Samstag vom 1. FC Kaiserslautern mit 2:2 und liegt auf Grund der um fünf Treffer besseren Tordifferenz weiter knapp vor dem punktgleichen Verfolger Bayer, der sich beim 1:1 gegen den SC Freiburg ebenfalls einen überraschenden Punktverlust erlaubte.

Der Hamburger unterstrich seine Anwartschaft auf einen Champions-League-Platz durch das 2:0 gegen den TSV 1860 München. Wieder Anschluss nach oben fand der VfB Stuttgart dank des 1:0-Sieges über Hertha BSC. Nach dem 2:3 gegen den VfL Wolfsburg kann Schlusslicht MSV Duisburg dem Abstieg wohl kaum noch entgehen.

Der 26. Spieltag wird am (morgigen) Sonntag mit den Begegnungen Werder Bremen - Borussia Dortmund und Schalke 04 - Eintracht Frankfurt (jeweils 17.30 Uhr) abgeschlossen.

Obwohl im Gegensatz zum Champions-League-Ausflug nach Kiew wieder in Bestbesetzung angetreten, fanden die Bayern vor 60.000 Zuschauern im Olympiastadion gegen den 1. FC Kaiserslautern lange Zeit überhaupt nicht ins Spiel. Die Abwehr der Münchner machte bei den Toren der Lauterer durch Youri Djorkaeff (20.) und Marco Reich (30.) keine gute Figur. Doch der Meister konnte sich im entscheidenden Augenblick auf Giovane Elber verlassen, der ihm mit seinen Saisontoren Nummer elf und zwölf (22./61.) wenigstens noch einen Punkt rettete.

Eine Woche nach dem 9:1-Schützenfest in Ulm verpasste Leverkusen ausgerechnet gegen die abstiegsbedrohten Freiburger den Sprung an die Tabellenspitze. Trotz klarer Überlegenheit gelang der Elf von Trainer Christoph Daum nur noch der Ausgleich durch den Brasilianer Emerson (53.), nachdem Levan Kobiaschwili (3.) für die frühe Führung der Breisgauer gesorgt hatte.

Die Ausrutscher des Führungsduos brachten den Hamburger SV wieder näher an die Tabellenspitze heran. Die Hanseaten setzten ihre vor zwei Wochen gegen Ulm unterbrochene Erfolgsserie im heimischen Volksparkstadion fort. Mit dem 2:0 gegen den TSV 1860 München durch Tore von Roy Präger (45.) und Rodolfo Cardoso (54.) hielt der HSV einen direkten Konkurrenten um einen Champions-League-Platz auf Distanz.

Einen Tag nach der Trennung von Trainer Friedhelm Funkel fand der MSV Duisburg auch unter Nachfolger Seppo Eichkorn nicht auf Erfolgskurs zurück. Durch das erste Bundesliga-Tor des Tschechen Pavel Drsek (30.) und einen von Michael Zeyer verwandelten Foulelfmeter (78.) gingen die "Zebras" gegen den VfL Wolfsburg zwar zwei Mal in Führung. Doch nach einer gelb-roten Karte gegen Hajto fehlte dem MSV in der Schlussphase die Kraft. Jonathan Akpoborie (62.), Andrzej Juskowiak (83.) und Dorinel Munteanu (86.) raubten den Duisburgern wohl die letzte Hoffnung auf den Klassenverbleib.

Die sportliche Achterbahnfahrt des VfB Stuttgart hält an. Nach zuletzt zwei Niederlagen feierte die schwächste Heimmannschaft der Liga beim 1:0 gegen Hertha BSC wieder ein Erfolgserlebnis. Nachdem VfB-Keeper Franz Wohlfahrt einen Handelfmeter des Berliners Michael Preetz (53.) pariert hatte, erzielte Sean Dundee (62.) das entscheidende Tor für die Schwaben. In der letzten Minute verloren die Hausherren Ganea durch die rote Karte.



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