Schalke in der Krise Tönnies erhöht Druck auf Keller

"Wir werden analysieren und dann entscheiden": Die Worte von Schalke-Boss Clemens Tönnies müssen wie eine Drohung für Trainer Jens Keller wirken. Nach der Niederlage von Hoffenheim wird der Ton in Gelsenkirchen deutlicher rauer.

Aufsichtsratsboss Tönnies: "Treffen die notwendigen Entscheidungen"
Bongarts/Getty Images

Aufsichtsratsboss Tönnies: "Treffen die notwendigen Entscheidungen"


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Hamburg - Schalkes Vereinsboss Clemens Tönnies sieht nach dem Fehlstart in der Fußballbundesliga Handlungsbedarf. "Wir werden analysieren, woran es liegt, und treffen dann die notwendigen Entscheidungen", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende des FC Schalke 04, der nach dem 7. Spieltag nur auf Tabellenrang elf liegt, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Ein Gespräch der Schalke-Führung soll in der bevorstehenden Länderspielpause stattfinden. Dass bereits ein Krisentreffen für Dienstag anberaumt sei, entspreche "nicht den Tatsachen", sagte Klubsprecher Thomas Spiegel am Montag der dpa.

Nach dem 1:2 bei 1899 Hoffenheim und bisher nur zwei Siegen dürfte auch über die Position von Cheftrainer Jens Keller diskutiert werden. Dass er nach der Niederlage am Samstag vom Klub ein Reiseverbot zu einem Fernsehtermin in München erhalten habe, wies Schalke zurück. "Der Anstoß dazu kam von Trainer Keller selbst", erklärte Spiegel.

Anlass für eine Lagebesprechung auf Schalke sieht auch Manager Horst Heldt. "Nach sechs Zählern ist diese Niederlage in Hoffenheim absolut enttäuschend", meinte er. "Es war in den vergangenen Partien ein Auf und Ab. Es fehlte die Konstanz. Das ist frustrierend."

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aha/dpa



insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
Trainspotter 06.10.2014
1.
Es würde dem Verein gut tun, wenn endlich mal Ruhe reinkäme. Dieses ständige in den Himmel loben nach Siegen und das absolute Niedermachen nach Niederlagen sind keine Basis für ein gutes Betriebsklima.
marten-j-bruns 06.10.2014
2. Wie viel (Schalke) Leben hat Herr Keller?
Schade, dass nun doch schon wieder Schade, dass die Trainer Diskussion schon wieder aufflammt, doch muss man wohl anerkennen, dass es in der Winterpause (oder schon vorher) soweit sein könnte, dass Herr Keller von seiner Abfindung ein wenig Ruhepause genießen kann. Doch ob ein neuer Trainer wirklich auch neue Impulse senden kann, darf bezweifelt werden, zu groß scheinen die Probleme innerhalb der Mannschaft zu sein. ich gönne dem Verein die Ruhe, die er verdient hat um guten Fußball spielen zu können. Das scheint wohl doch nur erreichbar, wenn Herr Kelller wieder die U21 von Königsblau übernimmt.
schmusel 06.10.2014
3. Diese Woche wieder auf schalke:
Kasperleverein. Man hat eben erst dortmund weggelutscht und gejauchzt, jetzt wird wieder trübsal geblasen und der Trainer soll weggemobbt werden. Schalke bleibt sich treu.
derbunte 06.10.2014
4. @Trainspotter
Kann da nur zustimmen. Wie soll ein Trainer denn überzeugt und selbstbewusst arbeiten wenn er immer zwischen einem Gefühlsbad von Begeisterung und Zustimmung aber auch Mißtrauen und fehlende Akzeptanz sich bewegt? Lasst Keller in Ruhe, er hat enormes Potential Schalke nach vorne zu bringen. Den Saisonstart muss man ihm verzeihen.
ftb7 06.10.2014
5.
Anfangs habe ich den Keller ja kritisch gesehen. Aber er macht echt nen guten Job obwohl er praktisch alle zwei Wochen kurz vor der Entlassung steht. Wenn Schalke wirklich den Tuchel will, dann müssen sie halt so viel Eier in der Hose haben und den Trainer tauschen auch wenn es ganz gut läuft. ich würde an so einem perspektivischen Trainerwechsel nichts schlimmes finden. So wie man gute Spieler austauschen kann, kann man auch Trainer tauschen wenn man der Meinung ist man bekommt was besseres. man muss es dann halt nur auch sagen!
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