Nordklubs in der Krise Werder und HSV stehen zu ihren Trainern

Gemeinsam am Tabellenende: Die Lage der Nordrivalen Werder Bremen und Hamburger SV ist schon nach sechs Spieltagen bedrohlich. Die Chefs beider Klubs müssen ihren Trainern schon jetzt Rückendeckung geben.

Werder-Trainer Dutt: "Da gibt es keine Diskussion"
Bongarts/Getty Images

Werder-Trainer Dutt: "Da gibt es keine Diskussion"


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Hamburg - Die Nordklubs Werder Bremen und Hamburger SV sind in der Fußballbundesliga in vergleichbar brenzliger Siuation. In seltener Eintracht zieren die Rivalen nach sechs Spieltagen das Tabellenende als 17. (Werder) und 18. (HSV). Und die Chefs der beiden Trainer Robin Dutt (Bremen) und Josef Zinnbauer (Hamburg) haben jetzt auch fast gleichlautend reagiert: Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin und HSV-Sportvorstand Dietmar Beiersdorfer haben ihren Coaches Rückendeckung gegeben.

In Sachen Dutt legt sich Eichin fest. "Da gibt es keine Diskussion", sagte der Werder-Geschäftsführer. Er habe totales Vertrauen, betonte Eichin. Der Coach werde überhaupt nicht infrage gestellt. Werder hat in der Bundesliga noch kein Spiel gewonnen und zuletzt dreimal in Serie verloren.

"Die Tabelle interessiert mich im Moment nicht, sie ist eine Momentaufnahme", sagte Eichin. "Wir sind ja nicht schon am 30. Spieltag. Momentan ist es so, dass noch einige Mannschaften mit fünf oder sechs Punkten dastehen." Mit drei Zählern am Samstag gegen den SC Freiburg "können wir wieder Anschluss ans Mittelfeld bekommen".

HSV wartet nach sechs Spielen auf den ersten Sieg

Fast identische Töne kommen aus Hamburg. "Joe macht einen tollen Job. Er hat Leben in das Team gebracht", lobte Klubchef Beiersdorfer Trainer Zinnbauer am Tag nach der bitteren 1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt. Obwohl der HSV mit nur zwei Punkten weiterhin Tabellenletzter ist und am Sonntag zudem einen neuen Torlos-Rekord in der Liga aufstellte, will Beiersdorfer eine neue Trainerdebatte gar nicht erst aufkommen lassen.

"Der Trainer ist mit Leidenschaft dabei. Jetzt müssen nur noch die Erfolgserlebnisse her", sagte er. Der HSV, bei dem Mirko Slomka nach dem dritten Spieltag entlassen worden war, wartet auch nach dem sechsten Spieltag noch auf den ersten Saisonsieg und spielt am kommenden Wochenende bei Borussia Dortmund.

Zum direkten Duell zwischen den beiden kriselnden Nordklubs kommt es am 12. Spieltag Mitte November.

aha/dpa/sid

insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
ambergris 29.09.2014
1.
Sorry, Dutt ist der nächste.
CaptainSubtext 29.09.2014
2.
"Die Chefs beider Klubs müssen ihren Trainern schon jetzt Rückendeckung geben." Das kommt speziell beim HSV doch eher überraschend. Ist dieser Verein doch dafür bekannt, lange an einem Trainer festzuhalten. Kann ich echt nicht verstehen.
schmusel 29.09.2014
3. Dutt
Dutt war mal für ein dreivierteljahr Sportdirektor beim DFB. Dann fand er, bei Bremen glücklicher zu sein. Der DFB wurde 15 Monate später Weltmeister und Dutt wird wohl bald entlassen. Ein Karrierefehler wie gemalt.
trus 29.09.2014
4.
Die Aussage der Hamburger relativiert sich recht schnell in Anbetracht der Tatsache, dass Zinnbauer ja erst seit ein paar Tagen im Amt ist. Mal sehen wie das in ein paar Wochen aussieht. Auch wenn für den Moment mal frischer Wind in Hamburg weht.
LariFariMogelzahn 29.09.2014
5.
Zitat von CaptainSubtext"Die Chefs beider Klubs müssen ihren Trainern schon jetzt Rückendeckung geben." Das kommt speziell beim HSV doch eher überraschend. Ist dieser Verein doch dafür bekannt, lange an einem Trainer festzuhalten. Kann ich echt nicht verstehen.
Naja, auch wenn das alles richtig ist: Zinnbauer ist nunmal schon so lange beim HSV beschäftigt, da stellt sich dann doch zwangsweise irgendwann die Frage, ob es so miteinander noch weitergehen kann. Die Beständigkeit beim HSV in allen Ehren, aber irgendwann muss man dann doch die Reißleine ziehen. Das hat sich doch schon seit mindestens einem Spiel angedeutet, dass Zinnbauer die Mannschaft nicht mehr erreicht...
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