Bundesliga-Bilanz Mehr Fans, weniger Tore

Wenngleich die 900-Tore-Marke verfehlt wurde, brach die 42. Bundesliga-Saison erneut alle Besucherrekorde: Nie strömten mehr Fußball-Anhänger in die Stadien der ersten Liga. SPIEGEL ONLINE gibt einen Überblick der interessantesten Statistiken der abgelaufenen Spielzeit.


SPIEGEL ONLINE, DPA [m]

Hamburg - Zu den 306 Partien der Spielzeit 2004/05 kamen 11.560.974 Fans und damit rund 95.000 mehr als im Vorjahr, als mit 11.466.201 Fans die bisherige Bestmarke aufgestellt worden war. Im Schnitt wurden die Spiele von 37.781 Zuschauern besucht. Zuschauerkrösus wurde erneut Borussia Dortmund, das zu jedem Heimspiel durchschnitlich 77.235 Fans begrüßen konnte. Auf den Plätzen folgen Schalke 04 (61.341 Zuschauer), FC Bayern München (53.294), Borussia Mönchengladbach (49.183) und der Hamburger SV (48.927).

Mit nur 890 Treffern - 2,909 pro Spiel - wurde die in der Saison 2003/04 überbotene 900er Marke allerdings verfehlt. Im Vergleich zur Vorsaison trafen die Spieler 19-Mal weniger. Der Slowake Marek Mintal vom 1. FC Nürnberg sicherte sich mit 24 Treffern die so genannte "Torjäger-Kanone", vor Roy Makaay (FC Bayern München) mit 22 und Dimitar Berbatow (Bayer 04 Leverkusen) mit 20 Toren. Der einzige Angreifer, der einen Hattrick schaffte, war Bremens Miroslav Klose am 6. Spieltag beim 4:1 gegen den späteren Absteiger VfL Bochum.

Den 81 Feldverweisen aus dem Vorjahr (39 Rote, 42 Gelb-Rote Karten) stehen 29 Rote und 32 "Ampelkarten" gegenüber. Dies bedeutet die geringste Zahl an Platzverweisen seit der Saison 1997/98, als die Unparteiischen nur 59 Spieler vorzeitig des Feldes verwiesen. Die Schiedsrichter zeigten 64-Mal auf den Elfmeterpunkt, wobei 51 Strafstöße verwandelt wurden, elfmal die Torhüter Sieger blieben und zwei Schüsse daneben gingen.

Abschließend die traurigste aller Saisonstatistiken: Sechs Vereine tauschten sieben Trainer aus - zwei weniger als noch in der Vorsaison. Der Spitzenreiter: Borussia Mönchengladbach brauchte in Holger Fach, Dick Advoccat und Horst Köppel gleich drei Verantwortliche, um mit Mühe und Not den Klassenverbleib zu sichern.



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