Dortmund gegen Leverkusen Ein Spiel dauert neun Sekunden

Was für ein Start in die neue Saison! Leverkusen gelingt gegen Dortmund das schnellste Tor der Liga-Geschichte - nach nur neun Sekunden. Alles Wichtige zum Top-Spiel.

Leverkusener Jubel: Nach neun Sekunden die Führung
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Leverkusener Jubel: Nach neun Sekunden die Führung

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Ausgangslage des Spiels: Das Duell zweier Champions-League-Teilnehmer, wenn man annimmt, dass Bayer die Playoff-Hürde Kopenhagen wie erwartet nimmt. Vor allem aber: das Duell zweier Bayern-Jäger. Nach der Vorsaison ist dies schließlich die einzige Währung, nach der die 17 anderen Bundesligisten jenseits von München beurteilt werden. Sky-Reporter Marcel Reif rechnete demnach vor Anpfiff schon einmal vor, dass der Verlierer dieser Partie schon drei Punkte Rückstand auf die Bayern aufweise.

Ergebnis des Spiels: 2:0 für Bayer, aber eigentlich war das Resultat nach einem Wimpernschlag an Spielzeit egal. Karim Bellarabi hatte nach gerade neun Sekunden das schnellste Tor der bisherigen Liga-Geschichte geschossen. Die BVB-Abwehr befand sich noch im Neun-Sekunden-Schlaf, und der bisherige Allzeit-Rekord war perfekt. Etwa neun Sekunden vor Schluss schloss Stefan Kießling mit seinem 2:0 den Deckel über der Partie.

Die erste Halbzeit: Nach kurzer Zeit, also neun Sekunden, war die Richtung vorgegeben. Die Bayer-Profis stürzten sich auf jeden Ball wie ausgehungerte Geier, egal wo und von wem er gespielt wurde. Marcel Reif kommentierte anschließend so atemlos das beeindruckende Pressen und Drücken der Gäste, als berichte er live von einer Wassergeburt. Der BVB fand nicht statt.

Die zweite Halbzeit: Ereignislose erste neun Sekunden. Denen folgten ziemlich ereignislose 45 Minuten. Dortmund bemüht, aber man weiß, wie so etwas in der Zeugnisvergabe gemeint ist. Torchancen? Gab es (fast) nicht. Viel Tempo, viel Abnutzungskampf, darüber hinaus sehr wenig. Der BVB muss auf das Heilfleisch seiner Spieler hoffen.

Spieler des Spiels: Da kommt man wohl nicht an Hakan Calhanoglu vorbei. Bereits vor der Partie mit Lob überschüttet, scheint der 20-Jährige tatsächlich schon der wichtigste Spieler in der Mannschaft zu sein. Mit dem Risiko, dass der Jungstar jetzt schon in Versuchung ist, im Spiel alles machen zu wollen. Demnächst fährt er auch noch den Mannschaftsbus. Calhanoglu wird allerdings noch eine Weile solche Top-Leistungen bringen müssen, um bei den Fans die Sympathien zurückzuholen, die er sich mit seinem Abgang vom HSV verscherzt hat.

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Verletzte des Spiels: Ach, das dauert ja nun wirklich zu lange, aufzuzählen, auf wen der BVB alles zu verzichten hat. Borussia Dortmund fehlten zum Saisonauftakt schon acht Spieler. Man fragt sich, wie das in der Spielzeit werden soll. Wenn sie dann auch noch Woche für Woche Fußball spielen müssen.

Duell des Spiels: Sokratis gegen die versammelte Leverkusener Offensive. Der griechische Innenverteidiger des BVB berserkte über die gesamte Spielzeit, um all die Unachtsamkeiten seiner Vorder- und Nebenleute wiedergutzumachen. Bester Schwarz-Gelber. Mit Abstand. Auch wenn ihm seine Mitspieler dies leicht machten.

Wechsel des Spiels: Im Dortmunder Sturm hat sich ein Paradigmenwechsel vollzogen, und man weiß - nach einem Spieltag, erstaunlich - noch nicht genau, in welche Richtung es gehen wird. Robert Lewandowski ist nicht mehr da, er soll von Angreifer Ciro Immobile ersetzt werden. Der Italiener ist ein sehr anderer Typ, und er wird Anlaufzeit brauchen. Anschließend wird sich herausstellen, ob Lewandowski überhaupt ersetzbar ist.

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Schnellste Bundesliga-Tore: Leverkusener haben es eilig
Szene des Spiels: Die Suche danach hatte sich nach neun Sekunden erledigt.

Klopp des Spiels: Hieß diesmal Roger Schmidt. Der Meister des Tempospiels aus Dortmund hatte an diesem Abend seinen Großmeister gefunden. Besser als Schmidt kann man sich bei seinem Erstliga-Debüt nicht empfehlen. Der Coach hat in Münster, Paderborn und Salzburg offenbar vieles lernen können.

WM-Teilnehmer des Spiels: Da Matthias Ginter und Erik Durm, die Weltmeister ohne Spielminuten, 90 Minuten lang wie geschockt von dem Neun-Sekunden-Tor wirkten, geht diese Trophäe an die von Mexiko nach Dortmund geeilte DFB-Pokal-Losfee und Pin-up-Reporterin Vanessa Huppenkothen. Man sollte nicht umständlich erklären müssen, warum.

Erkenntnis des Spiels: In der ersten Dortmunder Meistersaison unter Jürgen Klopp eröffnete der BVB die Spielzeit mit einem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. Die Partie ging 0:2 verloren, alle schwärmten vom Turbo-Fußball aus Leverkusen. Am Ende der Spielzeit hatte Dortmund sieben Punkte Vorsprung auf den Vizemeister. Wie der hieß, ist ohnehin klar. Für abergläubische BVB-Fans hätte die Saison also nicht besser starten können.

insgesamt 25 Beiträge
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minga1972 23.08.2014
1. Tabellenletzter BVB
Ein schönes Bild. Und das, nachdem Dortmund sich nach der kräftezehrenden WM, die die Bayern-Spieler geholt haben, schon als sicherer Nutzniesser selbiger gefühlt hatten. Klopp ist entzaubert. Das hat man schon in den letzten beiden Spielzeiten gesehen (zur Erinnerung: jew. so um die 20 Punkte Rückstand auf Bayern am Ende der Saison und alle echten Endspiele verloren).
axelmueller1976 23.08.2014
2. HalloMinga Wer das Spiel gesehen hat
Zitat von minga1972Ein schönes Bild. Und das, nachdem Dortmund sich nach der kräftezehrenden WM, die die Bayern-Spieler geholt haben, schon als sicherer Nutzniesser selbiger gefühlt hatten. Klopp ist entzaubert. Das hat man schon in den letzten beiden Spielzeiten gesehen (zur Erinnerung: jew. so um die 20 Punkte Rückstand auf Bayern am Ende der Saison und alle echten Endspiele verloren).
konnte feststellen der BVB wurde mit seinem eigenen System geschlagen ,denn Bayer hat mindestens die gleichen Lauf-Km zurückgelegt wie Dortmund .Die kennen scheinbar auch Nem. Die 21 Mio aus Italien und Reus hat man nicht gesehen ,haben die überhaupt mitgespielt?
zw7 24.08.2014
3. Ach,
die WM haben NUR Bayern-Spieler geholt. Wohl nicht hingesehen??? Klopp entzaubert - haben wir ja im Supercup gesehen! "Echte" Endspiele? Bayern hätte sich also über den Supercup geärgert?! Man vergisst als FCB-Fan wahrscheinlich auch gerne den peinlichen Pokalsieg der letzten Saison???
karit 24.08.2014
4. Nichtssagend ...
Minga72, sehr sehr nichtssagend deine lächerliche Aussage. Am Ende wird abgerechnet und nicht nach dem 1. Spieltag, Weisswurst! Und übrigens hat eine deutsche Mannschaft den WM-Pokal geholt, bei der Bayernspieler mit dabei waren. Das war eine Mannschaft und nicht nur bayrische Einzelspieler, falls du Fussball schon verstanden haben solltest.
enivid 24.08.2014
5. Sympathische Bayern-Fans
Melden sie sich doch in einem Bayernforum an. Dortmund selbst hat sich nie als dieser Nutznießer bezeichnet, dass waren die Medien, wie einst die Wachablösung im deutschen Fußball von den Medien beschwört worden ist. Bayer hat gut gespielt, nach den 90 min hätte es auch unentschieden enden können. Eine Bilanz nach dem ersten Spieltag ist absoluter Schwachfug! Daher halten sie doch einfach den Mund...
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