Bundesliga Dortmund gewinnt turbulentes Spiel gegen Bremen

Borussia Dortmund dominierte über eine Stunde lang die Partie gegen Bremen - dann wurde das Spiel zum Spektakel. Erst schoss Werder zwei Tore, dann glänzten die Einwechselspieler des BVB.

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Borussia Dortmund bleibt am FC Bayern München dran. Der BVB gewann gegen Werder Bremen 3:2 (0:0) und hat weiter fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer.

Thomas Tuchel schonte unter anderem Mats Hummels, dafür spielte Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang wieder von Anfang an. Viktor Skripnik hingegen musste auf seinen besten Stürmer verzichten: Claudio Pizarro hatte sich unter der Woche im Einsatz für die peruanische Nationalmannschaft eine Beckenprellung zugezogen.

Wie erwartet wurden ohnehin eher die Bremer Abwehrspieler gefordert, Dortmund machte von Beginn an Druck. Die erste halbwegs gefährliche Aktion entsprang aber einem Fehler von Werder-Torhüter Felix Wiedwald, der Aubameyang anschoss, der Ball ging aber am Tor vorbei (5. Minute).

Werder spielte mit Anthony Ujah im Angriff, aber der Nigerianer wurde nur selten angespielt, meist unterbrach der BVB schon vorher den Bremer Spielaufbau. In der siebten Minute passte Werders Mittelfeldspieler Sambou Yatabaré quer vor das Dortmunder Tor, Ujah kam aber einen Schritt zu spät.

Dortmund kam regelmäßig vor das gegnerische Tor und schoss in den ersten 45 Minuten zwölfmal aufs Tor, die ganz großen Chancen ließen die Bremer aber nicht zu. Aubameyang schoss entweder vorbei (14.) oder Wiedwald parierte (18./34.). Mit einem starken Reflex verhinderte der Keeper das Gegentor durch Erik Durm, der von Marco Reus perfekt freigespielt worden war (16.).

Erst dreht Werder die Partie - dann Dortmund

Werder hielt das 0:0 zur Pause, weil Marcel Schmelzer nach einer Flanke von Aubameyang viel Platz hatte, aber mit seinem Volleyschuss nicht genau genug zielte und nur das Außennetz traf (39.). Gonzalo Castros Versuch eine Minute später war gefährlich, aber wieder hielt Wiedwald.

Bei der nächsten Dortmunder Chance aber hatte er keine Chance. Henrich Mchitarjan spielte einen Steilpass auf Aubameyang und der Gabuner sprintete seinen Bewachern davon, ehe er mit einem Heber über Wiedwald hinweg zum 1:0 traf (53.). Alles deutete auf einen souveränen Sieg des Tabellenzweiten hin, das Torschussverhältnis lautete nach einer Stunde: 16:1. Doch dann kam Werders starke Phase.

Den Ausgleich hatten die Gäste dem rechten Fuß von Castro zu verdanken. Nach einem Eckball konnte Dortmund nicht klären, Alejandro Galvez kam im Strafraum zum Schuss. Der wäre vorbei gegangen, doch Castro fälschte den Ball ins eigene Tor ab (69.).

Vor dem 2:1 tunnelte der eingewechselte Levin Öztunali an der rechten Strafraumgrenze Sven Bender, der revanchierte sich mit einer Grätsche und brachte den Bremer auch zu Fall. Doch Öztunali sprang sofort wieder auf, Schiedsrichter Tobias Welz wartete den Vorteil ab - und der kam in Form des 2:1: Öztunali hatte in der Mitte Zlatko Junuzovic gesehen und der Österreicher traf ins lange Eck (74.).

Werder hatte vorgemacht, wie man ein Spiel dreht, Dortmund zog nach. Eine flache Hereingabe von Schmelzer in den Rücken der Werder-Abwehr verwandelte Shinji Kagawa zum schnellen Ausgleich (77.), Adrian Ramos - wie Kagawa eingewechselt - köpfte nach einem Eckball das 3:2 (82.) und damit den Endstand.

luk



insgesamt 7 Beiträge
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comeback0815 02.04.2016
1.
Wer solche Spiele gewinnt, wurde dereinst Mal Meister.
tobo5824-09 02.04.2016
2. Hoher Respekt vor Werder
Hoher Respekt vor der sehr engagierten Leistung der Bremer, die alles gegeben haben und durchaus einen Punkt verdient hätten. Diese Mannschaft und dieser Verein darf nichts mit dem Abstieg zu tun haben - die Liga braucht diese Mannschaft, ihre tollen Fans und ihr tolles Stadion. Stark natürlich auch, dass und wie der BVB in der 2. Halbzeit und dann noch einmal nach dem Rückstand die Ruhe bewahrt und gehörigen Druck gemacht hat. Ein Genuss, dem 17jährigen Christian Pulisic zuzuschauen. Und Adrian Ramos, der momentan einen Lauf hat. Und nun freue ich mich wie Bolle auf das Spiel gegen Liverpool im Westfalenstadion.
tobo5824-09 02.04.2016
3.
Zitat von comeback0815Wer solche Spiele gewinnt, wurde dereinst Mal Meister.
Nun warten wir doch einfach mal ab. Angesichts des jeweils anspruchsvollen Restprogramms können sowohl der BVB als auch die Bayern noch Federn lassen.
Bueckstueck 02.04.2016
4.
Zitat von comeback0815Wer solche Spiele gewinnt, wurde dereinst Mal Meister.
Aber nicht wenn er gegen den aktuellen und neuen Meister in der laufenden Saison einmal eine Klatsche abholt und einmal eher glücklich unentschieden spielt.
CaptainSubtext 03.04.2016
5.
"Aber nicht wenn er gegen den aktuellen und neuen Meister in der laufenden Saison einmal eine Klatsche abholt und einmal eher glücklich unentschieden spielt. " Äh. Doch. Die verlorenen drei( bis fünf) Punkte waren nicht allzu hinderlich. Damals hat der Meister mehr als ein/zwei Spiele pro Saison verloren.
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