Fußballbundesliga HSV siegt im Abstiegskampf, Dortmund souverän

Der BVB versüßt Trainer Jürgen Klopp durch den Erfolg gegen Eintracht Frankfurt weiter den Abschied. Der Hamburger SV trifft und siegt wieder, Hannover setzt hingegen auch unter Michael Frontzeck seinen Negativlauf fort.

Getty Images

SPIEGEL ONLINE Fußball
Borussia Dortmund hat den nächsten Erfolg im Kampf um die Europa League gefeiert. Gegen Eintracht Frankfurt gewann die Mannschaft von Jürgen Klopp 2:0 (2:0) durch Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang (24. Minute) sowie Shinji Kagawa (32.) und steht nun vorübergehend auf dem achten Platz.

Der scheidende BVB-Trainer Klopp musste vor der Partie auf Ilkay Gündogan verzichten, der vor einem Wechsel zu Manchester United stehen soll. Auch Torhüter Roman Weidenfeller musste mit Rückenproblemen passen, dafür saß Marco Reus wieder auf der Bank.

Auf dem Spielfeld passierte zunächst wenig, beide Teams konnten sich nicht entscheidend durchsetzen, bis Dortmund glücklich in Führung ging. Schiedsrichter Michael Weiner wertete ein Handspiel von Frankfurts Sonny Kittel als Elfmeter, Aubameyang verwandelte sicher. Der Gabuner war danach Vorbereiter für Kagawa, der noch vor der Pause auf 2:0 erhöhte.

In der zweiten Hälfte war Frankfurt um den Anschluss bemüht, hatte aber Glück, keinen weiteren Strafstoß zu kassieren: Zambrano hatte Aubameyang gehalten (60.). So konnte Reus noch ein wenig Spielpraxis für das DFB-Pokalhalbfinale gegen Bayern München am Dienstag sammeln (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Hamburger SV - FC Augsburg 3:2 (2:1)

Dem Hamburger SV ist ein kleiner Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelungen. Die Gastgeber starteten beim Heim-Debüt von Trainer Bruno Labaddia gegen den FC Augsburg furios, führten nach nur 20 Minuten schon mit zwei Treffern: Zunächst traf Ivica Olic, der einen Schuss von Zsoltán Stieber noch abfälschte (13.), anschließend profitierte Pierre-Michel Lasogga von einer Flanke Matthias Ostrzoleks (19.). Fehler in der Defensive leisteten sich aber nicht nur die Augsburger, der HSV hatte in der 25. Minute Raúl Bobadilla übersehen, der den Anschlusstreffer erzielte.

Im zweiten Durchgang überschlugen sich die Ereignisse: Erst glich Augsburg nun unverdient durch Tobias Werner aus (69.), der HSV hatte zuvor eine Riesenchance vergeben. Nur 73 Sekunden später sorgte Lasogga mit seinem zweiten Treffer doch noch für den Erfolg der Hamburger.

Das Restprogramm des Hamburger SV

Spieltag Gegner Heim/Auswärts
33. VfB Stuttgart A
34. FC Schalke H
Hannover 96 - TSG 1899 Hoffenheim 1:2 (1:1)

Hannover 96 hat mit dem neuen Trainer Michael Frontzeck einen Negativstart hingelegt. Die Gastgeber mussten gleich einem Rückstand hinterherlaufen: Anthony Modeste erzielte nach rund 90 Sekunden das 1:0 für Hoffenheim, allerdings aus abseitsverdächtiger Position. Hannover schockierte das frühe Gegentor nicht, im Gegenteil wurden die 96er immer stärker und glichen verdient aus: Lars Stindl verwandelte einen Strafstoß (24.). Hannover blieb am Drücker, hatte allerdings Glück, dass ein Kopfball von Roberto Firmino nur an den Innenpfosten prallte (33.).

In der zweiten Hälfte blieben Torszenen zunächst aus. Hannover hatte zwar weiterhin leichte Vorteile und auch Möglichkeiten, konnte sich aber nicht mehr entscheidend durchsetzen. So gelang Hoffenheim doch noch der 2:1-Siegtreffer durch Sven Schipplock. 96 wartet damit weiter seit Mitte Dezember und nun 14 Partien auf einen Dreier.

VfB Stuttgart - SC Freiburg 2:2 (2:0)

Daniel Ginczek ist die Versicherung für den VfB im Abstiegskampf. Der Torjäger der Stuttgarter brachte mit seinem sechsten Saisontreffer, fünf davon in den vergangenen vier Partien, den VfB verdient in Führung (24.), Martin Harnik legte nur drei Minuten später nach. Vom SC kam auch nach dem Seitenwechsel wenig, Harnik hätte nach Zuspiel von Alexandru Maxim sogar erhöhen müssen (54.). Die schlechte Chancenverwertung rächte sich nur wenige Minuten später, als Nils Petersen per Elfmeter erst zum Anschluss traf (58.) und kurz vor Schluss sogar den Ausgleich erzielte (86.). Stuttgart war nach der Gelb-Roten Karte von Adam Hlousek in der 66. Minute zunehmend unter Druck geraten.

1. FC Köln - Bayer Leverkusen 1:1 (0:0)

Leverkusen hat den achten Sieg in Folge und einen neuen Vereinsrekord verpasst. Im Rhein-Derby waren die Gäste gleich spielbestimmend. Spätestens bei Torhüter Timo Horn endeten aber die Angriffsbemühungen der Leverkusener. Zunächst parierte der U21-Nationaltorhüter die Aktionen von Lars Bender (10./14.) und Kyriakos Papadopoulos (8.), anschließend wehrte er sogar einen strittigen Elfmeter von Hakan Calhanoglu ab (40.).

In der zweiten Hälfte standen die Kölner sicherer, der eingewechselte Julian Brandt fand dennoch die Lücke in der FC-Defensive (60.). Danach verpasste Leverkusen durch Stefan Kießling die Vorentscheidung (73.) und kassierte den späten Ausgleich durch Bard Finne (83.).

zaf



insgesamt 78 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
ambergris 25.04.2015
1.
Na mal schauen, ob dem HSV dieser Sieg was bringt. Sollte Paderborn gewinnen, bleibt der Verein Letzter. Es wird wohl alles von den Spielen gegen die direkten Konkurrenten Freiburg und Stuttgart abhängen. Schöner Schlussspurt des BVB, besonders da Eintracht Frankfurt ebenfalls ein direkter Konkurrent um den siebten Platz ist. Aber durch die Schwäche von Augsburg und Schalke ist wohl bis Platz fünf alles drin.
roflxd 25.04.2015
2.
Sehr schön, dann hat der BVB im nächsten Jahr die Chance, die Europa League zu gewinnen. Bisher hat noch keine Mannschaft die CL UND die Europa League gewinnen können.
tobo5824-09 25.04.2015
3. Stark
Wieder ein ganz starkes Spiel des BVB. Souverän in der Abwehr mit grundsoliden Sokratis und Hummels, schnell im Aufbau, Pressing und Umschalten. Hervorstechend: Kuba, Durm, Aubameyang, Mhkitaryan und Shinji. Das kann für die Borussen ein vorgezogenes Tänzchen in den Mai werden am Dienstag...
stern4 25.04.2015
4.
Ja, da hat der HSV das dritte Mal in 2015 gewonnen und das dritte Mal dabei nur durch Schirihilfe. Das fällt zunächst gar nicht auf, weil die Gegner keine starke Lobby haben (Hannover, Paderborn, Augsburg). Beim 2:1 gegen Hannover geht dem zweiten Hamburger Tor ein Foulspiel voraus und schon hat man drei statt einen Punkt. Gleichzeitig zieht man Hannover damit runter. Dann noch heute die Benachteiligung von Hannover gegen Hoffenheim und auch gegen Bayern. Aber bleiben wir beim HSV. In Paderborn führt man durch korrekten Elfer 1-0. Als dann ein Paderborner ebenso klar gefoult wird bleibt der Elferpfiff aus und dem vorentscheidenden 2-0 geht eine lachhafte Ecke ( statt Abstoß ) voraus. Und schon wieder drei Punkte statt ein Punkt. Heute gegen Augsburg: Beim Stand von 2-1 wird Esswein kurz vor der Halbzeit im Straufraum gefoult und der Elferpfiff bleibt natürlich aus. Also das alte Spielchen. Drei Punkte statt ein Punkt. Also sehe ich 9 Punkte statt 3 Punkte. Fairerweise muß man sagen, dass dem HSV in Freiburg der Sieg geklaut wurde; nur ein Punkt statt drei. Beim Spiel gegen Paderborn pfiff Herr Gagelmann und hätte wohl normal länger kein Buli-Spiel geschweige denn ein HSV-Spiel gepfiffen. Nicht so diese Saison. Gegen Dortmund durfte er Hamburg erneut helfen. In der ersten Minute brutale Tätlichkeit von Belrami gegen "Micky" und kein Rot. Das ist so lachhaft. Später im Spiel begeht derselbe Spieler noch zwei gelbwürdige Fouls und bekommt nur eine Gelbe statt gelbrot. Der hätte sozusagen 2x vom Platz gehört und da haben wir also einen weiteren Punkt statt keinen. 90 Minuten hält man wohl kein 0-0 gegen den BVB. Da haben wir unterm Strich 5 vom DFB geschenkte Punkte und die Erkenntnis, dass Hamburg alleine nicht gewinnen und offenbar nicht absteigen darf. Da brauchen sich HSV-Fans also keine Sorgen machen. Auch nächstes Jahr wird dort erste Liga gespielt. Wenn man sich dann mal daran erinnert, dass Hamburg letztes Jahr nur deshalb erstklassig blieb, weil Herr Dankert bei HSV-Leverkusen zwei, wenn nicht gar drei Elfer für Leverkusen nicht sehen wollte, wird einiges klar. Umgekehrt wird Hannover 96 diese Saison stark benachteiligt. Spiele sollten durch Spieler und nicht Schiris entschieden werden und erst recht sollten Mannschaften nicht sytematisch bevorzugt werden.
ftb7 25.04.2015
5.
Der Frontzek Effekt ist ja schon im ersten Spiel eingetreten!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.