Bundesliga HSV bleibt sieglos

Eintracht Frankfurt feierte einen Sieg in Ingolstadt, der HSV unterlag auch in Freiburg. Der VfL Wolfsburg konnte den Torrausch von Borussia Dortmund nicht bremsen. Der Überblick.

AFP

VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund 1:5 (0:2)

Nach zwei 6:0-Kantersiegen bei Legia Warschau und gegen Darmstadt 98 gelang dem Vizemeister in Wolfsburg der nächste hohe Erfolg. In einem spektakulären Bundesligaspiel waren die Gastgeber lange ebenbürtig. Dortmund beeindruckte aber mit einer starken Chancenverwertung.

Es dauerte lediglich vier Minuten, bis der VfL Wolfsburg den ersten Gegentreffer der Spielzeit hinnehmen musste. Ein langer Pass von Marc Bartra brachte Raphaël Guerreiro in Position, der Portugiese schloss überlegt zur Dortmunder Führung ab. Der BVB hielt das Tempo hoch und kam früh zum zweiten Treffer: Pierre-Emerick Aubameyang ließ zunächst Philipp Wollscheid aussteigen, schlenzte den Ball anschließend unhaltbar zum 2:0 ins lange Eck (16. Minute). Marcel Schmelzer vergab nach 19 Minuten eine weitere Großchance für die Gäste. Auch der VfL hatte in einer hochklassigen ersten Spielhälfte gute Möglichkeiten: Bruno Henrique (8.) und Julian Draxler (22.) verpassten aber ebenso wie Mario Gomez (36.) und Ricardo Rodríguez (37.).

Der Anschlusstreffer gelang dem VfL erst nach der Pause. Der eingewechselte Paul Seguin bediente den ebenfalls eingewechselten Daniel Didavi, der zum 1:2 traf (53.). In diese Wolfsburger Druckphase hinein setzte der BVB den vorentscheidenden Konter: Mario Götze schickte Gonzalo Castro, der legte quer auf Ousmane Dembélé (58.), der leicht abseitsverdächtig das 1:3 erzielte. Wieder nur vier Minuten später steuerte Aubameyang nach erneuter Vorarbeit von Castro seinen zweiten Treffer bei (62.), ehe Lukasz Piszczek nach einer Guerreiro-Ecke (73.) zum 1:5-Endstand einköpfte.

SV Darmstadt 98 - TSG Hoffenheim 1:1 (0:0)

Schon früh zeichnete sich ab, wie die Partie am Böllenfalltor verlaufen würde: Darmstadt stand tief und wollte über Umschaltaktionen zum Erfolg kommen. Hoffenheim konnte aus dem eigenen Ballbesitz (zur Halbzeit 79:21 Prozent zugunsten der TSG) jedoch lange kein Kapital schlagen. Mit fortschreitender Spieldauer sicherten sich die Lilien dann zunehmend mehr Spielanteile. Bei ihrer besten Chance in der ersten Hälfte grätschte Alexander Milosevic eine Freistoßverlängerung von Florian Jungwirth nur knapp am Hoffenheimer Tor vorbei (38.).

Keine zwei Minuten nach Wiederbeginn schoss Andrej Kramaric die TSG aus rund 18 Metern durch die Beine seines Gegenspielers in Führung (46.). Anschließend intensivierte Darmstadt seine Offensivbemühungen, kurz vor dem Abpfiff besorgte Denys Oliynik den Ausgleich (90.+2). Es war im zweiten Heimspiel der Saison das zweite späte Tor für Darmstadt. Bereits gegen Eintracht Frankfurt war in der Nachspielzeit der Siegtreffer gelungen.

SC Freiburg - Hamburger SV 1:0 (0:0)

Drei Tage nach der 0:4-Niederlage gegen RB Leipzig unterlagen die Norddeutschen auch dem zweiten Aufsteiger, Trainer Bruno Labbadia gerät damit vor dem schweren Heimspiel gegen den FC Bayern weiter unter Druck.

In einer ereignisarmen ersten Hälfte in Freiburg fand nur ein einziger Schuss überhaupt den Weg aufs Tor: René Adler parierte kurz vor der Pause einen 30-Meter-Freistoß von Vincenzo Grifo (40.). Die beste Gelegenheit des ersten Durchgangs hatten die Gäste aus Hamburg drei Minuten zuvor vergeben: Ein hoher Ball von Douglas Santos war bei Bobby Wood gelandet, der den Ball aber an den rechten Innenpfosten spitzelte (37.). Es war die einzige echte Torchance des HSV in den gesamten 90 Minuten.

Den Treffer des Abends erzielte der SC Freiburg: Nach einem Distanzschuss von Vincenzo Grifo wehrte HSV-Schlussmann Adler den Ball unglücklich nach vorn ab, Nils Petersen, der erst wenige Sekunden zuvor eingewechselt worden war, staubte aus kurzer Distanz ab (70.). Für den Hamburger SV war es bereits der achte Saisongegentreffer eines eingewechselten Spielers.

FC Ingolstadt - Eintracht Frankfurt 0:2 (0:1)

Nach dem starken Auftritt in München begann der FCI auch gegen Frankfurt mutig. Dennoch waren es die Gäste, die erstmals wirklich Torgefahr entwickelten: Im Anschluss an eine Ecke des Gegners setzte Alexander Meier nach einem Konter einen Flachschuss nur knapp rechts neben den Kasten von Ingolstadts Ørjan Nyland (26.). Im weiteren Spielverlauf konnte Frankfurt sich ein Übergewicht im Mittelfeld erspielen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte ging das Team von Trainer Niko Kovac in Führung, als Abwehrmann David Abraham einen Eckball aus acht Metern per Kopf ins Ingolstädter Netz wuchtete (45.+2).

Außenverteidiger Bastian Oczipka sorgte kurz nach der Pause für die Vorentscheidung (50.), mit 110km/h jagte der Linksfuß den Ball aus 20 Metern ins Tor. Mit der Führung im Rücken überließ die Eintracht Ingolstadt weitestgehend den Ball. Doch dank ihrer kompakten Abwehrleistung siegten die Frankfurter und klettern zwischenzeitlich bis auf Platz vier, den weiter sieglosen Ingolstädtern droht der Sturz ans Tabellenende.

chh/lst



insgesamt 30 Beiträge
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Seite 1
johannesraabe 20.09.2016
1.
Im Norden gehen die Lichter aus. Wenn der HSV jetzt mit 90 Millionen Euro Schulden absteigt, dann sterben die Dinos ein zweites Mal aus.
spon_2937981 20.09.2016
2. Laaangweilig...
Laaangweilig, ständig gewinnt der BVB. Ich werde sofort mein Sky-Abo kündigen. Außerdem war es wieder offensichtlich, wie die Dortmunder von den Schiris bevorzugt werden (Abseits vor dem 1:3).
ambergris 20.09.2016
3.
Irgendwann begreifen die Vereine, dass Labbadia immer nur für eine Saison gut ist.
spon_2937981 20.09.2016
4.
Zitat von johannesraabeIm Norden gehen die Lichter aus. Wenn der HSV jetzt mit 90 Millionen Euro Schulden absteigt, dann sterben die Dinos ein zweites Mal aus.
So sieht's nämlich aus. Auch wenn ständig irgendwelche Schlaumeier etwas von 'in der zweiten Liga gesunden' faseln.
spon_2937981 20.09.2016
5.
Zitat von ambergrisIrgendwann begreifen die Vereine, dass Labbadia immer nur für eine Saison gut ist.
Und wenn es in Deutschland alle verstanden haben, dann kann er es immer noch in England und China probieren (vgl. Magath), oder meinetwegen in Österreich oder so.
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