Bundesliga Augsburg stürzt BVB tiefer in die Krise

Erneuter Rückschlag für Borussia Dortmund: Der BVB verliert sein Heimspiel gegen den FC Augsburg und bleibt Tabellenletzter. Bremen und Hamburg gewinnen auswärts, auch Leverkusen setzt sich durch.

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SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Die Hoffnungen waren groß in Dortmund nach dem Remis in Leverkusen. Doch auch im fünften Spiel in Folge gelang dem BVB kein Sieg. Das Team von Trainer Jürgen Klopp verlor gegen den FC Augsburg 0:1 (0:0). Damit steht Dortmund auch nach dem 19. Spieltag mit 16 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Das Tor für die Gäste erzielte Raul Bobadilla in der 50. Minute.

"Das Ergebnis tut weh", sagte Klopp, "das Gegentor hätten wir fünf- oder sechsmal verteidigen können, und wir machen aus großen Gelegenheiten gar nichts." Innenverteidiger Mats Hummels klagte, der BVB laufe "die ganze Saison nur Rückständen hinterher, das ist das, was uns fehlt: in Führung gehen, mal ein Spiel in Ruhe aufbauen." Nun heiße es: 15 Spiele kämpfen.

Dortmund versuchte von Beginn an, die Augsburger unter Druck zu setzen. Doch die Gastgeber blieben ohne zählbaren Erfolg. In der 15. Minute traf Marco Reus nur den Pfosten, zehn Minuten später zählte ein Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang nicht, der Gabuner stand nach Pass von Ciro Immobile im Abseits.

Augsburg verteidigte stark und schockierte den BVB nach der Pause: Halil Altintop dribbelte in den Dortmunder Strafraum und ließ dabei mehrere Gegenspieler stehen. Marcel Schmelzer versuchte zu klären, spielte den Ball aber zu Bobadilla, der Roman Weidenfeller aus zwölf Metern keine Chance ließ (50.).

Von der 64. Minute an mussten die Gäste dann mit einem Spieler weniger auskommen. Christoph Janker bekam nach einer Notbremse gegen Aubameyang die Rote Karte. Dortmund konnte die Überzahl aber nicht nutzen. Trainer Klopp brachte in der 72. Minute mit Henrich Mchitarjan und Shinji Kagawa zwei neue Offensivspieler, doch auch das änderte nichts mehr. In der Nachspielzeit vergab Immobile noch eine Riesenchance.

1899 Hoffenheim - Werder Bremen 1:2 (1:1)

Bremen mit einem guten Start: Bereits in der achten Minute erzielte Franco di Santo die Führung, nach Vorlage von Davie Selke traf der Argentinier zum neunten Mal in dieser Saison. Die Gastgeber brauchten eine gute Viertelstunde, um ins Spiel zu kommen. Dann vergab Kevin Volland die erste gute Gelegenheit für Hoffenheim, der Stürmer scheiterte an Werder-Torhüter Raphael Wolf (17.).

Doch die TSG übernahm nun die Kontrolle, zunächst wurde ein Tor von Pirmin Stegler wegen eines Fouls an Wolf nicht gegeben (28.). Sechs Minuten später war jedoch Innenverteidiger Ermin Bicakcic nach einer Ecke per Kopf erfolgreich (34.).

Nach der Pause wiederholten sich dann die Ereignisse: Bremen übernahm erneut früh die Führung, nach einem Einwurf bekam Hoffenheim den Ball nicht aus dem Strafraum. Philipp Bargfrede kam aus 14 Metern frei zum Schuss, Bartels fälschte den Schuss noch leicht ab - 2:1 für Werder (52.). Dabei blieb es, für Bremen war es der dritte Sieg in Folge.

Hertha BSC - Bayer Leverkusen 0:1 (0:0)

Bayer Leverkusen hält mit einem Sieg in Berlin Kontakt zu den Champions-League-Plätzen. Hertha BSC dagegen rutscht auf Rang 17 ab.

In der ersten Halbzeit passierte nicht viel. Hertha sehr defensiv, aber mit der ersten großen Chance: Nach einer Ecke kam Hajime Hosogai im Fünfmeterraum völlig frei zum Kopfball, traf aber nur den Pfosten (7.). Bei Leverkusen fehlten drei Offensivspieler (Robbie Kruse, Heung-Min Son und Josip Drmic), dennoch erzielten die Gäste unmittelbar nach der Pause die Führung. Nach Flanke von Wendell kam Stefan Kießling am Fünfmeterraum frei an den Ball und brachte ihn im zweiten Versuch an Hertha-Torhüter Thomas Kraft vorbei (49.).

"Wir werden miteinander diskutieren und nicht übereinander", antwortete Manager Michael Preetz auf die Frage, ob Trainer Jos Luhukay beim nächsten Spiel in Mainz noch auf der Bank sitzen werde. Erst einmal wolle man "das Spiel sacken lassen" und "miteinander reden", sagte er.

1. FC Köln - VfB Stuttgart 0:0

Weil weder die Heimmannschaft aus Köln noch der abstiegsbedrohte VfB Stuttgart etwas in die Offensive investierten, sahen die Zuschauer ein schwaches Spiel. In der ersten Hälfte gab es bis auf einen Versuch von Martin Harnik (23.) keine nennenswerte Chance. Zuvor hatte Kölns Dominik Maroh vor dem einschussbereiten Moritz Leitner geklärt (7.).

Der FC, bei dem Trainer Peter Stöger derselben Elf wie beim Auswärtserfolg in Hamburg vertraute, enttäuschte auf ganzer Linie. Der VfB war bis auf die Schlussphase besser, schaffte es aber auch in der zweiten Hälfte nicht, den entscheidenden Treffer zu erzielen. So blieb es bei der schwachen Nullnummer.

SC Paderborn - Hamburger SV 0:3 (0:1)

Die Hamburger haben sich für die Niederlage gegen den 1.FC Köln rehabilitiert und Punkte im Abstiegskampf gut gemacht. In Paderborn gewann das Team von Joe Zinnbauer, der den chilenischen Zugang Marcelo Diaz in der zweiten Hälfte einwechselte, glücklich 3:0 (1:0) und feierte den ersten Auswärtssieg seit dem 4. Oktober vergangenen Jahres. Die Hanseaten erwischten einen Traumstart: Rafael Van der Vaart verwandelte nach einem Foul an Marcell Jansen einen Elfmeter schon nach zwei Minuten. Anschließend kamen die Paderborner besser in die Partie, zuerst verpasste Elias Kachunga die Möglichkeit zum Ausgleich (19.), danach vergab Marvin Bakalorz nach einer Ecke per Kopf die beste Chance für den Aufsteiger (34.).

In der zweiten Hälfte änderte sich das Bild nicht. Paderborn, dessen Trainer André Breitenreiter seine Karriere einst beim HSV begann, war spielbestimmend und hatte mit einem Lattentreffer von Kachunga in der 54. Minute ebenso Pech wie bei einer strittigen Elfmetersituation. Am Ende verloren die Paderborner nach Treffern von Marcell Jansen (71.) und Zoltan Stieber (90.+1) sogar noch 0:3.

cte/zaf

insgesamt 122 Beiträge
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Seite 1
MarkusW77 04.02.2015
1.
Nicht schön !
rugall70 04.02.2015
2. Abstieg?
Beim Blick auf die Tabelle hatte ich heute zum ersten Mal das Gefühl, dass der BVB tatsächlich absteigen könnte.
peterpretscher 04.02.2015
3. Krise in Dortmund,
Augsburg auf dem Vormarsch mit dem besseren Trainer!?
RedEric 04.02.2015
4. wann...
wann bekommt Watzke Panik und wirft Klopp raus?
Greg84 04.02.2015
5.
Gut für den BVB, dass sich noch andere Mannschaften so eindringlich um den Abstieg bewerben. Was Stuttgart heute wieder geboten hat, war gar nichts. Paderborn wird jetzt scheinbar auch durchgereicht und von Hertha kommt auch nicht mehr viel. Für Luhukay war es das vermutlich.
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