Bundesliga Die Top-Werte des siebten Spieltags

Die Bayern laufen am wenigsten, gewinnen trotzdem souverän. Arjen Robben schießt alleine häufiger auf das Tor als der Gegner insgesamt und Hoffenheim weist besonders kuriose Werte auf. Die herausragenden Statistiken des siebten Spieltags.

Bayerns Robben: Topspieler des siebten Spieltags
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Bayerns Robben: Topspieler des siebten Spieltags


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Hamburg - Arjen Robben war nach der Partie gegen Hannover ein bisschen enttäuscht. Er hätte am liebsten noch mehr Treffer erzielt, dabei spielte der niederländische Nationalspieler bereits herausragend: Er war nicht nur effizienter, sondern auch gefährlicher als die Gäste insgesamt.

Robben gefährlicher als ganz Hannover: Im Spiel des FC Bayern gegen Hannover 96 schoss Arjen Robben mit einem Doppelpack sein Team zum souveränen Erfolg. Der Bayern-Angreifer war insgesamt gefährlicher als das gesamte Team von Hannover. Robben hatte zehn Tormöglichkeiten, jeweils fünfmal schoss er auf das Tor von Hannover-Keeper Ron-Robert Zieler, fünfmal knapp daneben. Hannover hatte insgesamt nur sechs Schüsse in Richtung Bayern-Tor, wovon drei nicht einmal auf den Kasten von Manuel Neuer gingen.

Bayern-Star Robben: Bestwerte im Star-Ensemble
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Bayerns Gemütlichkeit: Auffallend ist, dass die Bayern für ihre Souveränität nicht viel investieren müssen. Gegen die Niedersachsen lief der Rekordmeister insgesamt nur 110,65 Kilometer - so wenig wie kein anderer Bundesligist an diesem Wochenende. Dafür lassen die Bayern bekanntlich den Ball laufen. Gegen Hannover gelangen den Münchnern zusammen 934 Pässe zum Mitspieler.

Souveräner Bayern-Sieg: In allen Belangen überlegen
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Dortmunds Passkrise: Zwar war der BVB dem HSV in allen Statistiken überlegen, doch an die Bestwerte aus der Champions League kommt das Team von Jürgen Klopp lange nicht heran. Besonders auffällig ist die miserable Passquote: Insgesamt waren es nur 72 Prozent angekommene Pässe im Duell mit dem HSV. Das ist fast Saisontiefstwert. Nur bei den Niederlagen gegen Bayer Leverkusen und Schalke 04 war die Quote noch schwächer (71 Prozent). Im Vergleich: Beim Champions-League-Duell mit dem RSC Anderlecht waren es noch 82 Prozent. Festmachen lässt sich die Niederlage an der Leistung von Erik Durm. Beim Weltmeister kamen 41 Prozent seiner Pässe an, als Abwehrspieler gewann er nur 43 Prozent seiner Zweikämpfe.

Weltmeister Durm: Tief im Tal bei seiner Form
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Hoffenheims blitzartiges Umschalten: Nur 41 Prozent Ballbesitz, eine Passquote von gerade einmal 73 Prozent: Diese Werte der TSG Hoffenheim sind nicht gerade herausragend, trotzdem gewann die TSG souverän gegen Schalke 04. Grund dafür ist nicht nur die exzellente Laufleistung der Hoffenheimer (insgesamt 119,18 Kilometer), sondern auch die zahlreichen erspielten Chancen nach direktem Umschalten. Insgesamt 20 Schüsse, davon acht aufs Tor zeugen von einer guten Offensive, trotz geringem Ballbesitz.

Hoffenheimer Strategie: Dem Gegner den Ball überlassen, selber Tore schießen
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Meiers Kopf- und Zweikampfstärke: Es war ein enges Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln. Da genügt es manchmal, wenn die Zweikämpfstärke eines einzelnen Spielers ausschlaggebend ist. Mit 50 Prozent gewonnenen Duellen hatte Alexander Meier eine herausragende Quote für einen Offensivspieler. Dazu schoss der Eintracht-Kapitän zwei Tore, beide per Kopf. Er machte den Unterschied im Vergleich mit Aufsteiger Köln.

Frankfurts Meier: Stark mittlerweile auch mit dem Kopf
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Kellerduell in Bremen: In Bremen spielten mit Werder und dem SC Freiburg der 16. gegen den Vorletzten. Dabei machte der Begriff Kellerduell seinem Namen alle Ehre: Es wurden viele Zweikämpfe geführt, der Ballbesitz wechselte ständig, es kam kaum zu spielerischen Elementen. Dafür sprechen die ausgeglichenen Ballbesitzanteile (52 Prozent Bremen und 49 Prozent Freiburg) sowie die geringen Passquoten beider Teams (61 Prozent gegen 59 Prozent). Insgesamt kamen nur 201 Pässe der Freiburger an - ein schlechter Wert.

Kellerkind Werder: Umkämpftes Abstiegsduell mit Freiburg
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Kellerkind Werder: Umkämpftes Abstiegsduell mit Freiburg

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insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
fast_weise 06.10.2014
1. kein Widerspruch
dasss die Bayern weniger laufen, aber viele Pässe spielen, um genau dies zu vermeiden. Daher hat man gerade zum Ende hin mehr läuferische Reserven bzw. der Verschleiß über die Saison ist geringer. Dies war übrigens erklärtes Ziel auch eines gewissen Volker Finke in der SCF-90ern, der gut damit fuhr. Dortmund kann sein System nur mit überrragender Physis spielen, die sie momentan nicht haben. Auch wenn ich FCB-Fan bin, so ist mir der BVB in der CL für die Gesamtrechnung des Deutschen Fußballs lieber als Bayer, Schalke, Gladbach oder gar Wolfsburg, zumal nur der BVB wirklich ernsthaft meinen FCB gefährden kann und es auch uns FCB-Fans langsam langweilig wird... Aber Klopp muss seine Spielidee langsam etwas flexibler denken, Guardiola tut dies auch.
RedEric 06.10.2014
2. Meinen?
Zitat von fast_weisedasss die Bayern weniger laufen, aber viele Pässe spielen, um genau dies zu vermeiden. Daher hat man gerade zum Ende hin mehr läuferische Reserven bzw. der Verschleiß über die Saison ist geringer. Dies war übrigens erklärtes Ziel auch eines gewissen Volker Finke in der SCF-90ern, der gut damit fuhr. Dortmund kann sein System nur mit überrragender Physis spielen, die sie momentan nicht haben. Auch wenn ich FCB-Fan bin, so ist mir der BVB in der CL für die Gesamtrechnung des Deutschen Fußballs lieber als Bayer, Schalke, Gladbach oder gar Wolfsburg, zumal nur der BVB wirklich ernsthaft meinen FCB gefährden kann und es auch uns FCB-Fans langsam langweilig wird... Aber Klopp muss seine Spielidee langsam etwas flexibler denken, Guardiola tut dies auch.
Oh gehört er dir? Diese ver_ein_nahmende das manche Fans (egal welcher Verein, BCB, BVB, ...) an den Tag legen ist doch peinlich. Wenn man Sprüche ala "Wir haben gewonnen" hört oder liest, könnte man glauben die haben tatsächlich selbst mitgespielt. Aber es entspricht wohl der Denkweise von "Fans". Und wenn man mal die Gewalt und verbalen Ausfälle von Fußballfans betrachtet, scheint denken eher Glückssache zu sein.
nummer50 06.10.2014
3. Paßspiel
Logischeweise ist ein gut aufgezogenen Passspiel lange nicht so laufintensiv, allerdings müssen die Spieler da richtig gute Kicker sein. Und daran habert es bei vielen Mannschaften!
sylkeheimlich 06.10.2014
4.
Zu fast_weise: wenn man ein wahrer Fan ist, wird das Spiel der eigenen Mannschaft niemals langweilig! Zu RedEric: warum schreiben Sie was über Fussball bzw. lesen Sie darüber, wenn Sie kein Fan dieser Sportart sind? Beschäftigen Sie sich doch einfach mit anderen Sachen und beleidigen keine Fans. Einfach mal "Denken" wäre in Ihrem Fall auch nicht verkehrt, oder haben Sie da, wie ich als Fan ein Defizit?
DerVO 07.10.2014
5.
Zitat von sylkeheimlichZu fast_weise: wenn man ein wahrer Fan ist, wird das Spiel der eigenen Mannschaft niemals langweilig! Zu RedEric: warum schreiben Sie was über Fussball bzw. lesen Sie darüber, wenn Sie kein Fan dieser Sportart sind? Beschäftigen Sie sich doch einfach mit anderen Sachen und beleidigen keine Fans. Einfach mal "Denken" wäre in Ihrem Fall auch nicht verkehrt, oder haben Sie da, wie ich als Fan ein Defizit?
Doch, das kann sein. Über eine Meisterschaft am 27. Spieltag freut man sich, aber in Jubelstürme wird man nur schwerlich ausbrechen.
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