Fußball-Bundesliga DFL offen für Abschaffung der Sommerpause

Die Deutsche Fußball Liga kann sich eine Abschaffung der Sommerpause in der Bundesliga durchaus vorstellen. Das bestätigte ihr Geschäftsführer Andreas Rettig. Zuvor hatten verschiedene Funktionäre die Verlegung der Spielpause in die schlechtere Jahreszeit gefordert.

DFL-Geschäftsführer Rettig: "sehr offen diskutiert"
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DFL-Geschäftsführer Rettig: "sehr offen diskutiert"


Hamburg - Die Abschaffung der Sommerpause stößt bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) offenbar nicht nur auf Ablehnung, sondern wird "sehr offen diskutiert". Das sagte Geschäftsführer Andreas Rettig der Tageszeitung "Die Welt". Der Ausgang der Debatte sei allerdings offen, die DFL habe viele kontroverse Meinungen eingeholt. Der Weltverband Fifa wird voraussichtlich erst Ende 2016 darüber entscheiden, wie es vom Sommer 2018 an mit dem Spielkalender weitergeht, erklärte die DFL am Mittwoch.

"Am Ende hängt es natürlich auch davon ab, wie sich die Fifa in der Debatte um eine Verlegung der WM in Katar vom Sommer in den Winter entscheidet. Sollte es dazu kommen, hätte das natürlich großen Einfluss auf die Diskussion", sagte Rettig.

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte am Dienstag angeregt, die Bundesliga-Saison weiter in den Sommer zu verlegen: "Von Mai bis August wird bei uns in Deutschland nicht Fußball gespielt, obwohl in diesen Monaten das beste Wetter herrscht. Vielleicht sollten wir lieber pausieren, wenn das Wetter hier schlecht ist. Das könnte ein Vorteil sein", hatte Rummenigge gesagt.

Unterstützung erhielt er unter anderem von Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: "Wenn man sich bei uns im Winter den Hintern abfriert, ist diese Idee natürlich verlockend. Aber man muss bedenken, dass man dies nur auf europäischer Ebene machen kann."

psk/dpa



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