Fan-Verfehlungen Frankfurt muss 100.000 Euro Strafe zahlen

Das Fehlverhalten seiner Fans kommt Eintracht Frankfurt teuer zu stehen. Der DFB hat den Bundesligisten zu einer Geldstrafe von 100.000 Euro verdonnert. Über die Krawalle der Anhänger in Leverkusen wurde allerdings noch nicht entschieden, Frankfurt droht ein Teilausschluss der Zuschauer.
Pyro-Vorfall in Nürnberg: Eintracht-Fans fielen wiederholt negativ auf

Pyro-Vorfall in Nürnberg: Eintracht-Fans fielen wiederholt negativ auf

Foto: dapd

Hamburg - Eintracht Frankfurt ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen wiederholter Verfehlungen seiner Fans zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro verurteilt worden. Damit ahndete das Gericht die Vorfälle bei den Auswärtsspielen beim 1. FC Nürnberg und bei Fortuna Düsseldorf. Die Eintracht hat der Strafe zugestimmt.

Beim Spiel in Nürnberg am 21. September 2012 waren im Frankfurter Block Bengalische Feuer und Knallkörper gezündet worden, die teilweise auch in den Innenraum geworfen wurden. Am 30. November 2012 hatten sich in Düsseldorf bis zu 200 Eintracht-Fans unkontrolliert durch den Gästeeingang gedrängt. Später war im Gästeblock Pyrotechnik entzündet worden, zudem flog von dort ein Bierbecher auf das Spielfeld.

Ursprünglich hatte der DFB-Kontrollausschuss den Strafantrag für beide Partien nach den Vorkommnissen im Spiel bei Bayer Leverkusen am 19. Januar zurückgezogen, um alle Fälle gemeinsam zu behandeln. Da die Frankfurter nach wie vor darum bemüht sind, die Täter zu identifizieren, hatte der Kontrollausschuss die Frist für den Club verlängert. Um die schon lange anstehenden Fälle aus 2012 zum Abschluss zu bringen, hat das DFB-Sportgericht nun doch die vorgesehene Strafe ausgesprochen.

Geringe Strafe für den HSV

Über die Vorfälle in Leverkusen, als die Partie wegen Fan-Krawallen für mehrere Minuten unterbrochen werden musste, soll erst nach Saisonende entschieden werden. "Wenn sich die Fans korrekt verhalten, besteht die Chance, dass wir um einen Zuschauerteilausschluss herumkommen", sagte Eintracht-Finanzvorstand Axel Hellmann dem "Kicker".

Bereits im August 2012 hatte der aktuelle Tabellensechste der Bundesliga 100.000 Euro Strafe zahlen müssen. Grund war damals unsportliches Verhalten der Anhänger. Zudem waren für das erste Heimspiel der Saison gegen Leverkusen nur 26.500 Heim- und 5000 Gästefans zugelassen.

Auch Liga-Rivale Hamburger SV wurde zu einer Geldstrafe verdonnert - wenngleich diese deutlich niedriger ausfiel. 6000 Euro muss der HSV wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger im Spiel bei Hannover 96 am 23. Februar zahlen. Dort waren vier Bengalische Feuer im Hamburger Fanblock gezündet worden. Der Verein hat dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

max/dpa/sid
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